Kategorien
Forschende Organisation

Fehlerkompetenz – Wie Sie mit Fehlern produktiv umgehen

Sie machen Fehler. Alle machen Fehler. Tolerieren Sie die Fehler nicht nur, denn das bringt Sie nicht weiter. Entscheidend ist die Fehlerkompetenz.

Einsteins Fehlerkompetenz

„Jemand der keinen Fehler gemacht hat, hat noch nie etwas neues ausprobiert“, bemerkte Einstein weise. Fehler gehören zum Leben dazu. Aus Fehlern lernen wir. Wir entwickeln uns, sowie unsere Produkte und Dienstleistungen weiter.

Arbeitsorganisation

Es sollte selbstverständlich sein, ist es jedoch vielerorts nicht: Die Arbeit muss so organisiert werden, dass diese langfristig und nachhaltig fehlerfrei erledigt werden kann. Die Basics müssen stimmen.

Beispiel: Äpfel

Wenn die Äpfel gepflückt und in die Sammelkiste geworfen und nicht feinfühlig hineingelegt werden, dann arbeiten die Apfelpflücker mehr als doppelt so schnell. Die Äpfel in der Apfelkiste sehen gut aus. Wenn die Saisonarbeiter dann in ihren Heimatländern zurück sind, die Äpfel die Kühllager verlassen haben und in den Geschäften ausliegen, werden die Druckstellen sichtbar. Die Äpfel sind unverkäuflich. Der Apfelbauer hat seinen Ruf verloren. Die Apfelbäume stehen noch als Investitionen da, doch keiner möchte diese Äpfel kaufen. Die Kunden haben ihre schlechten Erfahrungen gemacht. Das spricht sich rum. Eine scheinbar unauflösliche Situation?

Nein, denn wir kennen die leuchtend schöne Äpfel ohne Druckstellen aus dem Geschäft. Wie ist das zu schaffen? Bestimmt nicht mit Kontrolle, denn nicht jeder Arbeitsschritt kann kontrolliert werden. Kontrolle hat schon lange ausgedient.

Vertrauensvolle Zusammenarbeit

Vertrauen ist angesagt. Doch kein blindes Vertrauen. Nachhaltiges Vertrauen ist wichtig. Doch wie bildet sich ein solches?

Für eine jahrelange, nachhaltige vertrauensvolle Zusammenarbeit sind folgende Punkte besonders wichtig.

  1. Bewusstsein für das Problem bei jedem einzelnen Mitarbeiter schaffen
  2. Faire Arbeits- und Entgeltbedingung bieten
  3. Vertrauenswürdige Mitarbeiter jahrelang halten
  4. Intrinsische Motivation nicht zerstören

Denn, nur wenn das Bewusstsein sich bei den Peers durchsetzt, wird der Erfolg nachhaltig. Innerhalb der Gruppe herrschen eigene Gesetze. Diese Gesetze müssen auch für die Organisation und nicht gegen diese arbeiten. That´s all.

Aber mit Kontrolle und Druck funktioniert das nicht. Das wissen wir aus der Physik: Druck erzeugt Lähmung oder Gegendruck, jedoch keinen Fortschritt.

Fehlerkompetenz statt Fehlertoleranz

Wir müssen nicht nur die bislang unvermeidbaren Fehler tolerieren. Jedoch fällt selbst das den meisten von uns schwer. Toleranz ist etwas für ungebetene Gäste. Ihre Akzeptanz ist wichtig. Nachdem wir akzeptiert haben, dass das Fehlermachen uns voranbringt, ist der richtige Umgang mit Fehlern wichtig. Analyse der Art der Fehler ist der Ausgangspunkt. Schritte zur Verbesserung einleiten und sich auf dann auf die neu entdeckten Fehler freuen. Denn die Fehler können die ganze Organisation nach vorne bringen.

Das bedeutet natürlich nicht, extra Fehler zu machen und Hurra rufen. Aber einen blinden Fleck entdecken und dann Heureka jubeln.

Forschendes Mindset

Forschung funktioniert bekanntlich nach dem Prinzip: Versuch und Irrtum.

Ohne einen Versuch es besser zu machen, gibt es kein Vorankommen. Das weiß intuitiv jedes Baby. Irgendwie verlernen dieses Prinzip viele in der Schulzeit. Wir schauen ab, kopieren und setzen es für unser Leben ein.

Ein Leben und Arbeiten im „Paste and Copy“-Modus.

Auch im Erwachsenenalter sollten wir uns trauen, eigene Versuche zu unternehmen. Uns trauen hinzufallen. Fallen und wieder aufstehen. Fallen und aufstehen. Immer einmal mehr aufstehen als hinfallen. Aber nicht fallen, um des Fallens willen. Nein, jedoch den Mut aufbringen, fallen zu können, neues zu entdecken und zu schauen: Wo bin ich hier gelandet?

Weiterzukommen und Grenzen überwinden lernen. Forschende Organisation sein. Sie müssen nicht gleich Weltmeister werden.

Zurück zu unserem Apfelbauer. Sie werden vielleicht bemerken, dass die Geschichte banal sei und nichts mit dem Forschen zu tun habe…

Und das wird auch vielfach so sein. Aber ich kenne da einen Apfelbauern, dessen Saisonarbeiter ihn auf einen besonders gesunden und schmackhaften Baum aufmerksam gemacht haben…

… und es wurde eine neue, sehr erfolgreiche Mutante draus.

Kategorien
Allgemein Forschende Organisation Führung

Sportoffice führt auf der Überholspur zum Erfolg

Machen Sie mit dem Sportoffice Sport zu Ihrer liebsten Gewohnheit, gerade dann, wenn Sie von zu Hause Ihre Arbeit verrichten. Wenn wir nicht einmal einen Schritt vor die Türe setzen, um zur Arbeitsstätte zu gelangen, dann ist Bewegungsmangel vorprogrammiert. Nicht jeder hat bereits sein Home zum Sportoffice umfunktioniert. Bedenken Sie jedoch: Wer rastet, der rostet. Was können wir tun?

Bewegungsdrang abtrainiert

Kinder haben einen natürlichen Bewegungsdrang. Das stille Sitzen in der Schule ist nicht die beste Variante, um Wissen aufzunehmen und zu verarbeiten. Weder für den Körper noch für das Gehirn. Mittlerweile ist zum Glück auch in der Forschung bekannt, dass beide Teile unmittelbar verbunden sind. Beide können nicht unabhängig voneinander funktionieren. Leider hat sich das noch nicht weit genug rumgesprochen. Beziehungsweise agiert unser Schulsystem noch nicht entsprechend.

Warum mahlen die Mühlen so langsam?

