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Forschende Organisation

BioNTech als Paradebeispiel für die Forschende Organisation

Gibt es Muster für Forschende Organisationen? Klar, gibt es diese. Heute feiern wir BioNTech. Wir erforschen BioNTechs Art eine Forschende Organisation zu sein.

Keine Grenze zwischen Privatsphäre und Business

Die Mediziner Uğur Şahin, 55, und Özlem Türeci, 53 sind zusammen verheiratet, verbrachten die meiste Zeit im Labor, sogar an ihrem Hochzeitstag. Ihre erste Firma “Ganymed Pharmaceuticals” war äußerst erfolgreich. 2016 verkauften sie diese für 400 Millionen Euro. Davor gründeten sie BioNTech in 2008. Da gibt es keine Work-Life-Balance, da es keine Grenze zwischen Privat- und Geschäftsleben gibt. Es gibt nur ein Leben. Dieses Leben schließt die Arbeit mit ein. “Ganymed” steht für harte Arbeit.

BioNTech´s klare Vision

BioNTech hat eine klare Vision Warum, Was und Wie sie eine Forschende Organisation sein wollen. Vor allem fühlen sie eine Pflicht zum Helfen.

“We feel a duty to exploit our full technology and immunotherapy expertise to help address the COVID-19 pandemic emergency. Our aim is clear: Making a potential vaccine available to the public as quickly as possible – worldwide.” Prof. Ugur Sahin, M.D., Chief Executive Officer. BioNTech´s “Warum” ist Menschen zu helfen, die an Krebs leiden und derzeit auch die Covid-19-Pandemie in den Griff zu bekommen.

BioNTechs Focus

„Wir fokussieren uns auf den Patienten und die Entwicklung einzigartiger Therapien“, lautet es auf der Internetseite von BioNTech.

Hohe Standards: neue Ära einleiten

„Wir wollen eine neue Ära der Krebsmedizin einleiten“, lautet BioNTechs hehre Ziel.

„Als wir 2008 BioNTech gründeten, haben wir uns eine grundlegende Frage gestellt: Wenn der Tumor jedes Patienten einzigartig ist, warum behandeln wir dann alle Patienten gleich? Wir haben ein immenses Potenzial darin gesehen, uns das einzigartige Profil eines Tumors zu Nutze zu machen. Ziel war es, das Immunsystem des Patienten in die Lage zu versetzen, die spezifischen Krebszellen zu lokalisieren, sie zu adressieren und den Tumor anzugreifen. Wir haben BioNTech gegründet, weil wir Schlüsseltechnologien weiterentwickeln, die richtigen Leute zusammenbringen und unsere Vision für die Zukunft der Krebsmedizin verwirklichen wollen.“

„Stellen Sie sich vor, Sie könnten die Therapie für jeden einzelnen Krebspatienten individualisieren, basierend auf den genetischen Merkmalen des jeweiligen Tumors. Stellen Sie sich vor, diese individualisierte Krebstherapie wäre reproduzierbar, zeitnah und kostengünstig herzustellen. Wir wollen das Behandlungsparadigma für Krebspatienten weltweit verändern.“ Führt Prof. Ugur Sahin aus.

Zweifelsohne sind nur mit hehren Zielen die höchsten Lavel des Erfolgs zu erreichen. Ein neues Behandlungsparadigma sowie die Entwicklung des Covid-19-Impfstoffs sind solche Ziele.

Schnelligkeit

BioNTechs Projekt zur Entwicklung des neuen Impfstoffs heißt: „Lightspeed“ – Lichtgeschwindigkeit. Der Name ist Programm. BioNTech ist europaweit eine der ersten Firmen mit der Testung eines Covid-19-Impfstoffs.

Weltweite Zusammenarbeit

Das Forschungsanliegen ist ein weltweites Forschungsprogramm in Zusammenarbeit mit Pfizer and Fosun Pharma. Schließlich brauchen wir für den weltweiten Erfolg auch die weltweite Forschung.

Geld

Schließlich waren die Gründer nicht am Geld primär fokussiert. Es ist wichtig hervorzuheben, dass die Gründer mit ihrer ersten Firma bereits mehr verdient hatten, als sie jemals in ihrem Leben und auch danach ausgeben könnten. Sie waren nicht am Geld interessiert. Aber das Geld hat an BioNTech Interesse, ein großes sogar.

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Allgemein Wirtschaft Wohlbefinden

Pacing – nutzen Sie den Spiegel der Neuronen

Pacing kennen wir in verschiedenen Zusammenhängen: Medizin, Sportwissenschaft, Psychologie oder Wirtschaft. Das Wort „Pace“ bezieht sich auf das Tempo. Die richtige Taktung ist von verschiedenen Variablen abhängig. Schwingt man mit sich und der Welt im Gleichklang, so ist die Welt harmonisch und in bester Ordnung: ein Sunort.

Pacing in der Medizin

Der Herzschrittmacher muss den richtigen Takt für das Leben vorgeben, wenn das Herz es selbst nicht mehr leisten kann. Es muss sich bestmöglich dem Lebensrhythmus anpassen. Dafür sorgen, dass die anderen Organe mit Sauerstoff versorgt sind.

Pacing im Sport

Auch im Sport ist die richtige Taktung von enormer Wichtigkeit. Das Pacing ist bestimmt nicht profan. So ist beim Laufen die richtige Pace vom persönlichen Leistungsvermögen, von der Distanz, den Umweltbedingungen wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit, von der Beschaffenheit der Strecke und natürlich der persönlichen Tagesform sowie dem Ziel der Einheit abhängig. Beim Radsport kommt noch der Windschatten dazu. Daran erkennen wir, dass das Tempo auch noch zusätzlich von der Gruppe abhängt. Beim Triathlon ist das Pacen eine Wissenschaft für sich, da drei Sportarten unter einen Hut zu bringen sind, die sich wechselseitig bedingen. So wie im Leben, eben.

Psychologisches Pacen

Jeder Mensch hat seinen eigenen Herzrhythmus und seine eigene Laufgeschwindigkeit. Interne Prozesse wie Atemrhythmus, Durchblutung der Haut oder Gähnen laufen individuell aufeinander abgestimmt ab. So weit so gut. Weil wir jedoch soziale Wesen sind, brauchen wir eine soziale Gruppe, zu der wir gehören wollen. Auch das Verhalten in der Gruppe wird untereinander abgestimmt. Und das geht viel weiter, als wir kognitiv zu akzeptieren bereit sind. Nachgewiesen ist etwa, dass das Gähnen ansteckend ist. Den Spiegelneuronen sei dank, dass wir mit unserer Lieblingsmannschaft mitfiebern (hier kommt die Weisheit der Sprache zum Vorschein) oder bei einem Film emotional mitgehen.

Ferner imitieren wir das Verhalten anderer. Sobald einer klatscht, klatschen wir mit. Lacht einer, lachen wir auch. Wenn jemand nickt, nicken wir fast automatisch im Gleichtakt. Zumindest ist das in der Regel der Fall. Dadurch sind wir mit der Welt verbunden. Wir gehören dazu. Und wir wollen dazugehören. Beispielsweise als Teil einer Fangruppe erleben wir ein Zusammengehörigkeitsgefühl, eine Gemeinschaft, die emotional so fundamental ist, dass Commercials nicht nur gekauft, sondern stets getragen werden und damit die eigene soziale Identität prägen.

Nicht nur als Fan folgen wir. Wir folgen sehr oft, meistens unbewusst. Wir nutzen den psychologischen Windschatten und lassen uns leiten. Im Windschatten ist es nicht nur körperlich weniger anstrengend, sondern auch psychisch. Als zweiter oder dritter Fahrer im Rudel oder als Mitfahrer im Auto brauche ich mir nicht den Kopf über den richtigen Weg, nicht mal über die Richtung zu zerbrechen. Die Entscheidungen trifft der erste Fahrer. Viel zu spät bemerken wir, dass ein falscher Weg eingeschlagen wurde.

NLP und die Manipulation des Kunden

Die wissenschaftliche Grundlage des NLP darf durchaus angezweifelt werden. Dass sie in Österreich als wissenschaftliche Methode anerkannt ist und in Deutschland nicht, sollte der Forschungsgemeinschaft selbst zu denken geben.

