Hürde für Hürde zur Forschenden Organisation nehmen

Herbstwald

Forschende Organisation finden Sie toll. Doch in Ihrer Organisation geht das ganz und gar nicht. Viele Mitarbeiter sind schon mit der Lernenden Organisation überfordert… Die Idee lässt Sie jedoch nicht los. Was ist nun der Casus knacktus? Finazielle Mittel stellen in der Regel keine Hürde für die Forschende Organisation dar. Denn diese fließen einfach, wenn das Fundament richtig gelegt wurde. Es ist vielmehr eine Frage des kollektiven Mindsets – der Organisationskultur.

Selbstorganisierten Teams, die forschend neue Lösungen generieren, stehen Hürden im Weg. In Anlehnung an den Hürdenlauf schauen wir uns diese genauer an.

1. Hürde: Chronische Fixierung auf Kurzfristziele und -kosten

Forschende Haltung bedingt einer langfristigen Zeitorientierung. Bahnbrechende Entdeckungen werden nicht im Quartalsmodus erbracht. Daher ist diese Ausrichtung Gift für die forschende Geisteshaltung. Sie erzeugt Druck. Druck führt eher zur Lähmung als zu Spitzenleistungen.

2. Hürde: Olympischer Teamgeist fehlt

Ganz oben in der Unternehmensleitung feht mitunter dieser Spirit: wir sind ein Team. Wir siegen zusammen. Manchmal verlieren auch zusammen. Aber wir ziehen gemeinsam die Karre aus dem Dreck. Dabei dient die Unternehmensleitung auch in dieser Beziehung als Vorbild. Seien Sie sich dessen bewusst.

3. Hürde: Laterale Zusammenarbeit funktioniert nicht

Jeder gegen jeden: dieses Prinzip gilt vor allem zwischen den Unternehmenseinheiten, wie Abteilungen oder unterschiedlichen Ressorts. Liegt in der Natur der Sache: wenn die Erfolge gegeneinander aufgerechtnet werden, dann darf das keinen wundern.

4. Hürde: kein Teamspirit innerhalb der Einheiten

Auch innerhalb der Abteilungen, der Teams wird vielfach mehr gegeneinander als miteinander gearbeitet. Gemeinsame Entwicklungen scheitern zuerst an Gratifikationen, die Mancheiner allein einstreichen möchte. Gegenseitiges Anschwärzen nicht nur beim Vorgesetzten, sondern auch unternehmensweit, ist weiter verbreitet, als die Unternehmensführung zu ahnen bereit ist.

5. Führungselite denunzieren

Das, was keinesfalls sein darf, ist jedoch vielerorts an der Tagesordnung. Seien Sie nicht blind auf diesem Fleck. Keine, wirklich keine fachliche Leistung, kann die Integrität eines Mitarbeiters überstrahlen.

An der Tagesordnung sind jedoch solche Sätze: „Die Chefin hat das Personalkapitel falsch berechnet. Sie kann das auch nicht. Einen Zuschlag hat sie selbst auch nie erhalten…“ Der blanke Horror, hundertfach wiederholt, dem keiner ein Ende setzt. Warum bloß?

Schlimm ist nicht, dass es dieses Verhalten gibt. Schlimm ist nur, dass es geduldet wird. Da fehlt die Selbstachtung und Selbstliebe sich selbst gegenüber – als Unternehmensleitung.

6. Hürde: Risikobereitschaft ist nicht vorhanden

Fehler und Pannen zu vermeiden ist der vorherrschende Status. Haupsache es funktioniert. Die Ansprüche sind niedrig. Jedoch: Wer nicht wagt, der kann nicht gewinnen. Auf langfristige Sicht ganz bestimmt.

7. Hürde: Unentbehrlichkeit schützt in Krisensituationen

Sich selbst unentbehrlich machen, lautet oftmals die oberste Maxime. Um in Notsituationen selbst nicht gekündigt zu werden, entstehen die sonderbarsten ungeschriebenen Gesetze. Deshalb wird niemand entwickelt, der besser werden könnte, als man selbst. Neue Ideen sind fehl am Platz. Genies werden als potentielle Gefahren von Anfang an ausgeräumt. „Es sind keine guten Mitarbeiter am Markt vorhanden“ heißt übersetzt: „Ich finde keine.“ Das kann verschiedene Ursachen haben. Wenn jedoch eine Führungskraft keine finden will, wird sie auch nie welche finden.

8. Hürde: Territorien aufbauen

Territorien entstehen dort, wo sie am wenigsten gebraucht werden. Innerhalb der Teams entstehen unüberwindbare Grenzen. Das geschieht beispielsweise durch exklusive Außenbeziehungen. Diese werden durch terrierartiges Verhalten aufrechterhalten und verteidigt. Deshalb sind auch Drohungen an der Tagesordnung. Moralisches Bissverhalten hilft jedoch keinem wirklich – erst recht nicht in der Not.

9. Leistungskennziffern erfüllen – mehr nicht

Finanzielle Erfolge machen satt. Sie gaukeln eine zufriedenstellende Wirklichkeit vor, die keine gute ist. Wenn Menschen aus Leitungsfunktionen freiwillig ausscheiden, um „nichts“ zu tun, sollte das ein erster Warnschuss sein. Gestaltungswille kann auch hier nicht erkauft werden. Weiteres Zeichen, um aufzuwachen, sind die mittleren Führungsetagen, die „Dienst nach Vorschrift“ oder besser „Dienst nach Zahlen“ absolvieren. „Malen nach Zahlen“ hat jedoch nichts mit Kreativität zu tun. „Dienst nach Zahlen“ ebensowenig.

10. Depressionen statt Gestaltungsfreude

„Burnout“ und Depressionen machen sich breit. Leider ist dieses keinesfalls nur ein finanzielles Desaster. Vielmehr kämpft nicht nur das mittlere Management nach allen Seiten. Fataler Weise fühlen sich viele mehr zermürbt, als dass sie Gestaltungsfreude ausstrahlen.

Hindernisse überwinden

Schade, denn die Tätigkeit an sich könnte soviel Freude bereiten, wenn nur nicht diese Hürden wären. Neugier, Gestaltungsfreude funktionieren definitiv anders.

