Sonnenkraft ausstrahlen und andere zum Leuchten bringen

Die Sonne strahlt auf einen See

Sonnenkraft bildet die Basis für unsere Existenz. Sie versorgt uns mit Energie. Ausstrahlung ist auch eine leuchtend wärmende menschliche Eigenschaft. Energie ausstrahen kann ich jedoch nur, wenn ich im Inneren brenne. Genau wie die Sonne.

Leadership bedeutet sich selbst und andere begeistern können. Wenn ich nicht selbst für etwas brenne, werde ich niemals andere für etwas anstecken können. Besitze ich jedoch Sonnenkraft, werde ich auch diese ausstraheln und andere wärmen, wenn es kalt wird.

Sonnenkraft und Selbstführung

„Gehe aufrecht wie ein Baum, lebe dein Leben so stark wie ein Berg, sei so sanft wie der Frühlingswind, bewahre die Wärme der Sonne im Herzen und der große Geist wird mit dir sein“, lautet eine Weisheit der Navajo. Heute beschäftigen wir uns mit der Sonnenkraft im Besonderen.

Führungsfähigkeit fängt bei sich selbst an. Die Wärme der Sonne im Herzen bewahren bedeutet auch unter widrigen Umständen die Verantwortung zu übernehmen. Genug Energie zu besitzen, um stürmische Zeiten zu überstehen.

Verantwortung für sich selbst

Verantwortung für sein eigenes Da – Sein anzunehmen heißt auch, dass das Leben, wie ich es führe, etwas mit mir selbst zu tun hat. Bisher habe ich es so gewählt. Spätestens jetzt heißt es, die eigene Opferrolle verlassen und ein neues Leben wählen.

Sich selbst neu erfinden. Kreativ sein eigenes (berufliches) Leben gestalten. Schöpferrolle im eigenen Leben einnehmen. Diese unwiderstehlich stringend überzeugend ausfüllen.

Das innere Feuer entzünden, dann andere anstecken.

Verantwortung für andere

Am besten übernehme ich Verantwortung für andere indem ich das Unausgesprochene einbeziehe. Den Klang der Sonne zu hören, bildet die Königsdisziplin.

Entsprechend zu handeln ist eine weitere. Verantwortung für andere zu übernehmen bedeutet immer auch Macht auszuüben. Oft wird Macht unbewusst mit Machtmissbrauch konatiert. Diese Verknüpfung müssen wir bewusst durchbrechen.

Wir dürfen nicht den bösen Mächten die Macht überlassen.

Sonnenkraft für eine bessere Welt ausstrahlen

Die Macht muss den Guten gehören. Denen, die die Welt positiv gestalten wollen. Denen, die die Sonnenkraft ausstrahlen und andere zum Leuchten bringen.

Das ist die Welt, für die es sich Strahlen lohnt.

Strahlen Sie diese positive Energie aus.
Entfalten Sie damit Ihre kreative Kraft zu schöpfen.
Lassen Sie mit Ihrer Schöpferkraft andere aufleuchten.

Das bringt Ihnen selbst die meiste Energie. Energie, die Sie benötigen, um selbst vor Kraft zu strotzen. Diese Energie ist nachhaltig und auf die beste Weise erneuerbar.

Viel Kraft zum Strahlen!

Paradigmenwechsel zur Forschenden Organisation

Paradigmenwechsel bedeutet eine neue Art zu denken, zu sein. Von der lernenden Organisation kommend, müssen wir zur Forschenden Organisation werden. Forschende Organisation, die von und mit Innovationen lebt, ist auf Veränderungen jeglicher Art angewiesen. Change ist das Status quo. Mit dem richtigen Mindset werden Sie nachhaltig erfolgreich – garantiert.

Paradigmenwechsel

Paradigma bezeichnet eine grundsätzliche Denkweise, Weltsicht, Weltanschauung. Die Gesamtheit der vorherrschenden Grundauffassungen einer wissenschaftlichen Disziplin bezeichnet Kuhn als Paradigma. Von Paradigmenwechsel spricht er, wenn sich die grundlegende Denkweise ändert und eine wissenschaftliche Revolution entfacht wird. Genau das, wovor unbewusst viele Angst haben. Das schließt ebenso die Professoren wie Praktiker ein.

Während Wachstum im Prinzip more of the same bedeutet und wir immer mehr und immer schneller uns im Hamsterrad bewegen, bringt eine Forschende Organisation wirklich Neues hervor.

Beispielsweise Mobilitäts-Paradigmenwechsel: die Industrie setzt auf das Automobil. Seit Rolf Benz fast nichts Neues. Flugzeuge sind klobig und bringen viele Menschen an Stellen, wo wirklich keiner sein möchte. Flughäfen liegen vom Zielort weit abgellegen. Unsere Fortbewegungsmittel scheiden Emissionen aus. Lärm ist hier nicht zu vernachlässigen. Das geht so nicht weiter. Wir brauchen einen Wechsel, dies sehen die Verständigen mittlerweile ein.

Hier meinen wir ein schönes Leben verbunden mit der Gewissheit, das richtige zu tun.

Wir haben es erleben dürfen, wie es ist, wenn der Verkehr, wie er nun mal ist, auf ein unvorstellbares Minimum herabgesetzt wird. Stille und Ruhe machten sich breit. Sie übertrugen sich auch auf unsere Sinne.

Adler und ihre Art sich zu bewegen

Wir lieben die Adler und ihre Perspektive. Diese einzunehmen is the State to be. Warum orientieren wir uns bei der Fortbewegung nicht auch an diesen erhabenen Tieren?

Ein leiser Flug spielend mit den Winden dessen Emmissionen direkt als Dünger dienen – wenn Sie jetzt denken, dass das nicht geht, dann haben Sie recht: es fliegt!