Schade, denn beim richtigen Engagement des einzelnen Lehrers haben schon viele Sportlerkarrieren begonnen. Es wäre so einfach…

Vielen, vor allem leider den Mädchen, wird der Bewegungsdrang aberzogen. Noch im zarten Vorschulalter erkrankte ich heftig. Im langen Warteraum konnte ich dennoch nicht stillsitzen. Ich genoss den langen Flur, lief auf und ab und freute mich des Lebens. „Kein Arzt wird dir glauben, dass du krank bist“, wurde ich ermahnt und in meinem Drang unterbrochen. Nun wissen auch die Ärzte, dass Bewegung oftmals die beste Medizin ist. Und Bewegung ist in jedem Alter gut – nicht nur im Kindesalter.

Parks sind Mangelware – Sportoffice muss her

Naherholungsgebiete bieten eine wunderbare Möglichkeit, sportlich zu entspannen. Auch der Wald leistet beste Dienste. Das Haus zu verlassen, ist auch deshalb so wichtig, da sich unser Blick im wahrsten Sinne weitet. Die Hin- und Herbewegung der Augen lässt nicht nur die Augen, sondern das ganze Nervensystem regenerieren.

Bewegungsanregungen aus dem Netz sind ebenfalls hilfreich. Diese müssen jedoch regelmäßig ausgeführt werden. Auch hier gilt: Wer die Wahl hat, hat die Qual. 30 Minuten nach dem richtigen Workout zu suchen und dann fünf Minuten mitmachen, ist allerdings eine schlechte Kombination.

Dennoch lohnt es sich die Tätigkeit mal stehend, mal in der Plank-Stellung auszuüben. Die Arbeitsroutine auch mit Sit-ups oder mit Crunches zu unterbrechen. Zur Not helfen auch Fenster putzen, saugen und wischen. Diese Tätigkeiten als Work-out zu interpretieren, motiviert ungemein.

Und natürlich die eigentliche Arbeit nicht vergessen. Die Produktivitätssteigerung durch regelmäßige Bewegung ist nach wenigen Tagen spürbar. Es muss nicht gleich die Goldmedaille sein. Gesunde Bewegung ist in allen Facetten angesagt.

Führungskraft als Fitnesskraft

Immanuel Kant, Max Planck und Albert Einstein haben von ihren regelmäßigen langen Spaziergängen geschwärmt. So falsch können sie nicht gelegen haben. Wichtige Impulse kommen, wenn man richtig entspannt. Spannung und Entspannung im Wechsel, geistig sowie körperlich, lautet daher die erfolgsversprechende Devise für die Forschende Organisation.

Gehen Sie mit einem gesunden Beispiel voran. Die psychische und physische Leistungsfähigkeit bedingen einander. Wer da noch zweifelt, sollte es einfach selbst ausprobieren. Vom Bett über die Küche zum Bürostuhl, dann zum Sofa und anschließend zum Ausgangsort zurück, ist eindeutig viel zu wenig. Da brauchen wir weder einen Schrittzähler noch einen ärztlichen Rat.

Der Neurowissenschaftler Huberman bringt es auf den Punkt, wenn er herausstellt, dass die Fähigkeit, sich lange konzentriert anzuspannen verbunden mit der Fähigkeit, danach zu entspannen, die Schlüsselkompetenzen des kommenden Jahrzehnts sein werden.

Sportoffice und Leadership

Als Führungskraft kommunizieren Sie, dass kurze Bewegungspausen nicht nur erlaubt, sondern auch willkommen sind. Die Nine-to-Five-Arbeitsmentalität hat schon lange ausgedient. Sportpausen bringen die Abwechslung, die zum Erfolg auf der Überholspur führt. Dabei sollte das Work-out zur täglichen Routine werden und Spaß bereiten. Oder mit Hubermans Worten: „Have Fun“.

Eine Betriebs-Sport-Challenge, die in heutigen Tagen zur Homeoffice-Sport-Challenge wird, richtig durchgeführt, stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl. Diese wichtige soziale Komponente darf nicht unter den Homeoffice-Tisch fallen.

Prestigeobjekt Sportoffice

Das eigene Sportoffice wird zum neuen Prestigeobjekt.
Soviel Antizipationsfähigkeit darf schon sein. Denn:

Sportlich gesunde und fitte Mitarbeiter bringen Sie und Ihr Unternehmen am besten voran, wer sonst?

Kategorien
Forschende Organisation

BioNTech als Paradebeispiel für die Forschende Organisation

Gibt es Muster für Forschende Organisationen? Klar, gibt es diese. Heute feiern wir BioNTech. Wir erforschen BioNTechs Art eine Forschende Organisation zu sein.

Keine Grenze zwischen Privatsphäre und Business

Die Mediziner Uğur Şahin, 55, und Özlem Türeci, 53 sind zusammen verheiratet, verbrachten die meiste Zeit im Labor, sogar an ihrem Hochzeitstag. Ihre erste Firma “Ganymed Pharmaceuticals” war äußerst erfolgreich. 2016 verkauften sie diese für 400 Millionen Euro. Davor gründeten sie BioNTech in 2008. Da gibt es keine Work-Life-Balance, da es keine Grenze zwischen Privat- und Geschäftsleben gibt. Es gibt nur ein Leben. Dieses Leben schließt die Arbeit mit ein. “Ganymed” steht für harte Arbeit.

BioNTech´s klare Vision

BioNTech hat eine klare Vision Warum, Was und Wie sie eine Forschende Organisation sein wollen. Vor allem fühlen sie eine Pflicht zum Helfen.

“We feel a duty to exploit our full technology and immunotherapy expertise to help address the COVID-19 pandemic emergency. Our aim is clear: Making a potential vaccine available to the public as quickly as possible – worldwide.” Prof. Ugur Sahin, M.D., Chief Executive Officer. BioNTech´s “Warum” ist Menschen zu helfen, die an Krebs leiden und derzeit auch die Covid-19-Pandemie in den Griff zu bekommen.

BioNTechs Focus

„Wir fokussieren uns auf den Patienten und die Entwicklung einzigartiger Therapien“, lautet es auf der Internetseite von BioNTech.

Hohe Standards: neue Ära einleiten

„Wir wollen eine neue Ära der Krebsmedizin einleiten“, lautet BioNTechs hehre Ziel.

„Als wir 2008 BioNTech gründeten, haben wir uns eine grundlegende Frage gestellt: Wenn der Tumor jedes Patienten einzigartig ist, warum behandeln wir dann alle Patienten gleich? Wir haben ein immenses Potenzial darin gesehen, uns das einzigartige Profil eines Tumors zu Nutze zu machen. Ziel war es, das Immunsystem des Patienten in die Lage zu versetzen, die spezifischen Krebszellen zu lokalisieren, sie zu adressieren und den Tumor anzugreifen. Wir haben BioNTech gegründet, weil wir Schlüsseltechnologien weiterentwickeln, die richtigen Leute zusammenbringen und unsere Vision für die Zukunft der Krebsmedizin verwirklichen wollen.“

„Stellen Sie sich vor, Sie könnten die Therapie für jeden einzelnen Krebspatienten individualisieren, basierend auf den genetischen Merkmalen des jeweiligen Tumors. Stellen Sie sich vor, diese individualisierte Krebstherapie wäre reproduzierbar, zeitnah und kostengünstig herzustellen. Wir wollen das Behandlungsparadigma für Krebspatienten weltweit verändern.“ Führt Prof. Ugur Sahin aus.