Jedoch sind diese Hürden nicht unüberwindbar. Ähnlich dem Hürdenlauf können Sie sich die richtige Technik einfach aneingnen, trainieren und umsetzen.

Wenn Sie Ihr Unternehmen, hier und da wiedererkennen, scheuen Sie sich nicht einen Experten zu engagieren. Dieser kann Ihnen sicherlich hier und da auf die Sprünge helfen.

Mit der richtigen Organisationsentwicklungstechnik ist das viel einfacher als Sie denken. Forschend agierende Teams sind fasziniert von ihrer Tätigkeit. Sie sind einfach nur dankbar. Für die eigene Enfaltung, für das tolle Team, die inspirierende Umgebung und stolz ein Teil der Organisation zu sein.

Forschende Organisationen strahlen einen unverwechselbar genialen Spirit aus – nach innen und nach außen.

50 Shades of Grey-Blue – the Art of Oraganization

Kunstwerk bestehend aus 7 Bildern

Die oben angedeutet zitierte Story hätte auch ganz anders verlaufen können. Unsere Versinon ist kurz und knapp erzählt:

Er: „Ich bin ein Sadist.“ Sie: „Nein, danke.“ Ende.

Das wäre jedoch kein Bestseller und erst recht kein Kinofilm geworden. Zurück bleiben wir mit der Gewissheit, dass eine finanzielle Absicherung verbunden mit einer Traumhochzeit kein „Happy End“ darstellen. Unsere Lebenserfahrung flüstert uns zu: für beide Protagonisten nicht. Kurzfristige Glückserlebnisse verheißen keinen Lebenssinn, verdrehen jedoch vielen den Kopf.

Lange Abende verführen manchmal zum Glotzen. Machen wir das beste draus und reflektieren ein wenig. Der Name „Grey“ ist gut gewählt. Die Welt des reichen Herren ist grau. Erinnert fühlen wir uns an die „grauen Herren“ aus Michael Endes Roman „Momo“, 1973. Michael Ende beschreibt darin die Wirkung der grauen Eminenz vorzüglich. Deren Konsequenzen führt uns Michael Ende bestmöglich vor die Augen: die grauen Herren sind die Diebe unserer Zeit. Wenn wir Zeit als Lebenszeit interpretieren, dann berauben die grauen Herren uns unserer Lebendigkeit. Eine graue Welt bleibt grau, auch wenn sie in fünfzig Facetten beleuchtet wird.

Schwarz-Weiß-Erfolgshype

Auch ein binäres Denken – gut oder schlecht – macht es nicht besser. Da sind wir nur die schlechteren Maschinen. Schwarz-weiß-Malerei verkennt die bunte Schönheit des Lebens. Wenn ich mich nur auf einen Aspekt fokussiere, komme ich vielleicht ganz gut ans Ziel. Gleichzeitig vernachlässige ich die anderen Facetten. Das rächt sich, früher oder später. In Krisen gerne früher.

Kunstwerk besteht aus einer bunten Vielfalt

Das Leben ist bunt. In der Betriebswissenschaft hat es bereits etabliert. Es gehört nun auch in der Wirtschaft zum guten Ton. Sich nicht ausschließlich an Shareholder-Value zu orientieren, sondern auch die Stakeholder-Value mit einzubeziehen. Auf die ganz lange Sicht verbinden sich die Ökonomie mit der Ökologie sogar. Das gemeinsame Wortbestandteil „Öko“ lässt es erahnen. Im vergangenen Jahrtausend waren beide Begriffe jedoch so weit voneinander entfernt wie Astronomie von der Astrologie es heute noch sind. Ökonomie und Ökologie gehören jedoch untrennbar zusammen. Astronomie und Astrologie haben jecoch vernachlässigbar wenig miteinander zu tun.

Egoismus und Hedonismus als zu ergänzende Wirtschaftsleitlinien

Der früher herrschende Fortschrittsglaube, dass Reichtum und Komfort schrankenlos glücklich mache, wurde ganz gut von Erich Fromm in seinem späten Werk „Haben und Sein“ auseinandergepflückt. Schauen wir uns es etwas genauer an. Fromm nimmt sich die systemimmanente ökonomische Wiedersprüche vor. Er stellt heraus, dass „Vergnügen im Sinne der Begierden nicht das Ziel des Lebens sein kann. Denn auf solche Lust folgt zwangsläufig die Unlust“(Seite 16).

Fromms Forderungen

Einen „fundamentalen Wandel der menschlichen Grundwerte, Einstellungen und Charakterorientierung im Sinne einer neuen Ethik, verbunden mit einer anderen Einstellung zur Natur“ fordert daher Fromm (S.22).

Erfolg bedeutet für Fromm seinem Leben Sinn zu geben und dabei Seelenruhe zu finden. Auch wenn wir das Wort Seele aus unserem Sprachschatz verbannt haben, so suchen wir mehr denn je psychische Balance, Ausgeglichenheit oder Work-Life-Balance.

„Unsere Aufgabe ist es, eine gesunde Wirtschaft für gesunde Menschen zu schaffen“, stellt Fromm abschließend heraus (S.215). Das stellt sich Fromm unter anderem derart vor:

  • Ausrichtung der Produktion auf einen gesunden und vernünftigen Konsum. (S.215)
  • humanistisches Management (S.226)
  • Schließung der Kluft zwischen armen und reichen Nationen (S.230)
  • Garantie eines jährlichen Mindesteinkommens (S. 231)
  • Gleichstellung der Frau (S. 233)

Zur Gleichstellung führt Fromm (S.233f) aus:

„Der Krieg zwischen den Geschlechtern ist .. alt …, aber er hat komplizierte Formen angenommen, da Männer die Frauen nicht nur als Arbeitstiere brauchten, sondern als Mütter, Geliebte und Trostspenderinnen. Oft tritt der Geschlechterkampf offen und brutal zutage, häufiger wird er im Verborgenen ausgetragen. Die Frauen mussten sich der Macht der Männer beugen, aber sie haben mit ihren eigenen Waffen zurückgeschlagen; ihre schärfste Waffe war, die Männer lächerlich zu machen. Die Unterjochung der einen Hälfte der Menschheit durch die andere hat beiden Geschlechtern immensen Schaden zugefügt und tut dies weiterhin“.