Forschende Organisationen stellen die Fragen neu. Darauf suchen sie neue Antworten. Schließlich setzen sie es um und erfinden sich neu.

Ein Paradigmawechsel – ein echter Fortschritt im Denken.

Wir brauchen nicht weniger, sondern andere Mobilität. Die Adler machen uns das vor. Adler fliegen und wir bestaunen ihre Erhabenheit.

Lassen Sie einfach Ihre Fantasie fliegen. Wir brauchen mehr davon!

Glaswände überwinden und neue Wege gehen

Leistungsstarke Menschen erreichen oft einen Punkt ihrer Karriere an dem sie nicht weiter kommen. Sie können nicht die Glaswände überwinden. Wie es sein könnte, sehen sie zwar, sie kommen einfach nicht hinein. Sie sitzen fest. An dieser Karrierekante kann man schnell abrutschen. Ebenso kann diese als Sprungbrett genutzt werden…

Als Führungskraft tragen Sie Verantwortung für Ihr Team. Am einfachsten und am schnellsten ist es mit der eigenen Führungskraft gemeinsam Step by Step nach oben zu steigen. Vertrauen und Verantwortung wachsen mit der Zeit. Gemeinsam ist nicht einsam. Fordern und gefordert werden. Es geht jedoch nicht immer ganz glatt. Eigentlich nie.

Unzufriedenheit konkretisieren

Wenn Sie merken, dass es für Sie persönlich schon länger nicht so vorangeht, wie Sie es wünschen, ist es wichtig diese Faktoren konkret zu benennen: Karrierestufen, Fortbildungsmöglichkeiten, Geld… Vielleicht ist es das Tätigkeitsfeld selbst, welches Sie langweilt. Machen Sie es dingfest.

Eventuell sind Sie mit Ihrem Team unzufrieden. Überlegen Sie zuerst, was verbessert werden kann. Dann in Einzelgesprächen mit Schlüsselpersonen gemeinsam eruieren, was zu tun ist. Auch wie Sie Ihren Mitarbeitern und damit dem Unternehmen dienen könnten.

Sich unbewussten Ängsten stellen

Viele Führungskräfte haben die unterbewusste Angst, dass ständig an ihrem Stuhl gesägt wird. Sie sind bis zu 80% der Zeit damit beschäftigt, ihre Position und ihren Status zu verteidigen. Dann kann daraus nichts werden, denken Sie jetzt richtigerweise. Genau.

Menschen entwickeln zu können, ist die wichtigse Führungsfähigkeit überhaupt. Wenn Sie das verwirklichen – wenn Sie im positiven Sinne aus Mücken Elefanten züchten können – werden Sie selbst unersetzbar und unbezahlbar.

Sie wissen schon: „Ich habe (immer) die falschen Leute“, spricht gegen die Führungskraft selbst. Die gute Nachricht ist: daran können Führungskräfte arbeiten und sich selbst zum Entwickler herauskristallisieren. Sie müssen die innere Bereitschaft mitbringen und daran arbeiten.

Glaswände überwinden mit Investitionen in das eigene Ich

Investieren Sie in sich selbst. Sowohl körperlich als auch geistig. Beides hängt zusammen.

Lernen Sie beispielsweise Klettern, Trampolin oder Fallschirm-Springen. So trainieren Sie Ängste zu überwinden, körperliche Beweglichkeit und Ausdauer.

Investieren Sie auch intellektuell: Arbeiten Sie an Ihren Schwächen und stärken Sie Ihre Stärken. Denken Sie über das Denken nach. Kommen Sie dann ins Handeln.

Das Kapital, welches man in sich selbst investiert, amortisiert sich am besten.
Dann führt kein Weg an Ihnen vorbei.

Sie finden die Tür in der Glaswand.

Und wenn nicht, dann gibt es noch die Ausgangstür. Jeder weitere Tag in einem Unternehmen, indem Sie auf der Stelle treten, ist reine Verschwendung dessen, was am wertvollsten ist: Ihrer Zeit.

Und Sie werden feststellen, dass die Ausgangstür neue Wege für Sie parat hält.
Diese erweitern Ihren persönlichen Horizont erheblich.

Gender-related Facts – für Ihre Performence

Kreativer Regenbogen

Die Korrelation zwischen dem Geschlecht und Umgang mit der Coronakrise lässt sich nicht negieren. Wenn wir bereit sind, uns mit den Gender-Fakten auseinanderzusetzen, steigern wir die Performence.

Chefin und Mitarbeiter wie Mitarbeiterinnen müssen ihre Rollen finden

Jeder kennt die Geschichten mit und um die Chefin. Die Chefin, die kaum auszuhalten sei, die keinerlei Kompetenz besitze… Manchmal steckt da wohl auch die unerfüllte Liebe dahinter. Dieses Eingeständnis, habe ich nach einer Dekade von Schimpfeskapaden und einer weiteren Dekade der Beruhigung kürzlich erfahren. Vieles kommt doch ans Licht.
Einzelfall? Ich weiß es nicht.

Ich weiß nur, dass ich mit meiner ehemaligen langjährigen Chefin Andrea freudnschaftlich verbunden bin. Unser Verhältnis ist geprägt vom tiefen gegenseitigen Respekt. Das Vertrauen ist langsam, aber stetig gewachsen bis es wechselseitig unerschütterlich wurde.

Gender-Brennglas Corona

Frauen an der Regierungsspitze haben die Entwicklung der Pandemie, einschließlich der Mortalität ihres Landes am besten im Griff, ist zu lesen.