Zweifelsohne sind nur mit hehren Zielen die höchsten Lavel des Erfolgs zu erreichen. Ein neues Behandlungsparadigma sowie die Entwicklung des Covid-19-Impfstoffs sind solche Ziele.

Schnelligkeit

BioNTechs Projekt zur Entwicklung des neuen Impfstoffs heißt: „Lightspeed“ – Lichtgeschwindigkeit. Der Name ist Programm. BioNTech ist europaweit eine der ersten Firmen mit der Testung eines Covid-19-Impfstoffs.

Weltweite Zusammenarbeit

Das Forschungsanliegen ist ein weltweites Forschungsprogramm in Zusammenarbeit mit Pfizer and Fosun Pharma. Schließlich brauchen wir für den weltweiten Erfolg auch die weltweite Forschung.

Geld

Schließlich waren die Gründer nicht am Geld primär fokussiert. Es ist wichtig hervorzuheben, dass die Gründer mit ihrer ersten Firma bereits mehr verdient hatten, als sie jemals in ihrem Leben und auch danach ausgeben könnten. Sie waren nicht am Geld interessiert. Aber das Geld hat an BioNTech Interesse, ein großes sogar.

Kategorien
Allgemein Forschende Organisation Organisationsentwicklung

Genialität mit genialer Empfehlung – Tun Sie was…

Genialität entstehen lassen, wie soll das gehen? Welche Bedingungen müssen vorliegen, damit geniale Personlichkeiten erkannt, anzogen und entwickelt werden können? Hier merken Sie vielleicht schon: Geniale Persönlichkeiten werden nicht entwickelt. Sie benötigen nur den nötigen Freiraum, sich selbst entwickeln zu können. Schauen wir jedoch uns zuvor die wichtigen Weichen im Leben eines Genies an. Davor fragen wir uns was Genialität überhaupt ist.

Genialität – was kann das sein?

Unter Genialität verstehen wir eine überdurchschnittliche Intelligenz, Neugier, Phantasie, Inspirationsfähikeit, Kreativität verbunden mit einer ausgeprägten Beharrlichkeit, die zu einer außergewöhnlichen Produktivität führt.

Geniale Persönlichkeiten gibt und gab es viele. Von Einstein über Mozart über Dalí bis hin zu… Jeder hat seine Genies, die er bewundert. Die einen selbst inspirieren.

Geniale Ideen sind solche Ideen, die zuvor keiner hatte. Daher stoßen diese Ideen nicht sofort auf Zustimmung. „Das haben wir noch nie so gemacht“, „das geht nicht“, „das ist unmöglich“, hier wird schnell ersichtlich, warum Beharrlichkeit und Audauer so zwingend notwendig sind. Genies werden nicht verstanden – das müssen Genies verstehen.

Die Kunst sein eigenes Ding zu machen, bedeutet auch dranbleiben, sich nicht ablenken lassen und seinen Überzeugungen treu bleiben. In Anlehnung an Gandhi formuliert: „Zuerst ignorieren sie dich, dann bekämpfen…“ am Ende siegt die geniale Idee. Hoffentlich.

Geniale Erziehung

Lassen wir das Genie unter den Genies, Albert Einstein, persönlich zu Wort kommen:

Mein lieber Albert,

[…] Ich bin sehr glücklich darüber, dass Du Freude an dem Klavier findest. Das und Tischlerarbeiten sind meiner Meinung nach die besten Beschäftigungen in deinem Alter, sogar besser als Schule. Denn dies sind die Dinge, die zu einem jungen Menschen wie Dir sehr gut passen. Spiele hauptsächlich die Stücke auf dem Klavier, die Dir gefallen, auch wenn der Lehrer sie Dir nicht aufträgt. Auf diese Weise wirst Du am meisten lernen — wenn Du etwas mit so viel Freude tust, dass Du nicht bemerkst, wie die Zeit vergeht. Ich bin manchmal so in meine Arbeit vertieft, dass ich das Mittagessen vergesse. […], Albert Einstein an seinen 11.jährigen Sohn, zitiert vom Businss Insider.

Keinen, auch Auszubildende nicht, zu Objekten degradieren, sondern als Subjekte anerkennen und fördern, das fordern Neurowissenschaftler wie beispielsweise Gerald Hüther.

Wir kennen den Pawlowschen Hund, der abgerichtet ist, um den Zielen seines Herrchens zu entsprechen. Wenn wir das Bildungssystem, einschließlich des betrieblichen, nach diesem Abbild gestalten, dann können wir kaum mehr als Pawlowsche Verhaltensweisen generieren. Das reicht nicht mehr. Und es wird sicherlich in der Zukunft noch weniger genügen. Dazu bedarf es keiner großen Antizipationsfähigkeit. Das Scheitern ist vorprogrammiert. Das Unglück auch.

Entfalten und sich entfalten lassen, lautet daher die wichtige Maxime. Bewusstheit üben. Bewusstheit bedeutet, sich seiner eigenen Würde bewusst werden. Liebevoll mit sich selbst und anderen umgehen. Sich in die Vielfalt des Lebendigen verlieben. Offen und neugierig für Inspiration sein. Intuition kultivieren. Sich Zeit nehmen für die eigenen Interessen, Begabungen und Talente. Der Phantasie freien Lauf lassen.

Möglicherweise ist das Geniale des Menschen ihr wahres Wesen. Sie sind versucherisch, experimentell und erforschend. Von Anfang an.

Im Erschaffungsmodus können wir das beste aller möglichen Ich´s werden.

Produktivität der Genies

Die Produktivität der Genies ist nicht normal verteilt, sondern weit rechtsverschoben in der Gaus´schen Normalverteilung. Genies leisten mehr, weil sie einfach Spaß an ihrer eigenen Leistung haben.

Denken wir da einfach mal an Pablo Picasso mit seinen unzähligen Werken, einschließlich der kreativ unterschriebenen Checks, die deshalb nie eingelöst wurden. Oder an Leonardo da Vinci mit all seinen Leidenschaften und Erfindungen.