Kunstwerk: Organisationsentwicklung

Fromms Forderungen aus dem Jahr 1976 geben Denkimpulse, die aktueller denn je sind.

Gleichbehandlung, weiter betrachtet als ausschließlich auf der monetären Ebene, bringt die Gesellschaft und die Organisationen wirklich voran. Frauen in der Unternehmensführung bringen viele Aspekte auf den Tisch, für die die Unternehmen zuvor blind waren.

Erfolg muss wesentlich facettenreicher betrachtet werden, sonst droht der Sinn abhanden zu kommen.

Die Lektüre könnte dabei helfen. Erich Fromms „Haben und Sein“ können wir uneingeschränkt empfehlen. Persönlich habe ich es mehrmals gelesen. Dabei meine ich mit lesen, auch das kritische Auseinandersetzen mit den Gedankengängen, die ich nicht alle unterschreiben würde.

Kunstwerk Lesen

Das Lesen als Skill sollten wir uns ohnehin nicht abtrainieren, sondern verfeinern.

„Wann haben Sie sich das letzte Mal Gedanken darüber gemacht, wie Sie ein Buch besser lesen können? Wie sie regelmäßiger lesen, das Wissen besser behalten und vor allem, wie Sie Dinge aus einem Buch umsetzen können?“, fragt Dennis Fischer in der Handelsblattkolumne: Auf ein Buch „Warum man oft noch wie ein siebenjähriges Kind liest.“

Reflektiertes Lesen ist eine Kernkompetenz. Oft wird diese nie erworben oder geht im Stress des Alltags verloren. Doch ohne die innere Stille und Zurückgezogenheit, mit oder ohne einem Buch, geht der Sinn verloren, wenn dieser überhaupt jemals zuvor gefunden worden war. Nur das reflektierte Lesen lässt in unserem Kopf ein Kunstwerk entstehen.

Aus jahrelanger Erfahrung als Unternehmensberater beklagt Dieter Lange , dass der Sinn des Unternehmens selbst den Verantwortlichen oft nicht klar ist. Der Kontext, der übergreifende Handlungsrahmen, der Overarching Purpose fehle in fast allen Unternehmen.

Schaffen Sie Mehrwert, indem Sie im Unternehmen Dinge und Leistungen erschaffen, die mehr Wert sind. Wenn Sie dieses tun, leuchten Sie. Da, wo Licht brennt, versammeln sich Menschen. Rahmen Sie dann Ihr Tun ein und es ist ein Kunstwerk – Ihr Kunstwerk.

The Art of Organisation

Unternehmen zu führen, organisieren, andere verzaubern oder einfach nur machen, kann auch als arbeiten an einem Kunstwerk verstanden werden. Schöpfen Sie Ihre Kunstwerke selbst.

Der erste Schritt ist, den Sinn zu suchen und zu finden. – Wofür soll das Kunstwerk stehen?

Dann die Farbnuancen des Kunstwerks bestimmen. Dabei sind nicht ausschließlich gelb, rot, grün oder blau gemeint. Grau-blau ist eine mögliche Farbkombination. Vielleicht gefällt Ihnen jedoch rot-silber-gold besser. Sie bestimmern die Farben Ihrer Kunstwerke selbst.

Wie soll sich Ihr Kunstwerk in der Umgebung einfügen? Edel strahlen oder mimosenhaft unerkannt ihr Dasein fristen?

Setzen Sie Ihre Krativiät in verschiedenen Genren ein. Gestalten, schreiben, malen, sportlich ein Kunstwerk vollbringen oder gar einen Film drehen, vielleicht nur in Ihrem Kopf…

…und schon bald lässt sich Ihre Version der Shades-Story erzählen.

Für Ihr Kopfkino heißt es nun:

Film ab!

Antizipationsfähigkeit – zukünftige Entwicklungen vorwegnehmen

„Er fühlt nicht, was heute cool ist, er fühlt, was cool sein wird“, stellte Pamela Kerwin über Steve Jobs heraus. Herausragend dabei ist, dass die Antizipationsfähigkeit nicht nur auf Faken zielt. Vielmehr sind die Emotionen mindestens ebenbürtig. Wenn wir eine dritte Dimension hinzunehmen, beleuchten wir die Antizipationsfähigkeit erst richtig.

Antizipationsfähigkeit im Sport

Die Sportart ist egal, ob Fechten oder welche Mannschaftssportart auch immer. Wenn die Taktik des Gegners durchschaut wird, dann ist dieses Spiel mehr als halb gewonnen. Deshalb wird alles unternommen, dass der eigene Zug unkalkulierbar bleibt. Der Torwart darf nicht schon vorab die richtige Ecke ahnen. Das Spiel ist zum großen Teil ein Psychospiel.

„Mit den Jahren merkst du, dass du nicht so viel laufen musst, wenn du das Spiel gut liest und die Gegner durchschaust“, führt Hilton die Vorteile der Antizipationsfähikgeit aus. „Einen Lionel Messi kannst du nicht stoppen, auch wenn du weißt, was er machen wird. Aber die übrigen Fußballspieler sind sterblich, und die Anzahl ihrer Spielzüge ist begrenzt. Wenn du so alt bist wie ich, hast du sie alle schon mal gesehen“, eklärt Hilton, der älteste Feldspieler der fünf großen Fußballligen Europas. Gleichzeitig zeigt er auch die Grenzen auf.

Antizipationsfähigkeit im Business

„Kenne die Pläne deiner Chefs genau. So kannst du antizipieren, wo sich in Kürze neue Optionen auftun werden, zum Beispiel durch die Eröffnung eines neuen Standortes oder die Expansion in ein neues Marktsegment. Dann kannst du dich nicht nur auf entsprechende Veränderungen vorbereiten, sondern auch dein Timing exakt abstimmen: Hast du „zufällig“ Ressourcen frei, wenn das neue Projekt gestartet wird, ist es umso wahrscheinlicher, dass dir der Hut dafür aufgesetzt wird“, lautet die Empfehlung von t3n.

Reicht das?

Viel besser ist jedoch selbst neue Optionen zu erkennen. Schlagen Sie selbst vor, wo sich ein neuer Standort, ein neues Produkt oder eine Dienstleistung anbieten würde. Machen Sie selbst Vorschläge zur Expansion. Neue Marktsegmente zu erkennen, ist auch bloß eine Übungssache. Sehen Sie, was andere noch nicht sehen.