Weltweit führt das weibliche Geschlecht in 15 von 193 Ländern eine Regierung an. Angela Merkel, Mette Frederiksen in Dänemark, Katrin Jakobsdottir in Island, Sanna Marin in Finnland, Jacinda Ardern aus Neuseeland, Erna Solberg in Norwegen sowieTsai Ing-Wen in Taiwan haben im internationalen Vergleich die niedrigsten Infektionsraten und weitaus weniger Todesfälle, als ihre männlichen Pedanten. Genderrelated vergleichen wir Merkel und Co mit Trump – Desinfektionsmittel trinken ?- oder Macron, der sich im Krieg wähnte.

„Stehen Männer an der Spitze der Regierung, so ist der Staat in Gefahr, denn sie handeln nicht nach den Anforderungen der Allgemeinheit, sondern nach zufälliger Neigung und Meinung“, wird schon geunkt. An dieser Stelle habe ich Mitleid, denn ich weiß, dass diese Gender-Gegenüberstellung ganz vielen Herren Unrecht tut.

Herren machen einen verdammt guten Job. Das muss hier ganz deutlich gesagt werden. Damen jedoch auch.

Vielfalt macht resilient

Resilient sind die Länder, die die Chancengleichheit auch sonst weitgehend verwirklichen. Diese Länder sind des weiteren wirtschaftlich erfolgreicher und glücklicher.

Diversity führt auch unternehmerisch zum nachhaltigen Erfolg. Ein Mix aus Geschlecht, Alter und Herkunft führt zum nachhaltigen Erfolg. Der Diversity verpflichtete Unternehmen sind an der börse profitabler, produktiver und wertvoller.

Gender-Ausblick

Backlash oder drei Schritte nach vorne? Wir haben die Wahl. Schauen wir zurück, bevor wir den Blick nach vorn richten. Waren es nicht auch die Trümmerfrauen die fast alles aufgebaut haben? Und wer hat Ihnen die Basics des Lebens beigebracht?

Ich möchte nicht sagen, dass an Frauen in der Elite kein Weg vorbeiführt. Nein.

Aber es gibt einen Weg, der ins Abseits führt. Und einen gendergerechten Weg, der Sie und Ihr Unternehmen nach den Sternen greifen lässt.

Die Frage lautet nur: Wohin wollen Sie?

Hegel for Business – Denken Sie über das Denken nach

In dieser Woche wäre Hegel 250 Jahre alt geworden. Wir zelebrieren seinen Geburtstag, wie es sich gehört, am Wochenende. Zuerst schauen wir uns seine philosophischen Errungenschaften kurz und knapp an – Hegel to go – sozusagen. Des Weiteren stellen wir diese in einen wirtschaftlichen Bezug. Doch zuerst widmen wir uns dem Zusammenhang zwischen Wirtschaft und Philosophie.

Philosophie und Wirtschaftswissenschaft

Ursprünglich wollte ich ein Doppelstudium absolvieren: Philosophie und Betriebswirtschaft. Da es ein anspruchsvolles Unterfangen war, ging ich lieber zuvor zur Studienberatung meiner damaligen Heimatstadt Göttingen.

Was habe Philosophie mit Wirtschaft zu tun? – wurde ich da rhetorisch gefragt.
Viel – dachte ich schon damals.
Nun wird es hier kurz und kanapp zusammenfasst:

  1. Beide Disziplinen ringen um das glückliche Leben.
    Die Philosophie denkt darüber nach – ich denke also bin ich.
    Die Wirtschaft setzt am Anfang vereinfachend Glück mit Wohlstand gleich. Denken wir an die lang vorherrschenden Hungersnöte, wird das leicht nachvollziehbar.
    Und dann kommt die Wirtschaft ins Handeln: Mit Tauschen wird der Wohlstand und damit das Glück beider Tauschpartner vermehrt. Tauschpartner können auch Nationen sein, hier kommt die Volkswirtschaft ins Spiel.
    Geld erleichtert den Tauschvorgang erheblich. So erheblich, dass viele Wirtschaft mit Zahlenakrobatik gleichsetzen, was definitiv viel zu reduktionistisch ist.
  2. Die Philosophie versteht sich als eine übergeordnete Disziplin.
    Das heißt, die Philpsophie philosophiert auch über die Wirtschaftswissenschaften an sich.
    Bekanntlich denkt sie über das Denken nach.
    Denken über das Denken hat noch keiner wissenschaftlichen Disziplin geschadet – auch den Wirtschaftswissenschaften nicht.
  3. Philosophen tauschen Wissen.
    Wirtschaft beschäftigt sich mit dem Tausch von Waren und Dienstleistungen. Wissen kann auch als eine Dienstleistung verstanden werden.
    Aber vielleicht sind hier die Wirtschaftswissenschaften noch nicht so weit. Es wäre jedoch ein guter Forschungsansatz für beide Disziplinen.
  4. Um sich tief philosophischen Fragestellungen widmen zu können, sollte der oder die Denkende zumindest einen Dach über dem Kopf und ein gesichertes Einkommen haben. Daher ist die Philosophie geschichtlich in wirtschaftlich prosperierenden Zeiten entstanden.

Prosperierende Wirtschaft, im Sinne eines gesicherten Einkommens, ist daher die Bedingung für die Philosophie. Gleichzeitig bildet die Philosophie die wissenschaftliche Grundlage für die Wirtschaftswissenschaften.

Studium Generale

Zurück zu meinem Werdegang: Da ich mich laut Studienberatung für ein Fach entscheiden sollte, wählte ich die Betriebswirtschaft und schwor mir, die Philosophie weiter zu betreiben – aus Leidenschaft.

In der Einführungsveranstaltung der BWL stellte der Dekan der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Georg August Universität klar, dass die Universität, so heiße, weil sie alles vereine: Universität komme vom Universal, dem umfassenden Charakter von Bildung.

Wissen könne nicht nach Fächern aufgespalten werden.