Derzeit werden wir mit wissenschaftlichen Publikationen fast erschlagen. Zum Teil liegt das daran, dass Wissenschaft quantitativ und nicht qualitativ viel zu oft gemessen wird. Was wir nicht verstehen, entzieht sich unserer Urteilskraft. Einstein brauchte unheimlich lange für seine Allgemeine Realitivitätstheorie (ART). Verstehen und beurteilen konnten die anderen Wissenschaftler die ART lange nicht.

Forschende Organisation versus Lernende Organisation

„Darin ist jedermann einig, daß Genie dem Nachahmungsgeiste gänzlich entgegen zu setzen sei. Da nun Lernen nichts als Nachahmen ist, so kann die größte Fähikeit, Gelehrigkeit (Kapazität), als Gelehrigkeit, doch nicht für Genie gelten“, stellte Immanuel Kant in der „Kritik der Urteilskraft“, A 181/ B 183 bereits heraus.

Hier wird der Kern des Unterschiedes von der Lernenden und Forschenden Organisation fundamental deutlich.

Ein gutes Gedächnis offenbart noch kein Genialität. Ein Wörterbuch ist auch keine Literatur. Heutzutage, dank Inter- und Intranet benötigen wir das Gedächnis noch erheblich weniger. Die Kraft, die Neues schafft, ist gefragter denn je.

Genialität kultivieren

Seien wir mal ehrlich: Auf welches Profil in ihrem Unternehmen würde Einstein passen? Würden Sie Dalí die Gestaltung Ihrer Internetpräsenz anvertrauen? Zeitlich gesehen ist beides unmöglich. Jedoch erkennen wir hieran, zu welchen Gedankenkostrukten Menschen fähig sind. Und wir propagieren: Bitte nicht nur zu Gedankenkonstrukten!

Wenn wir jedoch vorab in unserem Mindset zu eng festgelegt sind, dann bleiben uns die wahren Schätze der (zukünftigen) Mitarbeiter verborgen.

Die zentrale Frage lautet daher: Was brauchten Menschen, damit es ihnen so gut geht, dass Sie ihrer Neugier freien Lauf lassen können? In den Flow kommen. Dass sie erschaffen.

Forschende Organisationen brauchen Menschen, die nicht nur rechnen können, sondern auch die dazugehörigen Programme schreiben können, die rechnen können…
Diese Unternehmen benötigen nicht nur Menschen, die schreiben können. Ferner benötigen sie Programme, die den Prozess so gestalten, dass kein Unsinn dabei herauskommt.
Auch am Anfang des kreativen Prozesses in den Zeichentrickanimation stehen Menschen, die mit ihren Händen etwas besonderes zeichnen. Diese Zeichnungen werden dann digital weiterverarbeitet. Kreativität wird deshalb immer Mangelware bleiben.

„Das geht nicht“, gibt es nicht. Es gibt schon viel mehr, als wir zu akzeptieren bereit sind. Es gibt all diese Programme und die Menschen mit diesen Skills. Sie müssen sie nur wollen. Dann werden Sie diese auch finden.

Die Pull-Technik ist jedoch viel besser. Gestalten Sie Ihre Organisation so, dass Menschen mit einem forschend agilen Mindset am liebsten in Ihrer Organisation arbeiten wollen.

„Vielleicht versteht nur der Genius den Genius ganz“, stellte Robert Schumann heraus.

Möglicherweise müssen wir nur verstehen, dass wir nicht verstehen.

Wissen, dass wir nicht wissen.

Danach zuhören, überlegen und feststellen:

da könnte was dran sein…

Kategorien
Allgemein Forschende Organisation Organisationsentwicklung

Forschungsweltmeister werden – uneinholbar erfolgreich

Forschungsweltmeister sind derzeit Amazon und Alphabet, berechnet nicht nach ihren absoluten, sondern nach ihren anteiligen Forschungsausgaben. Diese Unternehmen machen es uns vor. Mit der unabdingbaren Forschungsausrichtung ihres Unternehmens werden Sie scheinbar uneinholbar erfolgreich. Nicht nur monetär auch kognitiv.

Forschungsanstrengungen unternehmen

Forschungstätigkeit ist weder ausschließlich den Universitäten noch den großen global Playern vorbehalten. Um langfristig am Markt bestehen zu können, sind solide Forschungsanstrengungen notwendig.

Forschungsweltmeister sehen Forschung als Kernaufgabe

Forschung als Kernaufgabe sehen daher mehr als ein Dutzend Tochterunternehmen von Alphabet. Diese werden laut Handelsblatt mit den Gewinnen von Google finanziert. Geheimnisumwittert ist hierbei die Abteilung X. Medizin, Künstiliche Intelligenz, Verkehrstechnik sowie Drohnen stellen die wichtigsten zukünftigen Standbeine dar.

Forschungsweltmeister zu sein bedeutet vor alllem Erfindergeist aufzubringen. Dieser spiegelt sich auch in der KI wieder. Hierfür haben sich China und USA die Mehrzahl der Patente gesichert. Die ultimaltive Frage lautet deshalb: Wo wollen wir uns langfristig positionieren? Als Europa, als deutschsprachiger Raum, als einzelne Organisation?

Forschungsweltmeister leben von ihrem Mindset

Die anteilmäßigen Ausgaben so zu erhöhen, dass unser Unternehmen Weltmeister wird – das können wir uns nicht leisten – ahnen wir da viele denken.

Können Sie sich leisten nicht in die Forschung zu investieren? Wohl kaum.

Vielmehr leben Forschende Organisationen von und mit Innovationen. Kreative Ideen umzusetzen hat noch keinem geschadet. Kreativität zu leben macht echten Spaß. Kindliche Neugier lässt uns nicht nur jünger wiken, sondern auch attraktiver. Als Mensch und als Unternehmen. Es kommt vornehmlich auf das forschende Mindset an.

Nun werden Sie nicht gleich Weltmeister. Jedoch lohnt es sich, sich auf den Weg zu machen. Loslegen. Einfach sich zu fragen, was könnten wir besser als alle anderen vollbringen? Womit könnten wir glänzen? Worauf wartet die Welt? Welche Idee ist noch nicht umgesezt?

Geistesblitze, die die Welt verädern, sind stets gefragt. Und diese sind stets Mangelware. Es gibt nie genug.

Schaffen Sie daher die Bedingungen, die Ihre Organisation weltmeisterlich werden lassen. Dabei zählt nicht nur die Quantität. Sondern auch die Qualität. Qualität hat einen noch viel höheren Wert.

Paradigmenwechsel

Es ist an der Zeit einen Paradigmenwechsel zur Forschenden Organisation zu vollziehen.
Es lohnt sich.