Verstehen Sie, was andere noch nicht verstehen.

Wissen Sie, was andere noch nicht wissen.

Fühlen Sie, was andere noch nicht fühlen.

…und die Welt wird Ihnen gehören!

Antizipation als Skill

Auch bei der Antizipation heißt es üben, üben, üben.

Besser jedoch: üben, reflektieren, üben…

Genau wie wir beim Autofahren nicht ohne diese Fähigkeit auskommen, brauchen wir diese auch in allen anderen Lebensbereichen. Doch nicht nur alle Lebensbereiche sind wichtig. Auch allen neuronalen Funktionen sollen wir Beachtung schenken. Wir kennen drei Funktionen: kogintive, affektive und konative Ausrichtung.

Kognitive Antizipation

Vor allem im Business ist es wichtig hervorzuheben, dass Zahlen nicht die ganze Wirklichkeit abbilden. Daten und Fakten bieten bloß eine Form der Zuknftstausrichtung. Diese kognitive Antizipation ist eine Möglichkeit der Vorwegnahme des Geschehens.

Affektive Antizipation

Eine weitere Dimension ist die affektive Ausrichtung. Diese bezieht sich auf die emotionale Zukunftsgerichtetheit. Steve Jobs wusste, was cool sein wird.
Wissen Sie das auch?

Konative Antizipation

Die konative Ausrichtung bietet die beste zukünftige Orientierung.
Welches werden die zukünftigen Leitlinien sein?
Was wird am Markt wirklich zählen?
Wonach werden die Menschen streben?

Harte Nüsse knacken

Bereiten Ihnen diese Fragen mehr Sorge als Freude?

Einfach geht anders. Das wissen wir auch. Jedoch darf das nicht unser Anspruch sein.
Anspruch der Forschenden Organisation lässt sich folgendermaßen zusammenfassen:

Zuversichtlich die beste Entwicklung aktiv ansteuern, jedoch auf das schlechteste Szenario vorbereitet sein.

Hope for the best, be prepared for the worst.

Das war gestern. Heute forcieren wir:

Explore the best, be prepared for the worst.

Forschungsweltmeister werden – uneinholbar erfolgreich

Forschungsweltmeister sind derzeit Amazon und Alphabet, berechnet nicht nach ihren absoluten, sondern nach ihren anteiligen Forschungsausgaben. Diese Unternehmen machen es uns vor. Mit der unabdingbaren Forschungsausrichtung ihres Unternehmens werden Sie scheinbar uneinholbar erfolgreich. Nicht nur monetär auch kognitiv.

Forschungsanstrengungen unternehmen

Forschungstätigkeit ist weder ausschließlich den Universitäten noch den großen global Playern vorbehalten. Um langfristig am Markt bestehen zu können, sind solide Forschungsanstrengungen notwendig.

Forschungsweltmeister sehen Forschung als Kernaufgabe

Forschung als Kernaufgabe sehen daher mehr als ein Dutzend Tochterunternehmen von Alphabet. Diese werden laut Handelsblatt mit den Gewinnen von Google finanziert. Geheimnisumwittert ist hierbei die Abteilung X. Medizin, Künstiliche Intelligenz, Verkehrstechnik sowie Drohnen stellen die wichtigsten zukünftigen Standbeine dar.

Forschungsweltmeister zu sein bedeutet vor alllem Erfindergeist aufzubringen. Dieser spiegelt sich auch in der KI wieder. Hierfür haben sich China und USA die Mehrzahl der Patente gesichert. Die ultimaltive Frage lautet deshalb: Wo wollen wir uns langfristig positionieren? Als Europa, als deutschsprachiger Raum, als einzelne Organisation?

Forschungsweltmeister leben von ihrem Mindset

Die anteilmäßigen Ausgaben so zu erhöhen, dass unser Unternehmen Weltmeister wird – das können wir uns nicht leisten – ahnen wir da viele denken.

Können Sie sich leisten nicht in die Forschung zu investieren? Wohl kaum.

Vielmehr leben Forschende Organisationen von und mit Innovationen. Kreative Ideen umzusetzen hat noch keinem geschadet. Kreativität zu leben macht echten Spaß. Kindliche Neugier lässt uns nicht nur jünger wiken, sondern auch attraktiver. Als Mensch und als Unternehmen. Es kommt vornehmlich auf das forschende Mindset an.

Nun werden Sie nicht gleich Weltmeister. Jedoch lohnt es sich, sich auf den Weg zu machen. Loslegen. Einfach sich zu fragen, was könnten wir besser als alle anderen vollbringen? Womit könnten wir glänzen? Worauf wartet die Welt? Welche Idee ist noch nicht umgesezt?

Geistesblitze, die die Welt verädern, sind stets gefragt. Und diese sind stets Mangelware. Es gibt nie genug.

Schaffen Sie daher die Bedingungen, die Ihre Organisation weltmeisterlich werden lassen. Dabei zählt nicht nur die Quantität. Sondern auch die Qualität. Qualität hat einen noch viel höheren Wert.

Paradigmenwechsel

Es ist an der Zeit einen Paradigmenwechsel zur Forschenden Organisation zu vollziehen.
Es lohnt sich.

Sie müssen ja nicht gleich Weltmeister werden. Auf die langfristige Perspektive kommt es an…

Altruismus und Eigeninteresse – beide richtig wichtig

Selbstlos anderen zu helfen, bezeichnen wir als Altruismus. Das Eigeninteresse selbst hinten anzustellen, um anderen zu helfen, hört sich heroisch an. Sind Altruisumus und Eigeninteresse nur scheinbar gegensätzliche Interessen? Und warum sollten wir Altruismus kultivieren?

Eigeninteresse als Hirnfunktion

Das menschliche Gehirn ist darauf ausgerichtet, die Chancen für das eigene Überleben zu maximieren. Dieses bedeutet vor allem: essen, sich fortpflanzen, Macht ausüben, Energie sparen, Informationen gewinnen.

Diese Mechanismen sind einfach und robust. Sie haben sich über Millionen Jahre bewährt. Diese kurzfristige Lustmaximierung treibt das Eigeninteresse und damit den Konsum an. Im Striatum des Großhirns liegen Neurone, die bei jedem dieser überlebensdienlichen Verhaltensmuster Dopamin ausschütten. Und somit generieren sie Lust und Wohlbefinden.