Jedoch ist NLP in der Wirtschaft sehr weit verbreitet. Auch diese Tatsache sollte die Wissenschaft, insbesondere die Wirtschaftswissenschaft aufrufen, sich mit NLP und ihrer Wirksamkeit wissenschaftlich auseinanderzusetzen.

Heute tun wir das im Zusammenhang mit dem Pacing. Wobei das Prinzip des Pacens in der Psychologie schon zuvor gekannt und genutzt wurde. NLP hat es aufgegriffen und auf andere Bereiche angewandt und sehr weit verbreitet.

Pacing im NLP

Das Prinzip des sozialen Spiegelns hat sich das psychologische Pacing zu Nutze gemacht. NLP hat das aufgegriffen und Strategien zur Beeinflussung, etwa im Verkauf, entwickelt. Diese sind recht einfach gestrickt. Je einfacher, desto erfolgreicher. Es muss uns nicht gefallen. Jedoch ist es so.

Pacing im NLP bedeutet sich feinfühlig an bestimmte Verhaltensweisen anderer anzupassen und ihr Modell der Welt scheinbar zu adaptieren. Auf diese Art und Weise gelangt man zum Rapport. Rapport bedeutet im Gleichklang und Gleichschwung mit anderen zu sein und mit Menschen auf ihrem eigenen spezifischen Niveau auf verschiedenen Ebenen zu kommunizieren. Indem sich etwa der Verkäufer auf das Niveau des Kunden begibt und mitschwingt, erzeugt er Sympathie beim Gegenüber und die Bereitschaft mitzuschwingen. Beim wohltuenden Gleichschwung fühlt sich der Kunde wohl und der Verkäufer nutzt dieses, um ihn zu lenken. Damit sollen die Kunden überzeugt werden, weil sie überzeugt werden wollen: vom Produkt, Dienstleistung und vom Preis natürlich. Im Internet wird dieses Prinzip ebenfalls erfolgreich eingesetzt.

Rapport im NLP

Nachdem der Verkäufer sich eine Weile lang dem Kunden angeglichen und den Rapport hergestellt hat, wird zur Führung, dem Leading übergegangen. Das geschieht im Verkaufsladen auch physiologisch: der Verkäufer geht vor, um etwas bestimmtes zu zeigen und der Kunde folgt. Dabei achtet der Verkäufer genau, ob und wie genau der Kunde folgt. Folgt er noch nicht gut genug, so wird nochmals die Pacing-Schleife durchmacht, um genügend Rapport herzustellen und um dann führen zu können.

Leading im NLP

Mit dem Rapport, also dem Gleichschwung, versucht der Verkäufer subtil die Führung der Kommunikation und dadurch die Richtung der Kommunikation zu bestimmen. Leading im NLP bedeutet also, jemanden auf der Basis von Rapport und im Sinne des Leaders zu einem bestimmten Ziel oder Ergebnis -Verkauf – hinzuführen. Das erfolgt in der Praxis nicht immer im Sinne des Win-Win-Prinzips, wie von NLP behauptet wird.

Durch dieses Leading werden Sachen verkauft und Dienstleistungen anschwätzt, die der Kunde nicht haben wollte, aber dennoch hat, weil der Verkäufer es besser zu wissen meinte. Weil der Verkäufer ein bestimmtes Auto loswerden wollte, verkauft er eins mit Schiebedach, obwohl der Kunde kein Schiebedach möchte oder umgekehrt.

Dieses Vorgehen führt sehr wohl zum einseitigen Erfolg. Deshalb wird es auch praktiziert. Zurück bleibt jedoch ein unzufriedener Kunde, der das oder jenes anders haben wollte. Und sich nun jahrelang über das fehlende Schiebedach oder über die Anordnung der Türen in der Küche ärgert.

An alle Küchenverkäufer deshalb in eigener Sache: Nicht der Herd ist die Mitte der Küche, sondern der Koch bildet das ultimative Zentrum der Küche, da wo er steht. Deshalb werden auch die Türen dementsprechend angeordnet und nicht anders. Dies gilt auch in allen anderen Bereichen: Das Cockpit im Auto wird auch nach dem Fahrer zentriert und nicht nach der Mitte des Autos – das ist doch klar. Das muss auch in der Küche gelten. Jedoch bewegt sich der Koch, das gilt es zu berücksichtigen.

Win-Win-Prinzip, aber richtig

Win-Win-Prinzip zielt darauf ab, dass beide beteiligten Parteien einen größtmöglichen Nutzen ziehen. Beide sollen sich nicht nur als Gewinner betrachten können, sondern als Gewinner auch tatsächlich hervorgehen.

Im Gegensatz zu anderen Strategien, die darauf abzielen, nur für sich den maximalen Nutzen zu erzielen, muss hier auch auf die Interessen des Gegenübers eingegangen werden. Das Win-Win-Prinzip geht einher mit Zuhören. Auch mit dem Dienen, so wie es das Wort Dienstleistung verlautet. Und mit dem ehrlichen Ringen nach kreativen Lösungen.

Der Fokus ist auf ein hervorragendes Resultat für beide Seiten gerichtet. Also erinnern Sie sich und Ihre Verkäufer daran, dass Sie nur mit einem nachhaltigen Erfolg langfristig punkten können. Die Kundin soll ein Schiebedach bekommen, wenn sie eins haben möchte. Genau wie der Kunde der Chef und damit die Mitte in seiner Küche bleibt. Basta.

Die Erweiterung des Prinzips zum Win-Win-Win-Prinzip stellt einen langfristigen ökologischen Bezug her. Hier gewinnen nicht nur die beiden beteiligten Parteien, sondern auch die Gesellschaft oder gar Menschheit als Ganzes. Das bitte jedoch nicht nur fein geschrieben in den Statuten, sondern bitte auch umsetzen.

Prinzipien des nachhaltigen Pacings

Pacing ist ein gutes Mittel, um mit sich selbst, mit dem Gegenüber und mit der Gruppe, sogar mit der Welt in positive produktive sowie nachhaltig fortschrittliche Resonanz zu gelangen. Denken wir auch bei der Forschung und Entwicklung, ja der Forschenden Organisation daran, mit sich, der Welt und unserer Zukunft in positive Schwingung zu kommen…

Pacing jedoch als billige Manipulationsmethode zu nutzen, steht keinem gut. Weder der Bücherverkäuferin, die verkündet: „Das Buch hat auch meine Mutter gelesen“ und keine Antwort auf die weiterführenden Fragen hat – redet sie nicht mit ihrer Mutter oder wurde sie da beim billigen Manipulieren erwischt? Noch steht es dem Arzt gut, der da behauptet: „diese Therapie würde ich auch meiner Frau empfehlen“. Will er wirklich mit seinen Patientinnen über die Anamnese seiner Frau sprechen oder ebenfalls nur einfallslos manipulativ werden?

Da das Pacen neben Psychologen, Sozialarbeitern, Verkäufern auch Ärzte, Steuerberater, Rechtsanwälte und und und nutzen, ist das Prinzip schnell abgegriffen. Vor allem, wenn es vom Gegenüber erkannt und hinterfragt wird. Versuchen Sie es selbst, wenn Sie ein Pacen bemerken, einfach in die Tiefe zu gehen. Mal gründlich nachfragen und nicht gleich alles über sich selbst verraten. Da können Sie schnell jemanden aufs Glatteis führen.

Und abschließend eine kleine persönliche Notiz: Erzählen Sie mir bitte nicht, was ich schon weiß, denn das langweilt mich sehr.

Sie doch auch, oder?

Leadership ist auch Pacing

Natürlich bleiben Sie als Führungspersönlichkeit gelassen, auch in stressreichen Situationen. In Konfliktgesprächen sorgen Sie für die nötige Ruhe und Ausgeglichenheit, um an einer Lösung arbeiten zu können. Sie bestimmen die Taktung, die Pace, den Gleichschwung wechselseitig mit und sorgen dafür, dass diese nicht ins Unproduktive rutscht.

Gleichzeitig kümmern Sie auch darum, dass Ihre anvertrauten Mitarbeiter nicht ständig überstrapaziert werden. Sorgen Sie dafür, dass die Nervenfäden nicht seiden werden, …dass starke Stäben wie aus Stahl innerhalb der Gruppe bestehen, dass jeder gehalten und getragen wird… und sich dabei im Gleichklang wohlfühlt.