Das tue man, weil es der derzeitige wissenschaftliche Standard sei. Das sei jedoch ein Irrweg. Wir hätten die Möglichkeit ganz viele Vorlesungen, Seminare und Übungen aller Fakultäten zu besuchen. Das sollten wir auch nutzen. Bei mir stieß das auf ganz offene Ohren.

Ich schaute mir viele Angebote an und entschied mich mit Hegel – Wissenschaft der Logik – anzufangen. Der Philosophieprofessor hat mich überzeugt: Logik ist die Wurzel allen wissenschaftlichen Denkens. Also beschäftige ich mich ein Semester lang mittwochs zwischen 20 und 22 Uhr mit logischen Aussagekonstrukten. Wahr oder nicht wahr – lautete die Frage.

Hegel verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz

Das Wahre ist das Ganze.
Das Ganze aber ist nur das durch seine Entwicklung sich vollendete Wesen“,
stellte Hegel heraus.

Schon Hegel macht uns auf den universalen Charakter der Bildung aufmerksam. Das ganzheitliche Denken, der umfassende Ansatz ist, laut Hegel, das einzig Wahre.

Jedoch geht Hegel noch viel weiter: Bildung ist nicht statisch, sondern dynamisch. Das, was wir als lebenslanges Lernen oder die lernende Organisation nun langsam begriffen haben. Mit Bezug auf Hegel fordere ich jedoch: Wir brauchen das lebenslange Forschen und die Forschende Organisation. Da sind erhebliche qualitative Unterschiede.

Hegels Dialektik

Auf Hegel geht die wissenschaftliche Dialektik zurück. Heute bezeichnen wir sie als These, Antithese und Synthese. Hegel stellt die Wichtigkeit einer umfassenden Meinungsbildung heraus, die die konträre Sicht einbezieht und schließlich zu einer Conclusion kommt, die jedoch stets vorläufig ist.

Wir wissen, dass alles ambiguativ ist. Unser Leben lehrt uns, dass das, was wir heute noch als richtig erachteten, sich morgen ganz anders darstellt. Daher ist auch Hegels Dialektik nicht statisch, sondern fließend. Unser Leben, einschließlich unserer Erkenntnis ist ein Fluß.

Mal fließt das Leben so langsam, dass wir die Bewegung kaum spüren. Dann wird es zum reißenden Fluß, auf dem wir mitgerissen werden. Mal stranden wir. Manchmal lassen wir uns mit der Strömung treiben. Heute treiben wir mit Hegel.

Hegel legt eine nachhaltige Sichtweise dar

Am besten gefällt mir persönlich Hegels Bild vom Samenkorn. Der Samen hat die archaische Tendenz aufzugehen und sich dann zur Pflanze zu verwandeln. Diese Pflanze trägt Früchte. Ihre Früchte bilden wiederum Samen. Hegel beschreibt diesen Kreislauf der Natur und stellt heraus, dass der ursprüngliche Zustand ganz aufgegeben werde, um sich schließlich wieder in den Ursprungszustand zu verwandeln.

Was würde wohl Hegel heute denken?

Hegel würde wohl denken, „dass die Naturzerstörung, die wir heute betreiben, nicht Ausdruck von zu viel Geist ist, sondern ein Ausdruck eines Mangels an Geist“ sei, stellt die Philosophieprofessorin Andrea Kern im Deutschlandfunk heraus.

Vielleicht stünde uns allen ein klein wenig mehr Geist gut zu Gesicht.

Forschende Organisation

Exploring Organization – die Forschende Organisation, meines Geistes Kind, hat ihren Ursprung auch bei Hegel.

Und mit Hegels Philosophie ähnlich – ist die Forschende Organisation dialektisch evolutionär, ganzheitlich und nachhaltig.

Kein leichtes Unterfangen.

Jedoch fordert uns exploratives Forschen zum inneren Wachstum heraus – und das macht definitiv glücklich!

Resilienz – nutzen Sie das Patentrezept richtig

Resilienz, verstanden als die Fähigkeit gestärkt aus Krisen hervorzugehen, is(t) the State to be. Diese Stärke steht nicht nur Individuen, sondern auch Organisationen und ganzen Gesellschaften gut. Auch der Menschheit täte es wohl, die Umweltkrise zumindest zu meistern… Doch wir sind noch nicht so weit. Wir müssen das Thema tiefer ergründen, um uns selbst, die Unternehmen und die Menschheit voranzubringen. Fangen wir doch mal an…

Unterschiedliche Coping-Strategien

Mit Schicksalsschlägen können Menschen, Organisationen oder Gesellschaften sehr unterschiedlich umgehen. In einer Krise stürzen alle in ein tiefes Loch, doch die Menschen gehen damit sehr unterschiedlich um.

  1. Die einen negieren die Situation – da ist gar kein Loch – und verpassen damit die Chancen, sich damit eingehend auseinanderzusetzen und daran zu wachsen.
  2. Die anderen nehmen eine Opferrolle ein und zelebrieren ihr Opferdasein.
  3. Resiliente Menschen entwickeln Strategien, um aus dem Loch herauszukommen.

Resilientes Verhalten

Resiliente Personen holen sich Hilfe von außen. Sie schauen nach Vorbildern, die eine solche Situation mit Bravour gemeistert haben und kupfern diese ab. Eine positive Geisteshaltung behalten resiliente Menschen bei. Am Ende gehe ich aus der Krise gestärkt hervor, so oder so ählich lautet das Motto. Sie akzeptieren das Unveränderliche und nehmen vieles mit Humor. Dennoch wissen sie, dass der Ernst der Situation Kraft, Mut und Zuversicht erfordert. Und sie realisieren, dass es eine Weile braucht, um mit der Situation fertig zu werden; sie bringen die notwendige Ausdauer auf.

Richtige Forschungsfragen

Die ultimative Forschungsfrage lautet nun: Wer oder was entscheidet zu welcher Gruppe man gehört? Ist die Resilienz den Personen auf der Stirn geschrieben?