Das Striatum kann sich selbst nicht begrenzen. Deshalb fällt es den Menschen schwer, sich selbst zu zügeln: Sex, Güter, Nachrichten, Essen und Trinken sind in unserer Gesellschaft im Überfluss vorhanden und können mit wenig Energieaufwand konsumiert werden.

Dass wir diesem Überfluss so hilflos als Konsumenten gegenüberstehen, liegt daran, dass wir evolutionär nie dieser Situation ausgesetzt waren. Wir sind daher auch nicht darauf vorbereitet.

Neurowissenschaftliche Zukunftsblindheit

Überlebensvorteil lag Jahrtausende lang daher auch im schnellen Konsum. So wurden die „Fressgene“ und die anderen kurzfristigen Lustbeschaffer zu unseren größten Feinden. Fettleibigkeit, übermäßiger Medien- und Sexkonsum sorgen jedoch derzeit für mehr Frust als Lust. Auch hier wird deutlich: eine positive Eigenschaft / Verhaltensweise verkehrt sich ins Gegenteil, wenn sie überperfektioniert wurde.

Die Dopaminausschüttung ist umso stärker, je schneller die Belohnung folgt, so die neurowissenschaftlichen Erkenntnisse der Cambrige Universität. Deshalb fällt es uns so schwer eine langfristige Perspektive einzunehmen. Daher sind wir blind für die längerfristige Zukunft. Dieses gilt auf dem Aktienparkett genau so wie für die globale Entwicklung. Dem Striatum sei dank.

„Die riesige Großhirnrinde des Homo sapiens, die ihm immer mehr Möglichkeiten verschaffte, hat sich in den Dienst eines Zwerges gestellt, der sich nur zu gern an Macht, Sex, Essen, Faulheit und seinem Ego berauscht“, stellt Sébastien Bohler heraus.

Altruismus und andere Strategien

Istinktiv wissen wir, dass wir diesem Mechanismus entkommen können. Denn nicht alle Menschen sind süchtig. Und wenn Menschen süchtig sind, dann zumeist nicht nach allen gennanten Faktoren.

Rosinen picken

Die ultimantive Frage lautet nun, wie können wir uns im Erwachsenenalter eine neue langfristigere Sicht aneignen?

Hierfür sind ein paar Rosinen gut geeignet.

Bei dieser Rosinenübung greifen Sie nach einer einzigen Beere. Betrachten Sie diese genau: Größe, Konturen, Falten, Farbnuancen… Riechen Sie den Duft, den eine einzelne Rosine versprüht? Nun stecken Sie sie in den Mund – jedoch ohne zunächst zu kauen, nur an der Rosine lecken. Dann weicht diese durch Ihren Speichel auf. Ihr süßer Geschmack überwältigt Sie – eine einzige Rosine. Dafür benötigen Sie etwa 10 Minuten Zeit.

„Zeit, die wir uns nehmen – gibt uns etwas zurück“, wusste schon Goethe.

Diese Rosinenübung geht auch mit dunkler Schokolade, Aprikosen und ist nicht nur auf das Essen beschränkt.

Mit Bewusstheit erweitern wir unseren Resonanzraum und können uns von unseren Süchten befreien. Weniger ist mehr. In der Zukunft noch viel mehr als heute.

In der Bewusstheit lassen wir uns nicht mehr so leicht von kurzfristigen Impulsen steuern. Ferner widerstehen wir eher dem Lockruf der schnellen Belohnung. Wir lernen uns auch frei und bewusst zu entscheiden. Des Weiteren handeln wir aus einer langfristig altruistischen Perspektive.

Gender-reated-facts aus der Neurowissenschaft

Altrustisches Verhalten ist bei Frauen häufiger ausgeprägt als bei Männern, so eine bedeutsame Erkenntnis des funktionellen Magnetresonanztomografie (fMRT) Verfahrens der veranschaulichen Hirnforschung.

In diesem Versuch ging es um Geld. Bei weiblichen Versuchspersonen wurde das Striatum auch beim Teilen des Geldes aktiv. Keinesfalls war das so bei den männlichen Probanten. Männer behielten das Geld für sich. Sie aktivierten auf diesem Wege ihr Striatum. Hier finden wir eine Begründung für den Gender-Pay-Gap: Frauen können teilen, Männer nicht.

Altruismus und die aktuelle gesellschaftliche Perspektive

Eine Gesellschaft ist auf altruistisches Verhalten angewiesen. Helfen ohne einen adäquaten Gegenwert ist gesellschaftlich überlebensnotwendig. Wir sind auch dazu gesetzlich verpflichtet – etwa bei Lebensgefahr.

„Eigeninteresse und Altruismus sind dann ein und dieselbe Sache“, stellt Bill Gates konkludierend in Bezug auf die Impfdosen aus der gesellschaftlichen Perspektive heraus.

Und wie sieht es aus der organisatorischen Perspektive aus?

Altruismus aus der oganisatorischen Perspektive

„Altruismus ist das wahre Wunder, aus dem alle Wunder entstehen“, erkannte schon Ernesto Walter Emerson.

Mehr möchten wir dem nicht hinzufügen.

Vielmehr Sie auffordern selbst Wunder zu vollbringen und Bedingungen zu schaffen, Wunder entstehen zu lassen.

Hoffentlich haben Sie nun eine paar neue Impulse. Sowie neue Ideen wie Sie das umsetzen können.

Viel Erfolg!

Mensa – Perspektivwechsel bei der Kantine

Mensa, die gute alte Kantine, ist als sozialer Ort schwer zu ersetzen. Informeller Austausch bei einer warmen Mahlzeit dient als sozialer Kitt. Jedoch auch als Ort des Austausches von Ideen und Geistesblitzen quer über die internen Grenzen hinweg. Funktionen der guten alten Mensa, die oft vernachlässigt, gar missachtet werden.

Mensa ist out – Wegfall der betrieblichen Kantine

Nicht nur in Zeiten des Home-Office fehlt der soziale Austausch an unverbindlichen Orten wie der Kaffeeküche oder der Kantine. Bereits zuvor sind schon Kantinen wegrationalisiert worden. Einsparungen, die schnell verbucht wurden.