Analogie zum Vogelflug

Leadership ist mit großen Anstrengungen verbunden, genau wie der Vogelflug. Deshalb wechseln sich die ersten Vögel immer stetig ab. Alle pacen auf die Gruppe abgestimmt. So dass jeder mitkommt. Aber auch derart, dass die Positionen innerhalb der Gruppe leicht gewechselt werden können.

So wird die Last des größten Luftwiderstandes auf viele verteilt. Viele lernen das Führen und das Navigieren und übernehmen Verantwortung. Diese ist dann nicht nur leichter zu tragen. Auch die eine oder andere Krise lässt sich besser bewältigen. Verluste werden verkraftet.

Sie kommen ans Ziel. Überwintern dann.

Sie kommen mit dem richtigen Pacing stärker wieder zurück.

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Onboarding – So setzen Sie früh Standards

Onboarding war schon immer ein vernachlässigtes Pflaster. In Krisenzeiten noch mehr. Machen Sie sich jedoch klar: der erste Eindruck zählt. Wenn schon die Einarbeitung nicht klappt, wer erwartet dann, dass die spätere Zusammenarbeit von Erfolg gekrönt sein wird? Es könnte auch am Unternehmen scheitern. Wie sieht ein gutes Onboarding aus? Was ist zu Corona-Bedingungen außerdem zu beachten?

Onboarding setzt Standards

Seien Sie sich dessen bewusst: Mit dem Onboarding setzen Sie Standards für die künftige Arbeit. Sie können doch nur erwarten, was Sie selbst zu bieten bereit sind.

Checklisten

Checklisten für die Einarbeitung gibt es viele. Diese To-do-Listen müssen um die organisationsspezifischen Gegebenheiten ergänzt werden. Und dann auch erfüllt werden. Ein funktionierender Arbeitsplatz mit sämtlichen notwendigen Zugangsberechtigungen sollte eine Selbstverständlichkeit darstellen. Ist er leider oft nicht.

Vertrauen ausstrahlen, als Identifikationsfigur dienen und Unterstützung bieten sind die obersten Pflichten des Vorgesetzten. Jetzt ist die Zeit sich zu beweisen, auch als Unternehmen.

Fig. 1
Führung in Covid-19-Zeiten Quelle: Nature 2020

Not-to-do beim Onboarding

Not-to-do-Listen können wir auch vielen Firmen empfehlen.

Vorgesetzte sind am ersten Tag nicht da, wenn der neue Mitarbeiter sie am nötigsten braucht. Peers sind unterbesetzt und haben ausgerechnet alle Hände voll zu tun. Von den Kollegen zusammengeklaute gebrauchte Stifte und Textmarker als Geschenk an den neuen Kollegen, kommt sicherlich weder bei den alten wie bei den neuen Mitarbeitern gut an – in der Praxis wird auch diese Onboarding-Methode praktiziert. Aus welchem Grund auch immer. Dass sich dann der neue Kollege nicht willkommen fühlt ist selbstredend. Es liegt die Vermutung nahe, dass auch Angst oder gar Missgunst im Spiel sein könnte. Beobachten Sie auch diese Kleinigkeiten im betrieblichen Alltag. Beziehen Sie die Peers in die Einarbeitung frühzeitig, dass heißt lange vor dem eigentlichen Arbeistbeginn mit ein.

Ruhe ausstrahlen

In den ersten Tagen sollten Sie dann erst einmal Ruhe reinbringen. Stellen Sie die Kräfte vor. Das ist auch digital möglich. Beachten Sie die Aufnahmefähigkeit des neuen Mitarbeiters. Weniger ist da oft mehr. Zu wenig ist jedoch überhaupt nicht gut.

Lassen Sie dem neuen Mitarbeiter genügend Zeit sich einen Überblick zu verschaffen. Blöde Fragen gibt es nicht. Die blödesten Fragen wurden nie gestellt und führen später zu vermeidbaren Fehlern und folglich zu Kosten.

Sicherheiten bieten

Aus Unternehmenssicht ist es auch nicht klug zu verheißen, dass Sie das Problem selbst nicht gelöst bekommen. Wenn Sie feststellen: „Deshalb haben wir Sie eingestellt“, klingt dieses nach eigenem Versagen, mehr nicht. Dieser Satz fällt in der Praxis öfter als Sie denken.

Neu anzufangen bedeutet zwangsläufig immer auch Unsicherheit bewältigen zu müssen. Bieten Sie deshalb Sicherheit so gut Sie nur können an. Das zahlt sich langfristig aus.

Digitales Onboarding

Wie kann Onboarding nun effektiv klappen? Für das digitale Einarbeiten reicht die nun gute alte E-Mail bestimmt nicht aus. Beachten Sie, dass auch die persönlichen Begegnungen nicht zu kurz kommen.

Verantwortung teilen

Die Verantwortung für das erfolgreiche Einarbeiten sollte auf mindestens zwei Personen verteilt sein. Ein Buddy reicht nicht aus. Es dürfen jedoch nicht zu viele, also nicht mehr als vier Verantwortliche benannt werden. Dann fühlt sich keiner verantwortlich und jeder hat Wichtigeres zu tun. Hier liegt ein weiterer Faktor: stellen Sie die Wichtigkeit heraus. Der Erfolg des neuen Mitarbeiters muss dann auch zum Erfolg des Einarbeitenden werden. Sonst fühlen sich die alten Hasen zurecht hinters Licht geführt.

Gratifizierung

Vergessen Sie nicht die zusätzliche Arbeit zu gratifizieren. Diese extra Leistung ist nicht selbstverständlich. Machen Sie bewusst, dass die Organisation nur mit geteiltem Wissen vorankommt. Deshalb ist es Ihre Pflicht, ein Klima zu schaffen, in dem neue Mitarbeiter herzlich aufgenommen werden und das Wissen geteilt wird. So wird dem neune Mitarbeiter ersichtlich, dass er bei einem guten Arbeitgeber arbeitet.

Ein Blumenstrauß für die neuen und alten Mitarbeiter für den Schreibtisch wäre eine Idee. Vielleicht ist ein neuer Stuhl oder gar ein höhenverstellbarer Schreibtisch drin. So sorgen Sie gleichzeitig der Ermüdung vor. Der Schreibtisch bleibt auch als Symbol der guten Einarbeitung stehen. So sehen die Mitarbeiter täglich den Ertrag der zusätzlich erbrachten Leistung. Wer Bestes will, muss auch Bestes bieten – am erfolgreichsten von Anfang an.

So kann ein gemeinsamer Wachstumsprozess entfacht werden. Bedenken Sie dabei, dass das exponentielle Wachstum sehr lagsam beginnt. Aber dann, aber dann…

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Genialität mit genialer Empfehlung – Tun Sie was…

Genialität entstehen lassen, wie soll das gehen? Welche Bedingungen müssen vorliegen, damit geniale Personlichkeiten erkannt, anzogen und entwickelt werden können? Hier merken Sie vielleicht schon: Geniale Persönlichkeiten werden nicht entwickelt. Sie benötigen nur den nötigen Freiraum, sich selbst entwickeln zu können. Schauen wir jedoch uns zuvor die wichtigen Weichen im Leben eines Genies an. Davor fragen wir uns was Genialität überhaupt ist.

Genialität – was kann das sein?

Unter Genialität verstehen wir eine überdurchschnittliche Intelligenz, Neugier, Phantasie, Inspirationsfähikeit, Kreativität verbunden mit einer ausgeprägten Beharrlichkeit, die zu einer außergewöhnlichen Produktivität führt.

Geniale Persönlichkeiten gibt und gab es viele. Von Einstein über Mozart über Dalí bis hin zu… Jeder hat seine Genies, die er bewundert. Die einen selbst inspirieren.

Geniale Ideen sind solche Ideen, die zuvor keiner hatte. Daher stoßen diese Ideen nicht sofort auf Zustimmung. „Das haben wir noch nie so gemacht“, „das geht nicht“, „das ist unmöglich“, hier wird schnell ersichtlich, warum Beharrlichkeit und Audauer so zwingend notwendig sind. Genies werden nicht verstanden – das müssen Genies verstehen.