Sie müssen ja nicht gleich Weltmeister werden. Auf die langfristige Perspektive kommt es an…

Kategorien
Allgemein Forschende Organisation Organisationsentwicklung Wohlbefinden

Mensa – Perspektivwechsel bei der Kantine

Mensa, die gute alte Kantine, ist als sozialer Ort schwer zu ersetzen. Informeller Austausch bei einer warmen Mahlzeit dient als sozialer Kitt. Jedoch auch als Ort des Austausches von Ideen und Geistesblitzen quer über die internen Grenzen hinweg. Funktionen der guten alten Mensa, die oft vernachlässigt, gar missachtet werden.

Mensa ist out – Wegfall der betrieblichen Kantine

Nicht nur in Zeiten des Home-Office fehlt der soziale Austausch an unverbindlichen Orten wie der Kaffeeküche oder der Kantine. Bereits zuvor sind schon Kantinen wegrationalisiert worden. Einsparungen, die schnell verbucht wurden.

Unternehmen können jedoch die daraus resultierenden negativen Folgekosten nicht beziffern. Die Rechnung, was die Kosten- und Leistungsrechnung nicht messen kann, existiert nicht, greift zu kurz.

Wenn anstatt einer gesunden und schmackhaften Ernährung, der Mac Doof um die Ecke mangels Alternativen als Grundversorgung dient, dann darf sich keiner über ebensolche Ergebnisse wundern.

Wenn Ideen nicht geboren, nicht verfeinert und nicht umgesetzt werden, ist das nicht quanitfizierbar.

Dennoch richten die nicht um die Büroecke gedachten und damit unverwirklichten Ideen den größten Schaden an.

Kalter Kaffee

In einem Versuch ist nachgewiesen worden, dass wir fremde Menschen, je nach der Temperatur des zuvor gereichten Kaffees, anders beurteilen. Bei einem warmen Getränk wird auch der Person sprichwörtlich warm ums Herz.

Warme Mahlzeiten anzubieten – darauf sind sogar die Tafeln gekommen. Wohl wissend, wie existentiell diese für das persönliche Wohlbefinden sind. Wohlbefinden – da war doch was.

Die Kantinen sind in vielen Betrieben weg. Mancherorts wurden sie später durch kaltes Obst oder – noch schlimmer durch eine Süßigkeitenflatrate – ersetzt. Die Folgen einer solchen Flatrate kann sich jeder selbst ausmalen. Wie kurzfristig muss das Denken eines solches Unternehmens gestrickt sein? Geht es schlimmer?

Schlimmer geht immer. Wenn die Niederlassungsleitung sich selbst das Geld für die nicht angebotenen Früchte und Getränke einsteckt. Unangekündigte Besuche lassen die Zentrale vielleicht aufschrecken, öffnen jedoch die Augen für die wahren Probleme des Betriebs-Alltags.

Mensa als Forschungsort

Wie wäre es mit einer gesunden warmen Mahlzeit, die je nach Betriebsgröße nicht zwangsläufig täglich, jedoch regelmäßig frei angeboten werden würde?

Gleichzeitig schaffen Sie damit Anreize das bequeme Home-Office freiwillig zu verlassen.

Ungezwungener Austausch in einer warmen Atmosphäre lässt früher oder später eine neue Idee sprießen. Diese wird wohlwollend grenzenüberwindend ausgeklügelt. Echter Fortschritt lässt sich so leicht generieren.

Die Frage lautet nur: Welche Kultur hätten Sie gerne?

Nicht umsonst haben die Hochbegabten ihren ältesten Club ebenso genannt: Mensa.

Kategorien
Allgemein Forschende Organisation Organisationsentwicklung

Selbstorganisation – oben ohne? Wie Sie forschend agieren

Was bedeutet Forschende Organisation? Zentrales Steuerunsmittel ist die Selbstorganisation. Welche Konsequenzen hat Selbstorganisation für die Führungsetagen? Und vor allem: Sind die obersten Riegen nun überfüssig? In unsicheren Zeiten muss Sicherheit her. Doch strahlen Sie die notwendige Lässigkeit auch aus? Und noch viel wichtiger: auch nach Innen?

Forschende Organisation heißt auch Selbstorganisation leben

Selbstorganisation wird verstanden als kompetentes situationsgerechtes lösungsorietiertes Handeln auf Erfahrungsbasis. Agilität, Transparenz, forschende Kultur, Lösunugsorientierung und Vertrauen bilden die Grundlagen für Forschende Organisation. Nun heißt es durch Kompetenz, Erfahrung und Persönlichkeit zu überzeugen. Statussymbole werden hinten angestellt, wenn auch nicht völlig vernachlässigt.

Nicht nur verstehen, sondern es auch täglich umsetzen, ist die Herausforderung, der Sie sich täglich stellen. Wenn Sie plötzlich erkranken, in diesen Tagen durchaus vorstellbar, wie lange würde Ihre Organisation, Abteilung oder was auch immer Sie zu veratworten haben, ohne großen Schaden überstehen?

Viele meinen, dass nur Unersetzbarkeit sie wichtig mache.

Nein, vollkommen falsch!

Wie Eltern, die sich in Augen der Pubertierenden, fast überflüssig machen. Ebenso wie Eltern, die das schnell akzeptieren und dementsprechend agieren und keine Vorschriften den Halbwüchsigen mehr machen. Genau so sollten auch Führungskräfte ihre anvertrauten Mitarbeiter behandeln. Als erwachsene Menschen, denen sie mit Rat und Tat zur Seite stehen. Exakt wie die erwachsenen Kinder wieder mit den Eltern kommunizieren, sofern die Eltern nicht in die falschen alten Rollen verfallen.

Unsicherheiten aufheben

Die Vorteile eines selbstorganisierten Unternehmens sind evident – für diejenigen zumindest, die es begriffen haben und auch umsetzen können.

Bezüglich der Führungsrolle herrscht eine große Unsicherheit.
Change Prozesse verursachen immer Unsicherheiten, soweit ist das völlig normal.

Jedoch ist die Elite nun selbst verunsichert, bis hin zur obersten Ebene. Die Führungskultur muss sich neu finden. In Wellenform geht das durch die ganze Organisation.

Braucht man überhaupt noch Führung? Und wenn ja, wofür?

Schauen wir uns doch mal um. Bekleidungsmäßig hat Putin es „oben ohne“ versucht und sich vor der Weltöffentlichkeit der Lächerlichkeit preisgegeben. Bei seinem Führungsstil kommt „oben ohne“ bestimmt nicht vor. Doch diese Art Führungspersönlichkeit meinen wir nicht…

Mit Selbstorganisation klaren Kopf behalten

Wie ein kopfloses Huhn durch die Gegend flitzen… weit kommt man damit nicht.
Das Huhn, der Mensch und die Organisation – alle brauchen einen klaren Kopf.