Unternehmen können jedoch die daraus resultierenden negativen Folgekosten nicht beziffern. Die Rechnung, was die Kosten- und Leistungsrechnung nicht messen kann, existiert nicht, greift zu kurz.

Wenn anstatt einer gesunden und schmackhaften Ernährung, der Mac Doof um die Ecke mangels Alternativen als Grundversorgung dient, dann darf sich keiner über ebensolche Ergebnisse wundern.

Wenn Ideen nicht geboren, nicht verfeinert und nicht umgesetzt werden, ist das nicht quanitfizierbar.

Dennoch richten die nicht um die Büroecke gedachten und damit unverwirklichten Ideen den größten Schaden an.

Kalter Kaffee

In einem Versuch ist nachgewiesen worden, dass wir fremde Menschen, je nach der Temperatur des zuvor gereichten Kaffees, anders beurteilen. Bei einem warmen Getränk wird auch der Person sprichwörtlich warm ums Herz.

Warme Mahlzeiten anzubieten – darauf sind sogar die Tafeln gekommen. Wohl wissend, wie existentiell diese für das persönliche Wohlbefinden sind. Wohlbefinden – da war doch was.

Die Kantinen sind in vielen Betrieben weg. Mancherorts wurden sie später durch kaltes Obst oder – noch schlimmer durch eine Süßigkeitenflatrate – ersetzt. Die Folgen einer solchen Flatrate kann sich jeder selbst ausmalen. Wie kurzfristig muss das Denken eines solches Unternehmens gestrickt sein? Geht es schlimmer?

Schlimmer geht immer. Wenn die Niederlassungsleitung sich selbst das Geld für die nicht angebotenen Früchte und Getränke einsteckt. Unangekündigte Besuche lassen die Zentrale vielleicht aufschrecken, öffnen jedoch die Augen für die wahren Probleme des Betriebs-Alltags.

Mensa als Forschungsort

Wie wäre es mit einer gesunden warmen Mahlzeit, die je nach Betriebsgröße nicht zwangsläufig täglich, jedoch regelmäßig frei angeboten werden würde?

Gleichzeitig schaffen Sie damit Anreize das bequeme Home-Office freiwillig zu verlassen.

Ungezwungener Austausch in einer warmen Atmosphäre lässt früher oder später eine neue Idee sprießen. Diese wird wohlwollend grenzenüberwindend ausgeklügelt. Echter Fortschritt lässt sich so leicht generieren.

Die Frage lautet nur: Welche Kultur hätten Sie gerne?

Nicht umsonst haben die Hochbegabten ihren ältesten Club ebenso genannt: Mensa.

Selbstorganisation – oben ohne? Wie Sie forschend agieren

Was bedeutet Forschende Organisation? Zentrales Steuerunsmittel ist die Selbstorganisation. Welche Konsequenzen hat Selbstorganisation für die Führungsetagen? Und vor allem: Sind die obersten Riegen nun überfüssig? In unsicheren Zeiten muss Sicherheit her. Doch strahlen Sie die notwendige Lässigkeit auch aus? Und noch viel wichtiger: auch nach Innen?

Forschende Organisation heißt auch Selbstorganisation leben

Selbstorganisation wird verstanden als kompetentes situationsgerechtes lösungsorietiertes Handeln auf Erfahrungsbasis. Agilität, Transparenz, forschende Kultur, Lösunugsorientierung und Vertrauen bilden die Grundlagen für Forschende Organisation. Nun heißt es durch Kompetenz, Erfahrung und Persönlichkeit zu überzeugen. Statussymbole werden hinten angestellt, wenn auch nicht völlig vernachlässigt.

Nicht nur verstehen, sondern es auch täglich umsetzen, ist die Herausforderung, der Sie sich täglich stellen. Wenn Sie plötzlich erkranken, in diesen Tagen durchaus vorstellbar, wie lange würde Ihre Organisation, Abteilung oder was auch immer Sie zu veratworten haben, ohne großen Schaden überstehen?

Viele meinen, dass nur Unersetzbarkeit sie wichtig mache.

Nein, vollkommen falsch!

Wie Eltern, die sich in Augen der Pubertierenden, fast überflüssig machen. Ebenso wie Eltern, die das schnell akzeptieren und dementsprechend agieren und keine Vorschriften den Halbwüchsigen mehr machen. Genau so sollten auch Führungskräfte ihre anvertrauten Mitarbeiter behandeln. Als erwachsene Menschen, denen sie mit Rat und Tat zur Seite stehen. Exakt wie die erwachsenen Kinder wieder mit den Eltern kommunizieren, sofern die Eltern nicht in die falschen alten Rollen verfallen.

Unsicherheiten aufheben

Die Vorteile eines selbstorganisierten Unternehmens sind evident – für diejenigen zumindest, die es begriffen haben und auch umsetzen können.

Bezüglich der Führungsrolle herrscht eine große Unsicherheit.
Change Prozesse verursachen immer Unsicherheiten, soweit ist das völlig normal.

Jedoch ist die Elite nun selbst verunsichert, bis hin zur obersten Ebene. Die Führungskultur muss sich neu finden. In Wellenform geht das durch die ganze Organisation.

Braucht man überhaupt noch Führung? Und wenn ja, wofür?

Schauen wir uns doch mal um. Bekleidungsmäßig hat Putin es „oben ohne“ versucht und sich vor der Weltöffentlichkeit der Lächerlichkeit preisgegeben. Bei seinem Führungsstil kommt „oben ohne“ bestimmt nicht vor. Doch diese Art Führungspersönlichkeit meinen wir nicht…

Mit Selbstorganisation klaren Kopf behalten

Wie ein kopfloses Huhn durch die Gegend flitzen… weit kommt man damit nicht.
Das Huhn, der Mensch und die Organisation – alle brauchen einen klaren Kopf.

Einen Kopf, der klar denken und die Organe (Herz, Leber, Nieren, Milz, …) ihre Funktion ausüben lassen kann. Der Kopf steuert bewusst und unbewusst die Prozesse. Die lebensnotwendigen Mittel sind in ausreichenden Mengen vorhanden: Sauerstoff, Wasser, Nahrung. Gleichzeitig verrichten die Organe in Eigenregie, das was zu tun ist. Nicht nur die Organe. Auch jede einzelne Zelle weiß, was sie zu tun hat. Sie agiert überlebenswichtig richtig, obwohl sie wohl kaum den ganzen Zusammenhang über- oder gar durchschauen kann.