Die Kunst sein eigenes Ding zu machen, bedeutet auch dranbleiben, sich nicht ablenken lassen und seinen Überzeugungen treu bleiben. In Anlehnung an Gandhi formuliert: „Zuerst ignorieren sie dich, dann bekämpfen…“ am Ende siegt die geniale Idee. Hoffentlich.

Geniale Erziehung

Lassen wir das Genie unter den Genies, Albert Einstein, persönlich zu Wort kommen:

Mein lieber Albert,

[…] Ich bin sehr glücklich darüber, dass Du Freude an dem Klavier findest. Das und Tischlerarbeiten sind meiner Meinung nach die besten Beschäftigungen in deinem Alter, sogar besser als Schule. Denn dies sind die Dinge, die zu einem jungen Menschen wie Dir sehr gut passen. Spiele hauptsächlich die Stücke auf dem Klavier, die Dir gefallen, auch wenn der Lehrer sie Dir nicht aufträgt. Auf diese Weise wirst Du am meisten lernen — wenn Du etwas mit so viel Freude tust, dass Du nicht bemerkst, wie die Zeit vergeht. Ich bin manchmal so in meine Arbeit vertieft, dass ich das Mittagessen vergesse. […], Albert Einstein an seinen 11.jährigen Sohn, zitiert vom Businss Insider.

Keinen, auch Auszubildende nicht, zu Objekten degradieren, sondern als Subjekte anerkennen und fördern, das fordern Neurowissenschaftler wie beispielsweise Gerald Hüther.

Wir kennen den Pawlowschen Hund, der abgerichtet ist, um den Zielen seines Herrchens zu entsprechen. Wenn wir das Bildungssystem, einschließlich des betrieblichen, nach diesem Abbild gestalten, dann können wir kaum mehr als Pawlowsche Verhaltensweisen generieren. Das reicht nicht mehr. Und es wird sicherlich in der Zukunft noch weniger genügen. Dazu bedarf es keiner großen Antizipationsfähigkeit. Das Scheitern ist vorprogrammiert. Das Unglück auch.

Entfalten und sich entfalten lassen, lautet daher die wichtige Maxime. Bewusstheit üben. Bewusstheit bedeutet, sich seiner eigenen Würde bewusst werden. Liebevoll mit sich selbst und anderen umgehen. Sich in die Vielfalt des Lebendigen verlieben. Offen und neugierig für Inspiration sein. Intuition kultivieren. Sich Zeit nehmen für die eigenen Interessen, Begabungen und Talente. Der Phantasie freien Lauf lassen.

Möglicherweise ist das Geniale des Menschen ihr wahres Wesen. Sie sind versucherisch, experimentell und erforschend. Von Anfang an.

Im Erschaffungsmodus können wir das beste aller möglichen Ich´s werden.

Produktivität der Genies

Die Produktivität der Genies ist nicht normal verteilt, sondern weit rechtsverschoben in der Gaus´schen Normalverteilung. Genies leisten mehr, weil sie einfach Spaß an ihrer eigenen Leistung haben.

Denken wir da einfach mal an Pablo Picasso mit seinen unzähligen Werken, einschließlich der kreativ unterschriebenen Checks, die deshalb nie eingelöst wurden. Oder an Leonardo da Vinci mit all seinen Leidenschaften und Erfindungen.

Derzeit werden wir mit wissenschaftlichen Publikationen fast erschlagen. Zum Teil liegt das daran, dass Wissenschaft quantitativ und nicht qualitativ viel zu oft gemessen wird. Was wir nicht verstehen, entzieht sich unserer Urteilskraft. Einstein brauchte unheimlich lange für seine Allgemeine Realitivitätstheorie (ART). Verstehen und beurteilen konnten die anderen Wissenschaftler die ART lange nicht.

Forschende Organisation versus Lernende Organisation

„Darin ist jedermann einig, daß Genie dem Nachahmungsgeiste gänzlich entgegen zu setzen sei. Da nun Lernen nichts als Nachahmen ist, so kann die größte Fähikeit, Gelehrigkeit (Kapazität), als Gelehrigkeit, doch nicht für Genie gelten“, stellte Immanuel Kant in der „Kritik der Urteilskraft“, A 181/ B 183 bereits heraus.

Hier wird der Kern des Unterschiedes von der Lernenden und Forschenden Organisation fundamental deutlich.

Ein gutes Gedächnis offenbart noch kein Genialität. Ein Wörterbuch ist auch keine Literatur. Heutzutage, dank Inter- und Intranet benötigen wir das Gedächnis noch erheblich weniger. Die Kraft, die Neues schafft, ist gefragter denn je.

Genialität kultivieren

Seien wir mal ehrlich: Auf welches Profil in ihrem Unternehmen würde Einstein passen? Würden Sie Dalí die Gestaltung Ihrer Internetpräsenz anvertrauen? Zeitlich gesehen ist beides unmöglich. Jedoch erkennen wir hieran, zu welchen Gedankenkostrukten Menschen fähig sind. Und wir propagieren: Bitte nicht nur zu Gedankenkonstrukten!

Wenn wir jedoch vorab in unserem Mindset zu eng festgelegt sind, dann bleiben uns die wahren Schätze der (zukünftigen) Mitarbeiter verborgen.

Die zentrale Frage lautet daher: Was brauchten Menschen, damit es ihnen so gut geht, dass Sie ihrer Neugier freien Lauf lassen können? In den Flow kommen. Dass sie erschaffen.

Forschende Organisationen brauchen Menschen, die nicht nur rechnen können, sondern auch die dazugehörigen Programme schreiben können, die rechnen können…
Diese Unternehmen benötigen nicht nur Menschen, die schreiben können. Ferner benötigen sie Programme, die den Prozess so gestalten, dass kein Unsinn dabei herauskommt.
Auch am Anfang des kreativen Prozesses in den Zeichentrickanimation stehen Menschen, die mit ihren Händen etwas besonderes zeichnen. Diese Zeichnungen werden dann digital weiterverarbeitet. Kreativität wird deshalb immer Mangelware bleiben.

„Das geht nicht“, gibt es nicht. Es gibt schon viel mehr, als wir zu akzeptieren bereit sind. Es gibt all diese Programme und die Menschen mit diesen Skills. Sie müssen sie nur wollen. Dann werden Sie diese auch finden.

Die Pull-Technik ist jedoch viel besser. Gestalten Sie Ihre Organisation so, dass Menschen mit einem forschend agilen Mindset am liebsten in Ihrer Organisation arbeiten wollen.

„Vielleicht versteht nur der Genius den Genius ganz“, stellte Robert Schumann heraus.

Möglicherweise müssen wir nur verstehen, dass wir nicht verstehen.

Wissen, dass wir nicht wissen.

Danach zuhören, überlegen und feststellen:

da könnte was dran sein…

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Hürde für Hürde zur Forschenden Organisation nehmen

Forschende Organisation finden Sie toll. Doch in Ihrer Organisation geht das ganz und gar nicht. Viele Mitarbeiter sind schon mit der Lernenden Organisation überfordert… Die Idee lässt Sie jedoch nicht los. Was ist nun der Casus knacktus? Finanzielle Mittel stellen in der Regel keine Hürde für die Forschende Organisation dar. Denn diese fließen einfach, wenn das Fundament richtig gelegt wurde. Es ist vielmehr eine Frage des kollektiven Mindsets – der Organisationskultur.

Selbstorganisierten Teams, die forschend neue Lösungen generieren, stehen Hürden im Weg. In Anlehnung an den Hürdenlauf schauen wir uns diese genauer an.

1. Hürde: Chronische Fixierung auf Kurzfristziele und -kosten

Forschende Haltung bedingt einer langfristigen Zeitorientierung. Bahnbrechende Entdeckungen werden nicht im Quartalsmodus erbracht. Daher ist diese Ausrichtung Gift für die forschende Geisteshaltung. Sie erzeugt Druck. Druck führt eher zur Lähmung als zu Spitzenleistungen.

2. Hürde: Olympischer Teamgeist fehlt

Ganz oben in der Unternehmensleitung fehlt mitunter dieser Spirit: wir sind ein Team. Wir siegen zusammen. Manchmal verlieren auch zusammen. Aber wir ziehen gemeinsam die Karre aus dem Dreck. Dabei dient die Unternehmensleitung auch in dieser Beziehung als Vorbild. Seien Sie sich dessen bewusst.