Resilienz gibt es nicht auf Rezept. Schade. Warum eigentlich nicht?

Studien hierzu gibt es zwar viele, aber nicht genug. Vielleicht, weil sich die Wissenschaft auf die (psychisch) Kranken und nicht auf die Gesunden fokussiert hat. Hat etwa bisher die Forschungsgemeinschaft viel zu sehr Ihr Augenmerk mehr auf das Negative statt auf das Positive gerichtet?

Umdenken der Wissenschaft

»Momentan wird Resilienz oft mit Hilfe von Fragebogen gemessen, die im Wesentlichen eine Kombination vorher festgelegter Faktoren abbilden«, erläutert Kalisch im Spektrum der Wissenschaft, der als Neurowissenschaftler in Mainz zum Resilienzthema forscht. Auf diese Art und Weise könne jedoch nicht die zukünftige Entwicklung der psychischen Gesundheit vorhergesagt werden. Es brauche Langzeitstudien um Resilienz besser zu verstehen. Probanden und Probandinnen müssten immer wieder zu ihrer Gesundheit, den erfahrenen Widrigkeiten sowie ihrem Umgang mit diesen befragt werden. Aus diesen langen Fallstudien ließen sich Rückschlüsse auf die resilienten Lern- und Anpassungsprozesse ziehen, stellt Kalisch richtig heraus. Einen solchen Ansatz verfolge sein Resilienz-Projekt, bisher jedoch noch ohne zitierfähige Ergebnisse.

Resilienz -Case-Studies

Da habe ich meine eigenen Case-Studies, die es wirklich verdienen, hier zitiert zu werden. Heute lasse ich Onkel Nicki aufleben und denke an meinen Schulfreund Marco, dessen Name hier geädert wurde.

Onkel Nicki

Mein verstorbener Großonkel Nicki überlebte die Wirren des Krieges an der Front. Er sagte, man müsse in Extremsituationen die Ratio ausschalten. Humor allein habe ihm das Überleben gerettet. Es ist auch erwähnenswert, dass er gesund und muter knapp hundert Jahre geworden ist. Mit über neunzig Lenzen wollte er für sich selbst die Pfelegestufe beantragen. Er machte sich selbst fertig und fuhr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln allein in die benachbarte Stadt. Seine lieben Kinder würden so viel für ihn tun, da könnten sie einwenig Geld von der Pflegekasse doch kriegen, das wäre doch nur gerecht… Der verdutzte Beamte gab dem netten älteren Herrn freundlich den Tipp, doch in einem Jahr seine Kinder mit der Sache zu beauftragen. Onkel Nicki kostete diese Geschichte humorvoll aus. Lachen war sein Überlebensprinzip. Er lachte immer. Und ich lächle, wenn ich an ihn denke…

Resilienz – die Schulfreundschaft

Marco (Name geändert) ist mein Schulfreund, der HIV-positiv seit fast dreißig Jahren ist. AIDS brach aus. Die Ärzte gaben ihm vier Jahre. Marco lebt noch. „Das Leben ist kein Zuckerschlecken“, höre ich ihn oft sagen. Die Gespräche mit ihm sind stets tief und weise. Belanglosigkeiten haben keinen Platz.

Er lebt nun genau dort, wo das Covid-19-Virus sein Unwesen trieb. In Göttingen in dem besagten Hochhaus, wo sehr sehr viele Menschen positiv auf Cov-19 getestet wurden. In der Zeit des akuten Ausbruchs frug ich ihn, wie es ihm gehe. Wie er mit der Situation zurecht komme? „Ach, Edith“ sagte er, „ich habe AIDS überlebt, mit dem Covid-Virus werde ich nun auch fertig. Da bin ich mir sicher. Ich nehme Virusmedikamente ein, die werden schon helfen.“

Mein „Aber“ ließ ich im Hals stecken. Dachte nach…

Resilienz – Konklusion

Was haben beide Fälle gemeisam?

Beide mussten sich aktiv und intensiv mit dem Tod auseinandersetzen. Sie entwickelten einen starken Überlebenswillen. Dafür haben sie viel mehr Kräfte als den bloßen Verstand mobilisiert. Der Überlebenswille sitzt viel tiefer. Er ist viel brachialischer.

Akzeptanz, Selbstliebe, Optimismus, Selbstwirksamkeit und Lösungsorientierung helfen in Krisen sicherlich weiter.

Das beste zum Schluss:

Alles lässt sich trainieren und kultivieren:
persönlich, organisatrisch und auch als Menschheit…

…darauf kommt auch die Wissenschaft, da bin ich mir ganz sicher!

Aspiration – Wie Sie eine Explosion entfachen

Aspiration, verstanden als ein ehrgeiziges Anspruchsniveau, wirkt Wunder. Gleichzeitig steht Aspiration für das lebensnotwendige Ansaugen der Luft. Unsere Organisationen benötigen anspruchsvolle Pläne wie wir die Luft zum Atmen. In einer Krisensituation wird die Luft dünn. Neue kreative Lösungen sind nicht nur gefragt, sondern oftmals überlebenswichtig. Doch wie können diese systematisch generiert werden? Und welche Organisationsentwicklungstechniken erzeugen gar eine Apirationsexplosion?

Immer wieder Maß nehmen

Es nützt der beste Maßanzug, das schönste Kleid nichts, wenn es nicht mehr passt. „Der einzige Mensch, der sich vernünftig benimmt, ist mein Schneider. Er nimmt jedes Mal neu Maß, wenn er mich trifft. Während alle anderen die alten Maßstäbe anlegen in der Meinung, sie passten auch heute noch“ stellte G.B. Shaw eine alte Wahrheit heraus. In Zeiten der Mode von der Stange, treffen wir diese weisen Schneider kaum mehr. Wir kennen Masse statt Klasse. Auch wenn viele von Qualität reden, leidet diese an Standardlösungen.