Adäquat in den Unternehmen: Raum, Technik, finanzielle Mittel sind nicht immer selbstverständlich, leider. Mal fehlt die eine oder andere (digitale) Zugangsberechtigung, so dass die gern getane nicht erledigt werden kann.

Oder es werden andere Steine, in welcher Form auch immer, in den Weg gestreut, manchmal gar vom mittleren Management.

Jeder will „Arbeit haben“ und keiner „Arbeit machen“. Schikane unken die Benachteiligten. Von außen betrachtet grenzt es oft an ein Wunder, dass etwas Produktives entsteht.

In Organisationen steckt demnach enormes Potential, das sehnsüchtig darauf wartet, gehoben zu werden…

Selbstorganisation und neues Führungsverständniss


Die Elite muss Mittel, Raum und Zeit für Kreativität und Ideen bieten. Sie sollte Vertrauen und Sicherheit bieten. Energie sowohl nach innen als auch außen ausstrahlen.

Wenn die Ideen auf einen Boden, der sie gedeihen lässt, fallen, dann fängt die Forschende Organistion exponentiell zu wachsen an. Erfolg wächst dann ebenfalls exponentiell scheinbar von ganz alleine.

So kommt es zumindest vor, wenn die richtige Organisationsentwicklungstechnik dahinter steckt.

Machtvakuum braucht kein Mensch – Macht richtig gebrauchen

Macht ist immer vorhanden. Unternehmensleitung und Führungskräfte erhalten formale Macht. Wenn sie diese nicht zufriedenstellend ausfüllen, dann entsteht ein Machtvakuum. Andere Akteure springen dann in diese Lücke. Die Folgen sind unkontrollierbar…

Machtvakuum

Macht basiert entweder auf der formalen Position oder informellen Faktoren. Machtvakuum entsteht, wenn formale Macht nicht professionell ausgefüllt wird.

Formale Macht

Positionen verleihen formale Macht. Das bedeutet, dass bestimmte Personen Befugnisse besitzten, die andere formal nicht haben. Die wichtigsten im Unternehmen sind Einstellungs- und Entlassungsbefugnis, Weisungs- sowie Entscheidungsbefugnis.

Mit dieser formalen Macht wächst die übertragene Verantwortung. Wird die Person dieser Verantwortung gerecht, so ist kein Machtvakuum zu befürchten.

Subjektiv werden auch andere Befugnisse oder auch Vorrechte als wichtig erachtet. So sind die Lage und die Größe des Büros nicht nebensächliche Kriterien. Eine wichtige Figur im Unternehmen, die ihr Büro im Vorzimmer an einem klitzekleien Tisch plaziert, signalisiert der ganzen Umgebung, dass etwas nicht stimmt.

Informale Macht

Neben dieser formalen besteht immer eine informale Macht. Diese kann auf Expertise, auf Empathie oder auf bewussten oder unbewussten Beeinflussung basieren.

Machtdemonstrationen etablieren sich auf vielfältige Weise:

Mancher lässt monatelang auf einen Termin warten, um die Macht nicht nur zu demonstrieren, sondern diese im Vorfeld schon auf- oder auszubauen. Diese Überlegenheit wird auch am Markt gern genutzt, wenn eine Marke, ein neues Produkt schon im Vorfeld angepriesen wird: Freuen Sie sich auf mein Buch, das in Kürze erscheint!

Viele schauen gerne aus dem Fenster oder auf den Bildschirm, um die asymetrische Macht oder / und ihre Geringschätzung zu bekunden. Wegschauen kann auch Schüchternheit bedeuten oder kulturell bedingt sein. Vorschnelle Schlüsse können da einen mehr in die Irre leiten, als Erkenntnisse liefern.

Experten benutzen häufig Fachsprache, um sich genau auszudrücken oder um ihr überlegenes Fachwissen zu zementieren. Oder beides.

Welche Machtperformence auch immer dargeboten wird, gilt es zu bedenken: „Pünktlichkeit ist die Tugend der Könige“.

Anders ausgedrückt: Es bleibt stets zu hinterfragen, warum diejenige Person oder Marke es meint nötig zu haben, diese oder jene Show abzuziehen.

Machtvakuum bei der Forschenden Organisation?

Nein, ein Machtvakuum ist sicherlich nicht eine gute Lösung. Auch für die Forschende Organisation nicht. Die Macht wird nur anders zelebriert.

Macht ist nichts absolutes. Je mehr Macht genutzt wird, desto mehr nützt sie sich auch ab.
Daher sind Machtdemonstration oder gar Machtanwendung sehr sparsam zu dosieren.

Zuhören, sich kümmern, hilft allen weiter. Anerkennung und Kompetenz verbunden mit Verantwortung zeichnen charismatische Persönlichkeiten aus. Formale Macht hin oder her.

Bedenken Sie: Macht ist viel mehr das, was die Menschen einem zuschreiben, als das, was man selbst zu haben glaubt.

Geschieht diese Machtzuschreibung aufgrund diverser Spielchen, die der Partner früher oder später durchschaut, führt das zu Enttäuschungen.

Machtzuschreibung aufgrund solider Erfolge, führt das zu einer Souverinität, die das Protzen überflüssig macht. Besser ist das auch.

Entfalten und sich entfalten lassen – die forschende Organisation

Entfaltung einer Apfelblüte

Ein System arbeitet am besten in Eigenregie. Forschende Organisation nutzt dieses Prinzip indem sie ihren Mitgliedern hilft, sich selbst und damit die Organisation zu entfalten. Enfalten und entfalten lassen – lautet die Devise.

Analoge Prinzipien im Körper

Jede Zelle erfüllt ihre Funktion. Herz, Leber, Nieren übernehmen überlebenswichtige Aufgaben. Diese verrichten sie auf den Gesamtprozess abgestimmt. Die Muskelzelle sorgt für Bewegung. Gehirnzellen vernetzen sich selbst und denken über das Denken nach.