3. Hürde: Laterale Zusammenarbeit funktioniert nicht

Jeder gegen jeden: dieses Prinzip gilt vor allem zwischen den Unternehmenseinheiten, wie Abteilungen oder unterschiedlichen Ressorts. Liegt in der Natur der Sache: wenn die Erfolge gegeneinander aufgerechnet werden, dann darf das keinen wundern.

4. Hürde: kein Teamspirit innerhalb der Einheiten

Auch innerhalb der Abteilungen, der Teams wird vielfach mehr gegeneinander als miteinander gearbeitet. Gemeinsame Entwicklungen scheitern zuerst an Gratifikationen, die Manch einer allein einstreichen möchte. Gegenseitiges Anschwärzen nicht nur beim Vorgesetzten, sondern auch unternehmensweit, ist weiterverbreitet, als die Unternehmensführung zu ahnen bereit ist.

5. Führungselite denunzieren

Das, was keinesfalls sein darf, ist jedoch vielerorts an der Tagesordnung. Seien Sie nicht blind auf diesem Fleck. Keine, wirklich keine fachliche Leistung, kann die Integrität eines Mitarbeiters überstrahlen.

An der Tagesordnung sind jedoch solche Sätze: „Die Chefin hat das Personalkapitel falsch berechnet. Sie kann das auch nicht. Einen Zuschlag hat sie selbst auch nie erhalten…“ Der blanke Horror, hundertfach wiederholt, dem keiner ein Ende setzt. Warum bloß?

Schlimm ist nicht, dass es dieses Verhalten gibt. Schlimm ist nur, dass es geduldet wird. Da fehlt die Selbstachtung und Selbstliebe sich selbst gegenüber – als Unternehmensleitung.

6. Hürde: Risikobereitschaft ist nicht vorhanden

Fehler und Pannen zu vermeiden ist der vorherrschende Status. Hauptsache es funktioniert. Die Ansprüche sind niedrig. Jedoch: Wer nicht wagt, der kann nicht gewinnen. Auf langfristige Sicht ganz bestimmt.

7. Hürde: Unentbehrlichkeit schützt in Krisensituationen

Sich selbst unentbehrlich machen, lautet oftmals die oberste Maxime. Um in Notsituationen selbst nicht gekündigt zu werden, entstehen die sonderbarsten ungeschriebenen Gesetze. Deshalb wird niemand entwickelt, der besser werden könnte als man selbst. Neue Ideen sind fehl am Platz. Genies werden als potenzielle Gefahren von Anfang an ausgeräumt. „Es sind keine guten Mitarbeiter am Markt vorhanden“ heißt übersetzt: „Ich finde keine.“ Das kann verschiedene Ursachen haben. Wenn jedoch eine Führungskraft keine finden will, wird sie auch nie welche finden.

8. Hürde: Territorien aufbauen

Territorien entstehen dort, wo sie am wenigsten gebraucht werden. Innerhalb der Teams entstehen unüberwindbare Grenzen. Das geschieht beispielsweise durch exklusive Außenbeziehungen. Diese werden durch terrierartiges Verhalten aufrechterhalten und verteidigt. Deshalb sind auch Drohungen an der Tagesordnung. Moralisches Bissverhalten hilft jedoch keinem wirklich – erst recht nicht in der Not.

9. Leistungskennziffern erfüllen – mehr nicht

Finanzielle Erfolge machen satt. Sie gaukeln eine zufriedenstellende Wirklichkeit vor, die keine gute ist. Wenn Menschen aus Leitungsfunktionen freiwillig ausscheiden, um „nichts“ zu tun, sollte das ein erster Warnschuss sein. Gestaltungswille kann auch hier nicht erkauft werden. Weiteres Zeichen, um aufzuwachen, sind die mittleren Führungsetagen, die „Dienst nach Vorschrift“ oder besser „Dienst nach Zahlen“ absolvieren. „Malen nach Zahlen“ hat jedoch nichts mit Kreativität zu tun. „Dienst nach Zahlen“ ebenso wenig.

10. Depressionen statt Gestaltungsfreude

„Burnout“ und Depressionen machen sich breit. Leider ist dieses keinesfalls nur ein finanzielles Desaster. Vielmehr kämpft nicht nur das mittlere Management nach allen Seiten. Fataler Weise fühlen sich viele mehr zermürbt, als dass sie Gestaltungsfreude ausstrahlen.

Hindernisse überwinden

Schade, denn die Tätigkeit an sich könnte so viel Freude bereiten, wenn nur nicht diese Hürden wären. Neugier, Gestaltungsfreude funktionieren definitiv anders.

Jedoch sind diese Hürden nicht unüberwindbar. Ähnlich dem Hürdenlauf können Sie sich die richtige Technik einfach aneignen, trainieren und umsetzen.

Wenn Sie Ihr Unternehmen, hier und da wiedererkennen, scheuen Sie sich nicht einen Experten zu engagieren. Dieser kann Ihnen sicherlich hier und da auf die Sprünge helfen.

Mit der richtigen Organisationsentwicklungstechnik ist das viel einfacher als Sie denken. Forschend agierende Teams sind fasziniert von ihrer Tätigkeit. Sie sind einfach nur dankbar. Für die eigene Entfaltung, für das tolle Team, die inspirierende Umgebung und stolz ein Teil der Organisation zu sein.

Forschende Organisationen strahlen einen unverwechselbar genialen Spirit aus – nach innen und nach außen.

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Organisationsentwicklung

Nichtstun – die am meisten unterschätzte Maßnahme?

Was passiert eigentlich wenn die relativ frisch gekrönte CEO schwanger wird? Als Unternehmensinhaberin zieht sie sich für etwa 12 Monate aus dem strategischen und operativen Geschäft zurück. Nichtstun ist angesagt. Zuvor belegt sie die wichtigsten Positionen mit erfahrenen, klugen und dennoch hungrigen Leuten. Und nun?

Bevor wir auf diese Thematik eingehen, schauen wir uns zuvor die Basics, das heißt die wichtigsten Aufgaben der Unternehmensführung an.

Wandlungsfähigkeit ausbauen

Unternehmen unterliegen einem ständigen Wandel. Daher gibt es keinen erstrebenswerten Endzustand. Jede Bestandsaufnahme ist deshalb stets eine Momentaufnahme.

Selbst Krisen gehören dazu. Diese sind zwar lästig. Jedoch treiben Krisen notwendige Veränderungen voran. Darum sollten wir den Wert der Krisen für die Entwicklung nicht unterschätzen. Krisen sind zum Wachsen da. Sie bieten die Chance auf einen Neuanfang.

Eintönigkeit ist der Entwicklung ganz wenig förderlich. Und das ist sehr milde formuliert. Vielfalt lässt nicht nur Ideen sprießen. Sie lässt diese gedeihen und räumt diverse Stolpersteine aus dem Weg.

Vielfalt entsteht nicht nur durch erfahrene Manager, sondern durch das eng verzahnte Miteinander verschiedenster Gruppen: unterschiedliche Organisationen, Unternehmensteile, Hierarchiestufen, Geschlechter, Alter, Kulturen, Überzeugungen…

Im Wald gehört sogar Totholz dazu.

Organisationen sind unterschiedlich

Nicht nur die Eigentumsverhältinisse und damit die zentralen Entscheidungsbefugnisse unterscheiden sich enorm. Auch die Zielfunktionen sind divergent. Sie klingen jedoch oft konträrer als sie sind: Sowohl Profit- als auch Nonprofit-Organisationen benötigen Kapital. Dennoch ist ihre Ausrichtung sehr divers. Das darf nicht unterschätzt werden. Gleichwohl gibt es Organisationsentwicklungstechniken, die von allen beachtet werden sollten. Jede auf ihre eigene Art.

Aufräumarbeiten verursachen immer auch Schäden. Strukturen gehen verloren. Verletzungen müssen geheilt werden. Wichtige Teile, die unersetzbar waren, müssen ersetzt werden.

Widerstandsfähigkeit entsteht durch Selbstorganisation. Einfach mal machen lassen. Vielfältige Systeme, die selbstorganisiet arbeiten, sind besonders stabile Systeme. Sie reagieren sehr schnell auf veränderte Bedingungen. Sie können auf diese Art Krisen am besten meistern.