Einen Kopf, der klar denken und die Organe (Herz, Leber, Nieren, Milz, …) ihre Funktion ausüben lassen kann. Der Kopf steuert bewusst und unbewusst die Prozesse. Die lebensnotwendigen Mittel sind in ausreichenden Mengen vorhanden: Sauerstoff, Wasser, Nahrung. Gleichzeitig verrichten die Organe in Eigenregie, das was zu tun ist. Nicht nur die Organe. Auch jede einzelne Zelle weiß, was sie zu tun hat. Sie agiert überlebenswichtig richtig, obwohl sie wohl kaum den ganzen Zusammenhang über- oder gar durchschauen kann.

Adäquat in den Unternehmen: Raum, Technik, finanzielle Mittel sind nicht immer selbstverständlich, leider. Mal fehlt die eine oder andere (digitale) Zugangsberechtigung, so dass die gern getane nicht erledigt werden kann.

Oder es werden andere Steine, in welcher Form auch immer, in den Weg gestreut, manchmal gar vom mittleren Management.

Jeder will „Arbeit haben“ und keiner „Arbeit machen“. Schikane unken die Benachteiligten. Von außen betrachtet grenzt es oft an ein Wunder, dass etwas Produktives entsteht.

In Organisationen steckt demnach enormes Potential, das sehnsüchtig darauf wartet, gehoben zu werden…

Selbstorganisation und neues Führungsverständniss


Die Elite muss Mittel, Raum und Zeit für Kreativität und Ideen bieten. Sie sollte Vertrauen und Sicherheit bieten. Energie sowohl nach innen als auch außen ausstrahlen.

Wenn die Ideen auf einen Boden, der sie gedeihen lässt, fallen, dann fängt die Forschende Organistion exponentiell zu wachsen an. Erfolg wächst dann ebenfalls exponentiell scheinbar von ganz alleine.

So kommt es zumindest vor, wenn die richtige Organisationsentwicklungstechnik dahinter steckt.

Kategorien
Allgemein Forschende Organisation

Paradigmenwechsel zur Forschenden Organisation

Paradigmenwechsel bedeutet eine neue Art zu denken, zu sein. Von der lernenden Organisation kommend, müssen wir zur Forschenden Organisation werden. Forschende Organisation, die von und mit Innovationen lebt, ist auf Veränderungen jeglicher Art angewiesen. Change ist das Status quo. Mit dem richtigen Mindset werden Sie nachhaltig erfolgreich – garantiert.

Paradigmenwechsel

Paradigma bezeichnet eine grundsätzliche Denkweise, Weltsicht, Weltanschauung. Die Gesamtheit der vorherrschenden Grundauffassungen einer wissenschaftlichen Disziplin bezeichnet Kuhn als Paradigma. Von Paradigmenwechsel spricht er, wenn sich die grundlegende Denkweise ändert und eine wissenschaftliche Revolution entfacht wird. Genau das, wovor unbewusst viele Angst haben. Das schließt ebenso die Professoren wie Praktiker ein.

Während Wachstum im Prinzip more of the same bedeutet und wir immer mehr und immer schneller uns im Hamsterrad bewegen, bringt eine Forschende Organisation wirklich Neues hervor.

Beispielsweise Mobilitäts-Paradigmenwechsel: die Industrie setzt auf das Automobil. Seit Rolf Benz fast nichts Neues. Flugzeuge sind klobig und bringen viele Menschen an Stellen, wo wirklich keiner sein möchte. Flughäfen liegen vom Zielort weit abgellegen. Unsere Fortbewegungsmittel scheiden Emissionen aus. Lärm ist hier nicht zu vernachlässigen. Das geht so nicht weiter. Wir brauchen einen Wechsel, dies sehen die Verständigen mittlerweile ein.

Hier meinen wir ein schönes Leben verbunden mit der Gewissheit, das richtige zu tun.

Wir haben es erleben dürfen, wie es ist, wenn der Verkehr, wie er nun mal ist, auf ein unvorstellbares Minimum herabgesetzt wird. Stille und Ruhe machten sich breit. Sie übertrugen sich auch auf unsere Sinne.

Adler und ihre Art sich zu bewegen

Wir lieben die Adler und ihre Perspektive. Diese einzunehmen is the State to be. Warum orientieren wir uns bei der Fortbewegung nicht auch an diesen erhabenen Tieren?

Ein leiser Flug spielend mit den Winden dessen Emmissionen direkt als Dünger dienen – wenn Sie jetzt denken, dass das nicht geht, dann haben Sie recht: es fliegt!

Forschende Organisationen stellen die Fragen neu. Darauf suchen sie neue Antworten. Schließlich setzen sie es um und erfinden sich neu.

Ein Paradigmawechsel – ein echter Fortschritt im Denken.

Wir brauchen nicht weniger, sondern andere Mobilität. Die Adler machen uns das vor. Adler fliegen und wir bestaunen ihre Erhabenheit.

Lassen Sie einfach Ihre Fantasie fliegen. Wir brauchen mehr davon!

Kategorien
Forschende Organisation

Organisationsentwicklungstechnik der Forschenden Organisation

Mit Organisationsentwicklungstechnik (ORT) geht es uns nicht nur um Ziele an sich, sondern die Art, wie diese zu setzen, zu verfolgen und zu reflektieren sind. Es kommt dabei nicht nur primär auf das Ziel selbst, sondern auf die Technik an. Dabei meinen wir nicht bloß die Technik diese Ziele richtig zu setzen, dass die Ziele konkret, messbar und zeitlich bestimmt sein sollten. Denn viele habe das gleiche Ziel, oder gar eine gleiche Vision. Jedoch kann es oftmals nur eine Siegerin geben. Diejenigen, die die Aufträge bekommen und die, die nicht. Was unterscheidet die langfristig erfolgreichen Marktperformer, von denen durch das Organisations-Leben überforderten?

Facetten der Organisationsentwicklungstechnik (ORT)

Mit der Organisationsentwicklungstechnik erfassen wir Technik in diversen Sinnzusammenhängen, wie zum Beispiel:

  1. Art of Organisation – Die Kunst des Organisierens
  2. Know-how und Wissenmanagement – Forschende Organisation
  3. Gestaltungsprinzipien und kluge Schachzüge
  4. Konstruktivismus
  5. Methoden, Vorgehensweisen und Rüstzeug der Unternehmensführung
  6. Forschung und lnagfristige Unternehmensentwicklung
  7. Gesellschaftliche und unternehmerische Führung sowie Führungskompetenzen des eigenen Selbst
  8. Technologie, Hightech, Digitalisierung, Arbeit 4.0 und folgende

Es ist sicherlich die Technikaffinität im engeren Sinne, die das Marktgeschehen in erfolgreich und weniger erfolgreich spaltet. Dieses lässt sich an der Börsenentwicklung der High-Tech-Unternehmen leicht nachvollziehen. Auch die unternehmerische Bereitschaft in eigene Forschungsaktivitäten zu investieren, unterscheidet die High-Performer von den anderen Marktteilnehmern.