Im Unternehmen können wir das Controling, Marketing, Human Resource… äquivalent betrachten. Wir gehen davon aus, dass jedes Organ, jede Stelle am besten weiß, wie sie zu funktionieren hat. Wenn nicht, dann benötigt sie Hilfe zur Selbsthilfe.

Die Führungselite, vergleichbar mit dem Gehirn, steuert das Unternehmen. Auch der Darm übernimmt überlebenswichtige Funktionen. Bedenken Sie, dass auch unliebsame Aufgaben zuverlässig erledigt werden müssen.

Zugrundeliegende Prinzpien

Welche Prinzipien werden zugrunde gelegt?

Diese überlebenswichtigen Prozesse laufen selbstgesteuert und unbewusst ab. Wir steuern weder bewusst den Herzschlag noch Funktionen der Leber oder der Niere. Auch die Versorgung der Zellen mit Sauerstoff, Energie und Spurenelementen geschieht ganz unbewusst. Diese Prozesse passen sich den akuten Anforderungen an. Anstregung, äußere Bedingungen wie Hitze lassen das Herz schneller schlagen und die anderen Organe agieren entsprechend.

Entfalten und sich entfalten lassen als Überlebenskriterium

Analog sind in Organisationen die selbstorganisierten Prozesse überlebenswichtig.

Wir brauchen nicht die Menschen, die jede Regel befolgen, denn das ist schlichtweg unmöglich. Viele Regeln widersprechen sich. Es liegt in der Natur der Sache, dass Regeln auch mal gebrochen werden müssen.

Wenn eine Ampelanlage auf „rot“ stehen bleibt, müssen wir die Entscheidung treffen, bei einer roten Ampel zu fahren. Wir fahren umsichtig los. Und das ist notwendig, um sprichwörtlich nicht auf der Stelle zu bleiben, sondern voranzukommen. In Organisationen ist es ebenfalls wichtig, unsinnige Regeln zu brechen. Denn nichts kann den Betrieb besser lahmlegen als der berühmte „Dienst nach Vorschrift“.

Daher benötigen wir Menschen, die genau wissen, wann und wie sie Regeln brechen müssen. Wenn das im Sinne des Unternehmens geschieht, ist nicht nur nichts dagegen einzuwenden. Es ist für das Unternehmen überlebenswichtig. Das stellt Simon Sinek besonders gut heraus.

Dennoch werden die Prinzipien der Selbstorganisation in der Wirtschaft eher vernachlässigt. Selbstorganisatorische Prozesse sind in ihrer Wichtigkeit weder voll erkannt, noch zielführend ausgeschöpft.

Am wichtigsten ist die entsprechende Umgebung. Eine solche Umgebung zu schaffen, ist eine hehre Aufganbe. Eine Umgebung in der Selbstvertrauen gedeiht. Kooperation das Miteinander bestimmt. Und gegenseitiger Respekt die Basis bildet. Im Gegenzug erhalten Sie Loyalität und Einsatz für die gemeinsame Sache…

…und ein lebendig forschendes Mindset.

Was wollen Sie mehr?

Sonnenkraft ausstrahlen und andere zum Leuchten bringen

Die Sonne strahlt auf einen See

Sonnenkraft bildet die Basis für unsere Existenz. Sie versorgt uns mit Energie. Ausstrahlung ist auch eine leuchtend wärmende menschliche Eigenschaft. Energie ausstrahen kann ich jedoch nur, wenn ich im Inneren brenne. Genau wie die Sonne.

Leadership bedeutet sich selbst und andere begeistern können. Wenn ich nicht selbst für etwas brenne, werde ich niemals andere für etwas anstecken können. Besitze ich jedoch Sonnenkraft, werde ich auch diese ausstraheln und andere wärmen, wenn es kalt wird.

Sonnenkraft und Selbstführung

„Gehe aufrecht wie ein Baum, lebe dein Leben so stark wie ein Berg, sei so sanft wie der Frühlingswind, bewahre die Wärme der Sonne im Herzen und der große Geist wird mit dir sein“, lautet eine Weisheit der Navajo. Heute beschäftigen wir uns mit der Sonnenkraft im Besonderen.

Führungsfähigkeit fängt bei sich selbst an. Die Wärme der Sonne im Herzen bewahren bedeutet auch unter widrigen Umständen die Verantwortung zu übernehmen. Genug Energie zu besitzen, um stürmische Zeiten zu überstehen.

Verantwortung für sich selbst

Verantwortung für sein eigenes Da – Sein anzunehmen heißt auch, dass das Leben, wie ich es führe, etwas mit mir selbst zu tun hat. Bisher habe ich es so gewählt. Spätestens jetzt heißt es, die eigene Opferrolle verlassen und ein neues Leben wählen.

Sich selbst neu erfinden. Kreativ sein eigenes (berufliches) Leben gestalten. Schöpferrolle im eigenen Leben einnehmen. Diese unwiderstehlich stringend überzeugend ausfüllen.

Das innere Feuer entzünden, dann andere anstecken.

Verantwortung für andere

Am besten übernehme ich Verantwortung für andere indem ich das Unausgesprochene einbeziehe. Den Klang der Sonne zu hören, bildet die Königsdisziplin.

Entsprechend zu handeln ist eine weitere. Verantwortung für andere zu übernehmen bedeutet immer auch Macht auszuüben. Oft wird Macht unbewusst mit Machtmissbrauch konatiert. Diese Verknüpfung müssen wir bewusst durchbrechen.

Wir dürfen nicht den bösen Mächten die Macht überlassen.

Sonnenkraft für eine bessere Welt ausstrahlen

Die Macht muss den Guten gehören. Denen, die die Welt positiv gestalten wollen. Denen, die die Sonnenkraft ausstrahlen und andere zum Leuchten bringen.

Das ist die Welt, für die es sich Strahlen lohnt.

Strahlen Sie diese positive Energie aus.
Entfalten Sie damit Ihre kreative Kraft zu schöpfen.
Lassen Sie mit Ihrer Schöpferkraft andere aufleuchten.

Das bringt Ihnen selbst die meiste Energie. Energie, die Sie benötigen, um selbst vor Kraft zu strotzen. Diese Energie ist nachhaltig und auf die beste Weise erneuerbar.

Viel Kraft zum Strahlen!