Produktives Nichtstun

Einfach mal eine Zeit lang nichts tun – das ist die am meisten unterschätzte Maßnahme.

Dabei

zuschauen,

zuhören,

reflektieren und

Vielfalt fördern.

Ich weiß, dieses klingt einfacher als es ist. Und garantiert werden die falschen Personen diese Empfehlung beherzigen. So ist das nun mal.

Sollten Sie jedoch eine immense Angst vor dem Nichtstun verspüren, dann führt Ihr Weg nur durch diese Angst hindurch.

Übrigens hat die CEO in der Zeit des „Nichtstuns“ vielleicht das Produktivste für das Familienunternehmen überhaupt geschaffen. Sie hat die potentiell zukünftige Unternehmensnachfolgerin zur Welt gebracht und sie in ihren ersten Atemzügen begleitet. Aber das ist eine andere wundervolle Geschichte und darf keinesfalls auf die bloße Reproduktion reduziert werden.

Und so schließen wir mit Goethes Worten:

„Zeit, die wir uns nehmen, ist die Zeit, die uns etwas gibt.“

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Allgemein Organisationsentwicklung

50 Shades of Grey-Blue – the Art of Oraganization

Die oben angedeutet zitierte Story hätte auch ganz anders verlaufen können. Unsere Versinon ist kurz und knapp erzählt:

Er: „Ich bin ein Sadist.“ Sie: „Nein, danke.“ Ende.

Das wäre jedoch kein Bestseller und erst recht kein Kinofilm geworden. Zurück bleiben wir mit der Gewissheit, dass eine finanzielle Absicherung verbunden mit einer Traumhochzeit kein „Happy End“ darstellen. Unsere Lebenserfahrung flüstert uns zu: für beide Protagonisten nicht. Kurzfristige Glückserlebnisse verheißen keinen Lebenssinn, verdrehen jedoch vielen den Kopf.

Lange Abende verführen manchmal zum Glotzen. Machen wir das beste draus und reflektieren ein wenig. Der Name „Grey“ ist gut gewählt. Die Welt des reichen Herren ist grau. Erinnert fühlen wir uns an die „grauen Herren“ aus Michael Endes Roman „Momo“, 1973. Michael Ende beschreibt darin die Wirkung der grauen Eminenz vorzüglich. Deren Konsequenzen führt uns Michael Ende bestmöglich vor die Augen: die grauen Herren sind die Diebe unserer Zeit. Wenn wir Zeit als Lebenszeit interpretieren, dann berauben die grauen Herren uns unserer Lebendigkeit. Eine graue Welt bleibt grau, auch wenn sie in fünfzig Facetten beleuchtet wird.

Schwarz-Weiß-Erfolgshype

Auch ein binäres Denken – gut oder schlecht – macht es nicht besser. Da sind wir nur die schlechteren Maschinen. Schwarz-weiß-Malerei verkennt die bunte Schönheit des Lebens. Wenn ich mich nur auf einen Aspekt fokussiere, komme ich vielleicht ganz gut ans Ziel. Gleichzeitig vernachlässige ich die anderen Facetten. Das rächt sich, früher oder später. In Krisen gerne früher.

Kunstwerk besteht aus einer bunten Vielfalt

Das Leben ist bunt. In der Betriebswissenschaft hat es bereits etabliert. Es gehört nun auch in der Wirtschaft zum guten Ton. Sich nicht ausschließlich an Shareholder-Value zu orientieren, sondern auch die Stakeholder-Value mit einzubeziehen. Auf die ganz lange Sicht verbinden sich die Ökonomie mit der Ökologie sogar. Das gemeinsame Wortbestandteil „Öko“ lässt es erahnen. Im vergangenen Jahrtausend waren beide Begriffe jedoch so weit voneinander entfernt wie Astronomie von der Astrologie es heute noch sind. Ökonomie und Ökologie gehören jedoch untrennbar zusammen. Astronomie und Astrologie haben jecoch vernachlässigbar wenig miteinander zu tun.

Egoismus und Hedonismus als zu ergänzende Wirtschaftsleitlinien

Der früher herrschende Fortschrittsglaube, dass Reichtum und Komfort schrankenlos glücklich mache, wurde ganz gut von Erich Fromm in seinem späten Werk „Haben und Sein“ auseinandergepflückt. Schauen wir uns es etwas genauer an. Fromm nimmt sich die systemimmanente ökonomische Wiedersprüche vor. Er stellt heraus, dass „Vergnügen im Sinne der Begierden nicht das Ziel des Lebens sein kann. Denn auf solche Lust folgt zwangsläufig die Unlust“(Seite 16).

Fromms Forderungen

Einen „fundamentalen Wandel der menschlichen Grundwerte, Einstellungen und Charakterorientierung im Sinne einer neuen Ethik, verbunden mit einer anderen Einstellung zur Natur“ fordert daher Fromm (S.22).

Erfolg bedeutet für Fromm seinem Leben Sinn zu geben und dabei Seelenruhe zu finden. Auch wenn wir das Wort Seele aus unserem Sprachschatz verbannt haben, so suchen wir mehr denn je psychische Balance, Ausgeglichenheit oder Work-Life-Balance.

„Unsere Aufgabe ist es, eine gesunde Wirtschaft für gesunde Menschen zu schaffen“, stellt Fromm abschließend heraus (S.215). Das stellt sich Fromm unter anderem derart vor:

  • Ausrichtung der Produktion auf einen gesunden und vernünftigen Konsum. (S.215)
  • humanistisches Management (S.226)
  • Schließung der Kluft zwischen armen und reichen Nationen (S.230)
  • Garantie eines jährlichen Mindesteinkommens (S. 231)
  • Gleichstellung der Frau (S. 233)

Zur Gleichstellung führt Fromm (S.233f) aus:

„Der Krieg zwischen den Geschlechtern ist .. alt …, aber er hat komplizierte Formen angenommen, da Männer die Frauen nicht nur als Arbeitstiere brauchten, sondern als Mütter, Geliebte und Trostspenderinnen. Oft tritt der Geschlechterkampf offen und brutal zutage, häufiger wird er im Verborgenen ausgetragen. Die Frauen mussten sich der Macht der Männer beugen, aber sie haben mit ihren eigenen Waffen zurückgeschlagen; ihre schärfste Waffe war, die Männer lächerlich zu machen. Die Unterjochung der einen Hälfte der Menschheit durch die andere hat beiden Geschlechtern immensen Schaden zugefügt und tut dies weiterhin“.

Kunstwerk: Organisationsentwicklung

Fromms Forderungen aus dem Jahr 1976 geben Denkimpulse, die aktueller denn je sind.

Gleichbehandlung, weiter betrachtet als ausschließlich auf der monetären Ebene, bringt die Gesellschaft und die Organisationen wirklich voran. Frauen in der Unternehmensführung bringen viele Aspekte auf den Tisch, für die die Unternehmen zuvor blind waren.

Erfolg muss wesentlich facettenreicher betrachtet werden, sonst droht der Sinn abhanden zu kommen.

Die Lektüre könnte dabei helfen. Erich Fromms „Haben und Sein“ können wir uneingeschränkt empfehlen. Persönlich habe ich es mehrmals gelesen. Dabei meine ich mit lesen, auch das kritische Auseinandersetzen mit den Gedankengängen, die ich nicht alle unterschreiben würde.

Kunstwerk Lesen

Das Lesen als Skill sollten wir uns ohnehin nicht abtrainieren, sondern verfeinern.

„Wann haben Sie sich das letzte Mal Gedanken darüber gemacht, wie Sie ein Buch besser lesen können? Wie sie regelmäßiger lesen, das Wissen besser behalten und vor allem, wie Sie Dinge aus einem Buch umsetzen können?“, fragt Dennis Fischer in der Handelsblattkolumne: Auf ein Buch „Warum man oft noch wie ein siebenjähriges Kind liest.“

Reflektiertes Lesen ist eine Kernkompetenz. Oft wird diese nie erworben oder geht im Stress des Alltags verloren. Doch ohne die innere Stille und Zurückgezogenheit, mit oder ohne einem Buch, geht der Sinn verloren, wenn dieser überhaupt jemals zuvor gefunden worden war. Nur das reflektierte Lesen lässt in unserem Kopf ein Kunstwerk entstehen.