Wie kann man des weiteren Organisationsentwicklungstechnik implementieren, die langfristig erfolgsversprechend ist?

  • Ein CEO möchte ein millionenschweres Geschäft aufbauen. Mit bestimmter Technik (Machart) werden Produktideen getestet, Mitarbeiter für dieses Vorhaben ausgewählt und Marketingkampagnen durchgeführt.
  • Eine Führungskraft verfolgt das Ziel der Marktgewinnung. Die Technik ist dann die Art und Weise, wie sie das Vorhaben leitet: wie sie ihre Mitarbeiter rekrutiert; Wie sie den Überblick behält und dennoch detailverliebt agiert. Auf welche Art und Weise sie wichtige Entscheidungen trifft. Wie sie die Unternehmensleitung von ihrem Vorhaben überzeugt.
  • Ein Programmierer lernt eine neue Programmiersprache. Seine Lern-Technik besteht nicht nur in der Anzahl der Stunden des Lernens, sondern auch der Herangehensweise an schwierige Themen und der Bereitschaft und seine Kompetenz, sich die richtige Hilfe und Unterstützung beim Vorhaben zu holen. Auch das Dranbleiben bei Problemen und Nicht-aufgeben sind wichtige Lern-Techniken, die eingeübt und kultiviert werden können.

Lässt sich eine Technik hinter der Technik erkennen?

Kunst des Organisierens

Die Kunst des Organisierens besteht nicht nur darin, jeweils in der bestehenden Situation die richtige Entscheidung zu treffen, sondern eine Kultur und Umgebung zu schaffen, so dass Entscheidungen und Umsetzung derer so geschmeidig laufen, so dass sich die Erfolge wie von selbst einstellen. Nur dass es wie von selbst läuft, bedarf im Vorfeld harter Arbeit und Investitionen. Daher sind zu hohe Gewinne, wenn sie ausgeschüttet werden, Gift für den langfristigen Erfolg. Wenn ich das Geld dem Unternehmen entziehe, habe ich es nicht mehr für langfristige Investitionen zur Verfügung.

Investitionen auch und vor allem in das Humankapital. Karge Löhne wirken demoralisierend, getreu dem Motto: „Wir arbeiten nur für den Privatjet des Chefs.“

Problemfelder der ausschließlichen Zielfokussierung

Doch schauen wir uns die Problematik der ausschließlichen Zielorientierung , meist auf der Shareholderebene, genauer an.

Problemfeld 1: Gewinner und Verlierer haben oftmals das gleiche Ziel

Wenn wir uns den Herren-Fußball exemplarisch anschauen, wird uns ganz deutlich vor die Augen geführt, wie sehr sich erfolgreiches Management und weniger erfolgreiches unterscheiden. HSV beispielsweise hatte einst die Champions Ligue gewonnen, als diese noch den Namen „Europapokal der Landesmeister“ trug; das war 1983. Das Lied vom Missmanagement hat hier sehr viele Strophen und jede neue Trainerverpflichtung macht(e) es nicht besser, sondern lächerlicher.

Problemfeld 2: Das Erreichen des Ziels kann nur ein vorübergehender Zustand sein

Stellen Sie sich einen unordentlichen Schreibtisch vor. Wenn wir die nötige Energie aufbringen, um den aufzuräumen ist das Problem gelöst. Leider lediglich vorübergehend, bis es wieder in Chaos versinkt. Um eine langfristige Lösung herbeizuführen, ist das Verhalten der Person, die an diesem sitzt, entscheidend. Unordnung kommt immer wieder auf und es bedarf einer riesigen Kraftanstrengung, diesen Schreibtisch aufzuräumen. Es kommt nicht auf das Ergebnis, also aufgeräumter Schreibtisch, sondern auf die Arbeitstechnik – Ablagesysteme, Arbeitsorganisation, routinemäßiges Aufräumen – an, dass das Problem langfristig gelöst wird oder gar nicht entsteht. Das Problem dahinter muss gelöst werden: jeder muss das Chaos, das er verursacht, auch selbst beherrschen.

Problemfeld 3: Ausschließliche Zielfokussierung beeinträchtigt die Zufriedenheit

Jedes Ziel impliziert uns: „Erst wenn dieses Ziel erreicht wird, sind wir glücklich.“ Das Glücksempfinden wird von Meilensteinen beeinträchtigt, die wir vielleicht nicht beeinflussen können. Nackte Zahlen machen uns auch blind.

Durch Zielvorgaben entstehen Entweder-oder-Konflikte. Entweder diese werden erreicht oder auch nicht. Vielleicht stimmt aber nur das Timing nicht. Eventuell ist das Umfeld, das wir nicht beeinflussen können, schuld an der Situation. Wir sollten uns deshalb auf von uns bestimmbare Größen fokussieren. Am besten auf uns selbst.

Problemfeld 4: Ziele haben eine zu enge Sichtweise und passen nicht zu langfristigen Fortschritten

Mit Zielvorgaben steckt man sich selbst sehr enge Grenzen. Wenn man die 1 (10 oder 100) Millionen Marke setzt und diese erreicht, was dann? Ist man mit der ersten Million zufrieden, satt und müde?

Das ist genauso wie beim Schwimmen. Jahrelang ist man mit dem geschwommenen Kilometer zufrieden, anstatt mit den 200-Meter-Schritten bis zur 4-Kilometer-Marke und noch weiter zu kommen. Es geht noch viel weiter, als unser Denken uns eingrenzt.

Organisationsentwicklungstechnik bedeutet Systeme des Erfolges schaffen

Ziele setzt man sich, um ein Spiel, eine Meisterschaft zu gewinnen oder einen Markt zu erobern. Mit der richtigen Technik, baut man ein System des Gewinnens auf. Auf die eingespielte Routine kommt es an. Mit der richtigen Vorbereitung fängt es an.

Als fitte Handballspielerinnen waren wir immer rechtzeitig vor dem Spiel da, haben uns in Ruhe umgezogen, Besprechung, Warmmachen, kurze Motivation vor dem Spiel… Bei einer unserer Gegnerinnen, war eine halbe Stunde vor Spielbeginn die Halle nicht einmal aufgeschlossen. Es ist müßig zu erwähnen, dass unsere Gegnerinnen an diesem Tage Tabellenletzte waren.

In der besagten Saison sind wir als altersgemischte Jugendmannschaft (zwei Jahrgänge) am weitesten bei dem Ausspielen der deutschen Meisterschaft in Norddeutschland gekommen. Auch weil wir bereit waren, regelmäßig, auch freitags abends zu trainieren und es keine Entschuldigung, außer Krankheit, gab, das Training zu versäumen. Mit der richtigen Einstellung und den routinemäßigen Gewohnheiten sowie Teamspirit erreichen wir unsere Ziele, wie von selbst. Was noch wichtiger ist: mit einem Heidenspaß.