In Krisensituationen ändern sich die Bedingungen wensentlich schneller und weitreichender, als in ruhigeren Zeiten. Auch wenn Sie regelmäßig Maß genommen haben, dann haben Sie sicherlich festgestellt, dass es nun viel öfter erforderlich ist, die Situation neu zu justieren. Das heißt, zu schauen, welche Bedingungen aktuell gelten. Was hat sich noch geändert? Wie könnte das für uns relevant sein? Wie steht es um die unternehmerische Aspiration?

Infodemie

Nun sind wir es nicht nur gewohnt nach aktuellen Entwicklungen Ausschau zu halten. Viele sind es müde. Was gilt wo? Die Grenzziehung zwischen den Bundesländern, mag sinnvoll erscheinen, überfordert viele. Liegt Cottbus in Brandenburg oder in Sachsen?

Manche Zahlen verwirren auch mehr als sie etwas aussagen: Der Rhein-Sieg-Kreis ist an Bonn zum großen Teil viel näher dran, als innerhalb des Kreises viele Ortschaften es sind. Mit den Kennzahlen werden nicht nur in diesem Zusammenhang unsinnige Zusammenfassungen getätigt und Grenzen gezogen, wo tiefgehende Verbindungen bestehen, sodass sich Vergleiche dieser relativen Zahlen verbieten.

In den Medien werden gern absolute Zahlen referiert, auch wenn es evident ist, dass die absoluten Zahlen relativ zu der Bevölkerungszahl genommen werden müssen, um vergleichbar zu sein. Die USA hat zahlenmäßig vieles mehr als Belgien – das könnte an der absoluten Größe liegen. Wir lassen uns gern von der Größe blenden, auch im Negativen.

Grundlegend ist deshalb nicht nur die aktuellen relevanten Zahlen, Verordunungen und Gesetze zu kennen. Ebenso wichtig ist es, diese richtig einzuordnen. Nun gilt es, sich selbst und die Organisation einzunorden. Mit den Lockerungen entstehen Verlockungen. Endlich wieder… Vergessen wir nicht, dass es immer noch ein Tanz auf dem Vulkan ist.

Denken Sie auch für Ihr Unternehmen an eine langfristig tragbare Lösung. Sorgen Sie dafür, dass die internen Lösungen, trotz Infodemie, gewissenhaft nachverfolgt und umgesetzt werden. Auch hier dürfen Sie kreativ werden und nicht nur auf den nun müden Nachrichtenempfänger schimpfen.

Fehlende Aspiration – I can´t breeze

Black lifes matter. – Die Krise hat unseren Blick auf das Existenzielle geschärft.

Herrscht in Ihrem Unternehmen ein Klima der Aspirationslosigkeit vor? Bleibt einigen die Luft weg?

Meine sehr hoch geschätzte, leider viel zu früh verstorbene, Lehrmeisterin der Organisationsentwicklung Prof. Hendrich-Schneider stellte fest: „Ein enges Kostenschneiden beseitigt nämlich nicht nur schlechtes Fett, sondern auch sinnvolle Depots, aus denen im Ausnahmezustand geschöpft werden kann und in denen die Lösungen für die Herausforderungen von morgen heranreifen. „

Wenn mittelmäßige Führungskräfte sich von kreativen Geistern bedroht fühlen, dann fehlt bald im Unternehmen die frische Luft zum Atmen. Die frische Brise, die notwendig ist, um Innovationen voranzutreiben. Die Aspiration, die das unternehmerische Überleben sichert. Das forschende Agieren, dass gern Neuland entdeckt, ist es auf der Strecke geblieben?

Von der fehlenden Aspiration zur Aspirationsexplosion

Wenn es Ihnen gelingt, intensiven Kontakt zu Ihren Mitarbeitern zu pflegen, diese in die Entscheidungsfindung aktiv mit einzubeziehen und sie am Ergebnis teilhaben zu lassen, erhalten sie nicht nur Loyalität, sondern auch Ideenreichtum im Gegenzug. Das lebendige kreative Schneidern, immer auf die aktuelle Situation angepasst. Ihnen ist doch klar, dass stets Ihre Mitarbeiter diejenigen sind, die täglich Maß nehmen. (Wenn Sie es nicht noch selber tun müssen, dann wäre die Überlegung vielleicht angebracht, warum eigentlich?)

Wenn Sie dann die nötige Luft Ihren Mitarbeitern zur Verfügung stellen, können Sie sich einer Aspirationsexplosion sicher sein.

Machtvoll in die Zukunft – durch die Stromschnellen navigieren

Beim Rafting werden die Hindernisse nur kurz beachtet und die ganze Konzentration auf den anvisierten Punkt gelenkt. Das Ziel ist klar, die Zwischenziele werden angesteuert. Die Hindernisse erkannt und nur eines kurzen Blickes gewürdigt. Die Konzetration liegt auf dem bestmöglichen Weg, das anvisierte Ziel zu erreichen. Machtvoll in die Zukunft heißt die unternehmerische Parole.

Gefahr erkannt – Gefahr gebannt.

Risiken gibt es genug. Grundsätzlich sind die Menschen risikoavers. Der eine mehr, die andere weniger.

Gemäß dem Motto: „No Risk – no Fun“ leben und arbeiten die wenigsten. Schade eigentlich. Hier könnte die Wurzel vielen Übels stecken:

  • Wann hat Ihnen Ihre Arbeit richtig Spaß bereitet?
  • Könnte es an Ihrer Risikoaversion liegen?
  • Wann haben Sie etwas wirklich Neues getestet?
  • Haben Sie diese Woche etwas gelernt?
  • Was haben Sie zuletzt etwas entdeckt? Und haben Sie dabei diese kindliche Freude gespürt?