Aus jahrelanger Erfahrung als Unternehmensberater beklagt Dieter Lange , dass der Sinn des Unternehmens selbst den Verantwortlichen oft nicht klar ist. Der Kontext, der übergreifende Handlungsrahmen, der Overarching Purpose fehle in fast allen Unternehmen.

Schaffen Sie Mehrwert, indem Sie im Unternehmen Dinge und Leistungen erschaffen, die mehr Wert sind. Wenn Sie dieses tun, leuchten Sie. Da, wo Licht brennt, versammeln sich Menschen. Rahmen Sie dann Ihr Tun ein und es ist ein Kunstwerk – Ihr Kunstwerk.

The Art of Organisation

Unternehmen zu führen, organisieren, andere verzaubern oder einfach nur machen, kann auch als arbeiten an einem Kunstwerk verstanden werden. Schöpfen Sie Ihre Kunstwerke selbst.

Der erste Schritt ist, den Sinn zu suchen und zu finden. – Wofür soll das Kunstwerk stehen?

Dann die Farbnuancen des Kunstwerks bestimmen. Dabei sind nicht ausschließlich gelb, rot, grün oder blau gemeint. Grau-blau ist eine mögliche Farbkombination. Vielleicht gefällt Ihnen jedoch rot-silber-gold besser. Sie bestimmern die Farben Ihrer Kunstwerke selbst.

Wie soll sich Ihr Kunstwerk in der Umgebung einfügen? Edel strahlen oder mimosenhaft unerkannt ihr Dasein fristen?

Setzen Sie Ihre Krativiät in verschiedenen Genren ein. Gestalten, schreiben, malen, sportlich ein Kunstwerk vollbringen oder gar einen Film drehen, vielleicht nur in Ihrem Kopf…

…und schon bald lässt sich Ihre Version der Shades-Story erzählen.

Für Ihr Kopfkino heißt es nun:

Film ab!

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Antizipationsfähigkeit – zukünftige Entwicklungen vorwegnehmen

„Er fühlt nicht, was heute cool ist, er fühlt, was cool sein wird“, stellte Pamela Kerwin über Steve Jobs heraus. Herausragend dabei ist, dass die Antizipationsfähigkeit nicht nur auf Faken zielt. Vielmehr sind die Emotionen mindestens ebenbürtig. Wenn wir eine dritte Dimension hinzunehmen, beleuchten wir die Antizipationsfähigkeit erst richtig.

Antizipationsfähigkeit im Sport

Die Sportart ist egal, ob Fechten oder welche Mannschaftssportart auch immer. Wenn die Taktik des Gegners durchschaut wird, dann ist dieses Spiel mehr als halb gewonnen. Deshalb wird alles unternommen, dass der eigene Zug unkalkulierbar bleibt. Der Torwart darf nicht schon vorab die richtige Ecke ahnen. Das Spiel ist zum großen Teil ein Psychospiel.

„Mit den Jahren merkst du, dass du nicht so viel laufen musst, wenn du das Spiel gut liest und die Gegner durchschaust“, führt Hilton die Vorteile der Antizipationsfähikgeit aus. „Einen Lionel Messi kannst du nicht stoppen, auch wenn du weißt, was er machen wird. Aber die übrigen Fußballspieler sind sterblich, und die Anzahl ihrer Spielzüge ist begrenzt. Wenn du so alt bist wie ich, hast du sie alle schon mal gesehen“, eklärt Hilton, der älteste Feldspieler der fünf großen Fußballligen Europas. Gleichzeitig zeigt er auch die Grenzen auf.

Antizipationsfähigkeit im Business

„Kenne die Pläne deiner Chefs genau. So kannst du antizipieren, wo sich in Kürze neue Optionen auftun werden, zum Beispiel durch die Eröffnung eines neuen Standortes oder die Expansion in ein neues Marktsegment. Dann kannst du dich nicht nur auf entsprechende Veränderungen vorbereiten, sondern auch dein Timing exakt abstimmen: Hast du „zufällig“ Ressourcen frei, wenn das neue Projekt gestartet wird, ist es umso wahrscheinlicher, dass dir der Hut dafür aufgesetzt wird“, lautet die Empfehlung von t3n.

Reicht das?

Viel besser ist jedoch selbst neue Optionen zu erkennen. Schlagen Sie selbst vor, wo sich ein neuer Standort, ein neues Produkt oder eine Dienstleistung anbieten würde. Machen Sie selbst Vorschläge zur Expansion. Neue Marktsegmente zu erkennen, ist auch bloß eine Übungssache. Sehen Sie, was andere noch nicht sehen.

Verstehen Sie, was andere noch nicht verstehen.

Wissen Sie, was andere noch nicht wissen.

Fühlen Sie, was andere noch nicht fühlen.

…und die Welt wird Ihnen gehören!

Antizipation als Skill

Auch bei der Antizipation heißt es üben, üben, üben.

Besser jedoch: üben, reflektieren, üben…

Genau wie wir beim Autofahren nicht ohne diese Fähigkeit auskommen, brauchen wir diese auch in allen anderen Lebensbereichen. Doch nicht nur alle Lebensbereiche sind wichtig. Auch allen neuronalen Funktionen sollen wir Beachtung schenken. Wir kennen drei Funktionen: kogintive, affektive und konative Ausrichtung.

Kognitive Antizipation

Vor allem im Business ist es wichtig hervorzuheben, dass Zahlen nicht die ganze Wirklichkeit abbilden. Daten und Fakten bieten bloß eine Form der Zuknftstausrichtung. Diese kognitive Antizipation ist eine Möglichkeit der Vorwegnahme des Geschehens.

Affektive Antizipation

Eine weitere Dimension ist die affektive Ausrichtung. Diese bezieht sich auf die emotionale Zukunftsgerichtetheit. Steve Jobs wusste, was cool sein wird.
Wissen Sie das auch?

Konative Antizipation

Die konative Ausrichtung bietet die beste zukünftige Orientierung.
Welches werden die zukünftigen Leitlinien sein?
Was wird am Markt wirklich zählen?
Wonach werden die Menschen streben?

Harte Nüsse knacken

Bereiten Ihnen diese Fragen mehr Sorge als Freude?

Einfach geht anders. Das wissen wir auch. Jedoch darf das nicht unser Anspruch sein.
Anspruch der Forschenden Organisation lässt sich folgendermaßen zusammenfassen:

Zuversichtlich die beste Entwicklung aktiv ansteuern, jedoch auf das schlechteste Szenario vorbereitet sein.

Hope for the best, be prepared for the worst.

Das war gestern. Heute forcieren wir:

Explore the best, be prepared for the worst.

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Allgemein Forschende Organisation Organisationsentwicklung

Forschungsweltmeister werden – uneinholbar erfolgreich

Forschungsweltmeister sind derzeit Amazon und Alphabet, berechnet nicht nach ihren absoluten, sondern nach ihren anteiligen Forschungsausgaben. Diese Unternehmen machen es uns vor. Mit der unabdingbaren Forschungsausrichtung ihres Unternehmens werden Sie scheinbar uneinholbar erfolgreich. Nicht nur monetär auch kognitiv.

Forschungsanstrengungen unternehmen

Forschungstätigkeit ist weder ausschließlich den Universitäten noch den großen global Playern vorbehalten. Um langfristig am Markt bestehen zu können, sind solide Forschungsanstrengungen notwendig.

Forschungsweltmeister sehen Forschung als Kernaufgabe

Forschung als Kernaufgabe sehen daher mehr als ein Dutzend Tochterunternehmen von Alphabet. Diese werden laut Handelsblatt mit den Gewinnen von Google finanziert. Geheimnisumwittert ist hierbei die Abteilung X. Medizin, Künstiliche Intelligenz, Verkehrstechnik sowie Drohnen stellen die wichtigsten zukünftigen Standbeine dar.

Forschungsweltmeister zu sein bedeutet vor alllem Erfindergeist aufzubringen. Dieser spiegelt sich auch in der KI wieder. Hierfür haben sich China und USA die Mehrzahl der Patente gesichert. Die ultimaltive Frage lautet deshalb: Wo wollen wir uns langfristig positionieren? Als Europa, als deutschsprachiger Raum, als einzelne Organisation?