Wenn wir dafür sorgen, dass unsere unbewussten Routinen unseren Zielen langfristig dienlich sind, erreichen wir die Ziele, die wir uns noch nicht zu setzen wagen. Wir gewinnen fast jedes Spiel. Nur wir selbst, durch unsere Überheblichkeit oder gar Arroganz, können uns dann noch selbst schlagen.

So wie unsere Mannschaft in der oben beschriebenen Situation. Gekommen als bereits feststehender Meister der Bezirksliga und damit für das weitere Ausspielen der deutschen Meisterschaft qualifiziert, haben wir an diesem Tage gegen den bereits feststehenden Absteiger verloren. Das einzige verlorene Spiel in dieser Saison und auch das einzige Spiel, welches ich wohl nie vergessen werde. Gelernt habe ich jedoch, dass nichts vorab feststeht. Jedes Spiel hat seine eigenen Regeln. Und es muss gespielt werden, bevor das Ergebnis feststeht.

Organisationsentwicklungstechnik der Forschenden Organisation

Für uns heißt das, dass mit der richtigen Technik ein Umfeld aufgebaut wird, in dem sich der Erfolg quasi unsichtbar von selbst einstellt. Dieses Umfeld wird mit der richtigen Mentalität verknüpft. Jedoch muss ein jeder Schritt gegangen und separat mit den jeweiligen Schwierigkeiten bewältigt werden. Den Herausforderungen muss man sich jeden Tag aufs Neue stellen.

Nichts ist vorab entschieden, das macht es so spannend.

Kategorien
Forschende Organisation Organisationsentwicklung

Stress, ja bitte!

Eine negative Bewertung des Wortes „Stress“ löst durch eine selbsterfüllende Prophezeiung eine Negativspirale aus. Und genau diese, meist unbewusst vorgenommene Bewertung, ist das größte Problem. Nicht der „Stress“ selbst, sondern wie wir diesen beurteilen und somit wie wir mit der Situation umgehen, ist entscheidend.

Betrachten wir das Phänomen etwas genauer. Stress wird durch Stressoren augelöst, die wir als Reize wahrnehmen. Diese Stressoren werden bewusst und unbewusst konatiert. Bei dieser Beurteilung heben wir zwei Dimensionen hervor: Relevanz und Belastung.

Relevanz des Stressors

Nicht alle Stressoren sind gleich relevant. Ihre Relevanz kann von irrelevant bis hoch relevant eingestuft werden. Irrelevante Stressoren können wir vernachlässigen. Es sei denn, ihre Relevanz wurde falsch bewertet. Der Wolf im Schafspelz tarnt sich nur, um spät erkannt zu werden. Auch das Verschließen der Augen oder den Kopf in den Sand stecken, bringt uns nicht weiter. Es macht uns blind. Es steht uns gut, uns der Situation zu stellen. Mit beiden Beinen auf dem Boden der Tatsachen, aufrecht und mit gehobenem Haupt.

Belastung des Stressors

Relevante Situationen werden als positiv stressend, neutral, potenziell gefährlich stressend oder als bereits erfolgte Schädigung bewertet. Sie werden interpretiert als

  1. Challange, also eine Herausforderung, der ich mich stelle und mir zutraue, diese zu bewältigen
  2. neutrale Situation
  3. Gefahr, die Angst auslöst oder
  4. bereits eingetretene Schädigung mit einem Verlust

Da unser Wissen begrenzt ist, erfolgt die Bewertung subjektiv. Die stets konstruktivistische Bewertung, zieht selbsterfüllende Prophezeiungen nach sich. Es lohnt sich, Stresssituationen stets als eine Herausforderung anzusehen und damit eine positive Spirale auszulösen. Das lässt sich üben.

Positive Bewertung von Stress als Lebenseinstellung

Ich hatte das Glück, dass meine Mutter seit meiner frühsten Kindheit, mir und meinem persönlichen Unglück stets konstruktivistisch begegnete:

  1. Das kannst du nicht beurteilen. – Das kann keiner.
  2. Du weißt nicht, wofür das gut ist. – Das weiß kein Mensch.
  3. Du weißt noch nicht, was in der Zukunft passieren wird.
  4. Aus der Zukunft betrachtet, sieht die Sache ganz anders aus.

Manchmal, in meinem tiefsten Unglück, habe ich diese Worte gehasst. Und ich wusste, sie werden kommen, egal wie groß mein Unglück auch sein mochte.

Doch immer wieder habe ich die Erfahrung machen dürfen, dass sie Recht behalten würde. Nichts wurde so heiß gegessen, wie es gekocht wurde. Alle Situationen habe ich gut überstanden und meine Resilienz gestärkt. Nun denke ich, komme was wolle, daran kann ich nur wachsen. Hierfür kann ich meiner Mutter nicht genug danken.

Superkompensation

Aus dem Sport kennen wir das Prinzip der Superkompensation. Wir müssen bestimmte Reize (zum Beispiel im Training) setzen, damit eine überschießende Anpassungsreaktion stattfindet. Infolge in einer belastungsinduzierten Auslenkung (Pause) ausgelösten Wiederherstellungsvorgänge verbessern wir unsere Leistungsfähigkeit über das Ausgangsniveau hinaus. Die Superkompensationsphase tritt infolge der Belastung erst im Anschluss an eine Erholungsphase ein. Einfacher ausgedrückt: stressiges Training – Pause – Leistungssteigerung. Mit anderen Worten: Sieger werden in den Pausen gemacht.

Übertragen auf eine psychische Stresssituation bedeutet dies, dass wir für unser psychisches Wachstum Stressoren benötigen. In einer Auszeit verarbeiten wir die Situation. Diese Zeit müssen wir uns nehmen. In dieser Zeit entwickeln wir Lösungsstrategien. Wenn wir an unseren Erfolg glauben, werden wir diese Strategien umsetzen. Mit dem Erfolg werden wir stärker denn je.

Stress als Motor für die Organisationsentwicklungstechnik

Auch ganze Organisationen sind Stresssituationen ausgesetzt. Der erfolgreiche Umgang damit ist adäquat. Jede Stresssituation ist gleichzeitig eine Chance für die ganze Organisation. Reize erfordern Anpassungsleistungen, die eine gesteigerte Leistungsfähigkeit der Organisation ermöglichen.

In Forschenden Organisationen wird Stress als notwendige Wachstumsbedingung interpretiert. Der Stressor muss jedoch nicht unbedingt von außen kommen. Innere Stressoren setzen ebenso Wachstumsimpulse. Zufriedenheit macht träge. Glück und Erfolg sind kurzfristiger Natur. Wir stellen uns den unbequemen Wahrheiten. Nehmen uns Zeit. Und machen das beste daraus.