Bei der Risikoanalyse wird grundsätzlich nach Schema F vorgegangen:

  • Wie wahrscheinlich ist diese Situation?
  • Was wären die möglichen Folgen?

Wahrscheinlich unwahrscheinliche Ereignisse

Unwahrscheinliche Situationen sind recht häufig. Das kommt daher, dass es wenige wahrscheinliche Ereignisse gibt, jedoch eine Unmenge an unwahrscheinlichen Scenarien. Das verheerende ist jedoch, dass wir von wahrscheinlichen Gegebenheiten ausgehen und unser Verhalten fälschlicherweise nur danach ausrichten.

Negative unwahrscheinliche Ereignisse verdrängen wir jedoch allzu gern. Wir haben auch eine Ausrede den anderen, aber auch uns selbst gegenüber: damit konnte doch niemand rechnen.

Doch wenn uns der schwarze Schwan begegnet sind wir unvorbereitet. Wir reagieren unangemenssen, da wir einen weißen erwartet hatten. Wir verhalten uns, wie wir es stets bei weißen Schwänen tun. Das ist grundfalsch. Da warten wir auf diese eine Gelegenheit und wenn sie kommt, sind wir unvorbereitet.

Folgenschwere Konsequenzen

Auch bei der Bewertung möglicher Folgen gehen wir viel zu oft von dem Gewohnten aus. Wir extrapolieren die Vergangenheit in die Zukunft, meist linear. Dabei verkennen wir, dass Leben Veränderung birgt.

Lineare Entwicklungen sind eher die Ausnahme als die Norm. Wissenschaftlichen Forschungen nach, agieren wir am besten, wenn wir die fünf wichtigsten Faktoren bestimmen und diese in unserer Abwägung einbeziehen. Mathematisch ergeben sich mit der fünften Potenz exorbitant viele Möglichkeiten. Wir erinnern uns an die Kurvendiskussion.

Machtvoll in die Zukunft: Kreatives Potential entfalten

Walt Disney stellte sich seine Welt in drei verschiedenen Sesseln vor. Der eine Sessel war die beste aller Alternativen. Nichts ist unmöglich – fliegend leise durch die Lüfte schweben, Superkräfte entfalten… Welche hätten Sie gern und viel wichtiger: Warum?

Realistische Variante zeichnen – das ist die, an die wir gemeinhin denken. Realisieren Sie immer, dass es nur eine Möglichkeit von vielen ist.

Schlechtmöglichstes Scenario – das ist das, was wir verdrändgen. Verdrängung bringt uns nicht wirklich weiter. Wir müssen uns auch in diesem Worst Case Scenario widmen. Und – falls es eintreten sollte – vorbereitet sein. Antworten parat haben. Nichts vertuschen, sondern das Problem angehen.

Machtvoll in die Zukunft: Chancenverwertung statt Risikoaversion

Wenn wir uns die richtigen Fragen stellen, dann finden wir auch die richtigen Antworten.

Und wenn wir ehrlich sind, dann wollen wir auch nicht diese elende Langeweile.

Wie sieht Ihre Chancenverwertung aus?

  • Welche Zukunft sehen Sie für sich und für Ihr Unternehmen?
  • Welche Chancen möchten Sie ergreifen?
  • Was wäre wirklich möglich?
  • Welche tatsächliche Ergebnisse möchten Sie erzielen? Verstecken Sie sich hierbei nicht hinter Zahlen, sondern fokussieren Sie sich auf echte Visionen.

Wenn Sie sich mit diesen Fragestellungen tiefgehend beschäftigen, erlagen Sie Klarheit. Die Klarheit, die Sie benötigen, um ihre Zukunft machtvoll zu gestalten.

Die Angstperlen der Finanzen pfücken – the Art of Finance

Finanzen sind und bleiben die Basics, die in der Unternehmensführung aus dem FF beherrscht werden müssen. Da geht kein Weg daran vorbei. Die Angstperlen der Finanzen halten viele Startups davon ab, sich damit eingehend zu beschäftigen. Mit fatalen, manchmal mit existenziellen Folgen für das Unternehmen. Schauen Sie sich die finanzielle Situation mit einem Blick auf die zukünftige Lage des Unternehmens prüfend an. Bevor es zu spät ist.

Grundrechenarten und Überschlagskalkulationen beherrschen

Um Entscheidungen sicher treffen zu können, muss man die Welt der Zahlen sicher beherrschen. Dabei ist sicherlich nicht das Eintippen der Zahlen nach bestimmten Formeln gemeint. Nein, die Angstperlen der Finanzen sind schnelle Überschlagsrechnungen im Kopf mit einer wagen Risikokalkulation. Vom entschdeinden Vorteil ist es, die Rechnungen anderer schnell nachvollziehen zu können, um etwaige Fehler zu identifizieren und eigene Zahlen zu begründen.

Seriös Unternehmen in der Verhandlungsführung zu beraten, ist unmöglich, wenn eine simple Bruchrechnung mit 17 beziehungsweise 18 Kamelen falsch vorgerechnet wird. Da hilft der Professorentitel nur um zu blenden, mehr auch nicht. Das müssen Sie erkennen und so viel Geld sparen.

Ich weiß, dass nun viele Schweißausbrüche bekommen. Sollte das Rechnen nicht zu Ihren Kernkompetenzen gehören, dann machen Sie es dazu. Die Schweißperlen zahlen sich aus.