Forschungsweltmeister leben von ihrem Mindset

Die anteilmäßigen Ausgaben so zu erhöhen, dass unser Unternehmen Weltmeister wird – das können wir uns nicht leisten – ahnen wir da viele denken.

Können Sie sich leisten nicht in die Forschung zu investieren? Wohl kaum.

Vielmehr leben Forschende Organisationen von und mit Innovationen. Kreative Ideen umzusetzen hat noch keinem geschadet. Kreativität zu leben macht echten Spaß. Kindliche Neugier lässt uns nicht nur jünger wiken, sondern auch attraktiver. Als Mensch und als Unternehmen. Es kommt vornehmlich auf das forschende Mindset an.

Nun werden Sie nicht gleich Weltmeister. Jedoch lohnt es sich, sich auf den Weg zu machen. Loslegen. Einfach sich zu fragen, was könnten wir besser als alle anderen vollbringen? Womit könnten wir glänzen? Worauf wartet die Welt? Welche Idee ist noch nicht umgesezt?

Geistesblitze, die die Welt verädern, sind stets gefragt. Und diese sind stets Mangelware. Es gibt nie genug.

Schaffen Sie daher die Bedingungen, die Ihre Organisation weltmeisterlich werden lassen. Dabei zählt nicht nur die Quantität. Sondern auch die Qualität. Qualität hat einen noch viel höheren Wert.

Paradigmenwechsel

Es ist an der Zeit einen Paradigmenwechsel zur Forschenden Organisation zu vollziehen.
Es lohnt sich.

Sie müssen ja nicht gleich Weltmeister werden. Auf die langfristige Perspektive kommt es an…

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Allgemein Führung Organisationsentwicklung

Altruismus und Eigeninteresse – beide richtig wichtig

Selbstlos anderen zu helfen, bezeichnen wir als Altruismus. Das Eigeninteresse selbst hinten anzustellen, um anderen zu helfen, hört sich heroisch an. Sind Altruisumus und Eigeninteresse nur scheinbar gegensätzliche Interessen? Und warum sollten wir Altruismus kultivieren?

Eigeninteresse als Hirnfunktion

Das menschliche Gehirn ist darauf ausgerichtet, die Chancen für das eigene Überleben zu maximieren. Dieses bedeutet vor allem: essen, sich fortpflanzen, Macht ausüben, Energie sparen, Informationen gewinnen.

Diese Mechanismen sind einfach und robust. Sie haben sich über Millionen Jahre bewährt. Diese kurzfristige Lustmaximierung treibt das Eigeninteresse und damit den Konsum an. Im Striatum des Großhirns liegen Neurone, die bei jedem dieser überlebensdienlichen Verhaltensmuster Dopamin ausschütten. Und somit generieren sie Lust und Wohlbefinden.

Das Striatum kann sich selbst nicht begrenzen. Deshalb fällt es den Menschen schwer, sich selbst zu zügeln: Sex, Güter, Nachrichten, Essen und Trinken sind in unserer Gesellschaft im Überfluss vorhanden und können mit wenig Energieaufwand konsumiert werden.

Dass wir diesem Überfluss so hilflos als Konsumenten gegenüberstehen, liegt daran, dass wir evolutionär nie dieser Situation ausgesetzt waren. Wir sind daher auch nicht darauf vorbereitet.

Neurowissenschaftliche Zukunftsblindheit

Überlebensvorteil lag Jahrtausende lang daher auch im schnellen Konsum. So wurden die „Fressgene“ und die anderen kurzfristigen Lustbeschaffer zu unseren größten Feinden. Fettleibigkeit, übermäßiger Medien- und Sexkonsum sorgen jedoch derzeit für mehr Frust als Lust. Auch hier wird deutlich: eine positive Eigenschaft / Verhaltensweise verkehrt sich ins Gegenteil, wenn sie überperfektioniert wurde.

Die Dopaminausschüttung ist umso stärker, je schneller die Belohnung folgt, so die neurowissenschaftlichen Erkenntnisse der Cambrige Universität. Deshalb fällt es uns so schwer eine langfristige Perspektive einzunehmen. Daher sind wir blind für die längerfristige Zukunft. Dieses gilt auf dem Aktienparkett genau so wie für die globale Entwicklung. Dem Striatum sei dank.

„Die riesige Großhirnrinde des Homo sapiens, die ihm immer mehr Möglichkeiten verschaffte, hat sich in den Dienst eines Zwerges gestellt, der sich nur zu gern an Macht, Sex, Essen, Faulheit und seinem Ego berauscht“, stellt Sébastien Bohler heraus.

Altruismus und andere Strategien

Istinktiv wissen wir, dass wir diesem Mechanismus entkommen können. Denn nicht alle Menschen sind süchtig. Und wenn Menschen süchtig sind, dann zumeist nicht nach allen gennanten Faktoren.

Rosinen picken

Die ultimantive Frage lautet nun, wie können wir uns im Erwachsenenalter eine neue langfristigere Sicht aneignen?

Hierfür sind ein paar Rosinen gut geeignet.

Bei dieser Rosinenübung greifen Sie nach einer einzigen Beere. Betrachten Sie diese genau: Größe, Konturen, Falten, Farbnuancen… Riechen Sie den Duft, den eine einzelne Rosine versprüht? Nun stecken Sie sie in den Mund – jedoch ohne zunächst zu kauen, nur an der Rosine lecken. Dann weicht diese durch Ihren Speichel auf. Ihr süßer Geschmack überwältigt Sie – eine einzige Rosine. Dafür benötigen Sie etwa 10 Minuten Zeit.

„Zeit, die wir uns nehmen – gibt uns etwas zurück“, wusste schon Goethe.

Diese Rosinenübung geht auch mit dunkler Schokolade, Aprikosen und ist nicht nur auf das Essen beschränkt.

Mit Bewusstheit erweitern wir unseren Resonanzraum und können uns von unseren Süchten befreien. Weniger ist mehr. In der Zukunft noch viel mehr als heute.

In der Bewusstheit lassen wir uns nicht mehr so leicht von kurzfristigen Impulsen steuern. Ferner widerstehen wir eher dem Lockruf der schnellen Belohnung. Wir lernen uns auch frei und bewusst zu entscheiden. Des Weiteren handeln wir aus einer langfristig altruistischen Perspektive.

Gender-reated-facts aus der Neurowissenschaft

Altrustisches Verhalten ist bei Frauen häufiger ausgeprägt als bei Männern, so eine bedeutsame Erkenntnis des funktionellen Magnetresonanztomografie (fMRT) Verfahrens der veranschaulichen Hirnforschung.

In diesem Versuch ging es um Geld. Bei weiblichen Versuchspersonen wurde das Striatum auch beim Teilen des Geldes aktiv. Keinesfalls war das so bei den männlichen Probanten. Männer behielten das Geld für sich. Sie aktivierten auf diesem Wege ihr Striatum. Hier finden wir eine Begründung für den Gender-Pay-Gap: Frauen können teilen, Männer nicht.

Altruismus und die aktuelle gesellschaftliche Perspektive

Eine Gesellschaft ist auf altruistisches Verhalten angewiesen. Helfen ohne einen adäquaten Gegenwert ist gesellschaftlich überlebensnotwendig. Wir sind auch dazu gesetzlich verpflichtet – etwa bei Lebensgefahr.

„Eigeninteresse und Altruismus sind dann ein und dieselbe Sache“, stellt Bill Gates konkludierend in Bezug auf die Impfdosen aus der gesellschaftlichen Perspektive heraus.

Und wie sieht es aus der organisatorischen Perspektive aus?

Altruismus aus der oganisatorischen Perspektive

„Altruismus ist das wahre Wunder, aus dem alle Wunder entstehen“, erkannte schon Ernesto Walter Emerson.

Mehr möchten wir dem nicht hinzufügen.

Vielmehr Sie auffordern selbst Wunder zu vollbringen und Bedingungen zu schaffen, Wunder entstehen zu lassen.

Hoffentlich haben Sie nun eine paar neue Impulse. Sowie neue Ideen wie Sie das umsetzen können.

Viel Erfolg!