Die Angstperlen der Finanzen

Finanzierung-Vorlesungen und Seminare der Betriebswirtschaft sind stets auch von freiwillig paukenden Juristen und Medizinern gut besucht. Von denen, deren Studium kein reines Schein-Studium ist, sondern dem Aufbau eigener Kompetenzen diehnt. Auch ich besuchte eifrig und zusätzlich die Angebote aus dem Hauptsemirar, obwohl für mich klar war, dass meine Liebe der Organisation gilt. Die weiseste Unterweisung erhielt ich nicht in einer Vorlesung, sondern von André Kostolany himself, als er unangekündigt in meinem Büro aufschlug. Diese Story wird jedoch nur persönlich preisgegeben… Alles hat seinen Preis.

Deckungsbeitrag, Return of Investment, Kosten- und Leistungsrechnung und vieles anderes mehr sollte Ihnen mehr Freude als Angst bereiten. Je schwerer es Ihnen fällt, desto dringender sollten Sie sich damit beschäftigen.

The Art of Finance

Zurück zu unserem verstorbenen Altmeister des Geldes. Welche Tipps hatte er auf Lager?

Kostolanys Verbot Nummer eins lautetete:

Tipps nachzulaufen, um Geheiminformationen ablauschen zu wollen.

Auch wenn es jetzt altklug klingt: Welcher Investor hatte mit Wirecard wirklich Erfahrung, auf die er gesetzt hatte?

Egal worin Sie investieren: es muss eine Zukunft haben. Sie sollten nur investieren, wenn Sie eine große Phantasie darin sehen. Sie wissen schon: Phantasie ist wichtiger als Daten.

Konkret empfahl Kostolany in seiner Veranstaltung, die sich mit dem asiatischem Markt beschäftigte, am Ende des letzten Jahrtausends, in bekannte Werte zu investieren, namentlich in Coca Cola, die auch den asiatischen Markt erobern werden. Ich empfand damals Kostolanys Tipp zu fade und fand reflektierend meine eigene Einschätzung bestärkt, dass in Google mehr Musik drin sei. Dies empfahl ich auch meinen Studenten und polarisierte damit die ganze Fakultät erdbebenartig.

Später, im Jahr 2000 nutzte ich das Google-Geld, um ein Eigenheim teilweise zu finanzieren. Der Bankberater empfahl damals, bei dieser Performance, doch lieber das Geld an der Börse zu lassen und das Kreditvolumen zu erhöhen. Dann kam der Crash. Knapp 20 Jahre lang habe ich anhand des Beispiels verdeutlicht, dass die Banktberater ihre eigenen Interessen verfolgen und ihre Produkte (Kredite) vermarkten wollen. Aber nach rund 20 Jahren ist mir bewusst, langfristig wäre es monetär eine win-win-Situation geworden.

Glücklicherweise sind mir einige Wassereimer Angstperlen erspart geblieben und ich mache das, was ich liebe: Organisationsentwicklungstechnik mit einem scharfen Blick auf die finanzielle Situation.

Selbstbestimmt Agieren statt Warten auf Godot

Mein erster Theaterbesuch, Samuel Becketts Meisterstück Warten auf Godot, weckte meinen Hunger nach mehr. Das Theaterstück führt uns vor die Augen, wie sehr das Warten unser Leben bestimmt. Ferner zeigt es auf, dass sich an unserem Nicht-Verhalten im Zeitablauf nichts ändert. Immer bestimmt diese widerkehrende Warteschleife unser Nichthandeln. Krise hin – Krise her. Das Warten bestimmt unser Sein. Dabei wissen wir nicht einmal so richtig, worauf wir warten. Auf den Superhero? Die Erlöserfigur, die nie kommt? Oder die Erfüllung, die nie stattfindet? Beckett führt uns unser alltägliches absurdes Theater vor die Augen. Der einzige Ausweg: diese absurde Warteschleife aufbrechen und selbstbestimmt handeln.

Selbstbestimmtes Agieren erfordet Kraft, Mut und Entschlossenheit.

Durch gezieltes Handeln setzen wir unsere Interessen durch. Bei der Interessendurchsetzung sind die Grenzen zur Manipulation fließend. Jedoch wenn wir unsere eigene Welt nicht selbst beherrschen, dann werden wir beherrscht.

Entweder Sie sprechen auch Unangenehmes aus und riskieren etwas zu zerstören oder Sie fressen alles in sich hinein und zerstören sich selber. Aktive Konfliktlösung efordert Mut auch unangenehme Wahrheiten auszusprechen. Lassen Sie sich von Werten leiten. Erkennen Sie Ihren Selbstwert. Lassen Sie diesen durch niemanden zerstören. Achtung erfordert zuerst Selbstachung.

When you undervalue yourself – the world will undervalue who you are!

Selbstbewusst sein bedeutet sich seiner selbst bewusst sein. Da ist nichts Falsches daran. Und nichts von außen Vorgegebenes. Unternehmen sind auf selbstbewusste Führungskräfte und auf selbstbewusste Mitarbeiter angewiesen. Denn nur diese bringen sich selbst und gleichzeitig auch das Unternehmen voran.

Selbstbestimmtes NEIN statt Warten auf Godot

Leadership, Innovation und Unternehmertum erfordern entschlossenes Agieren – auf jeder Hierarchiebene. Das schließt die Fähigkeit Nein zu sagen mit ein. Ein entschiedenes Nein ist weitaus ehrlicher als ein wages, unentschiedenes Ja. Es wird auch viel leichter akzeptiert, als gemeinhin befürchtet. Ein entschiedenes Nein kann vielleicht auch mal eine große Tür schließen, doch es eröffnet neue ungeahnte Türen.

Mut statt geistige Armut

Durchbruch erfordert Mut, das Unmögliche zu wagen und mit Sicherheit zu brechen. Vergessen Sie nicht, auch Mut ist ein Muskel, der trainiert werden muss.

Die Arena gehört den Mutigen,
denen die die Freiheit lieben,
denen, die das Fliegen lernen
und selbstbestimmt durch die Lüfte segeln.

Flieg Vogel flieg!