Mit Selbstliebe zur Herzensweisheit

„Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ lautet ein christlicher Imperativ. Bevor ich auf meinen Nächsten schaue, muss ich mich selbst erst einmal lieben. Doch warum Selbstliebe predigen? Und was hat diese mit Organisationsentwicklungstechnik gemein? Wie kann uns Selbstliebe in Krisenzeiten helfen? Von Nächstenliebe wird viel geredet. Dabei wird die Selbstliebe außer Acht gelassen. Völlig zu unrecht, wie wir meinen.

Wurzel der Organisationsentwicklungstechnik

Organisationsentwicklung fängt mit Selbstentwicklung an. Und Selbstentwicklung fängt mit Selbstliebe an. Die Selbstliebe verstehen wir als Wurzel für emotionale Stabilität und Erfolg. Wobei hier der Erfolg wesentlich breiter als der monetäre betrachtet wird. Für jeden bedeutet Erfolg etwas anderes. Auch im Laufe des (Organisations-) Lebens verschieben sich die Prioritäten. Viele, die grandiose Erfolge feiern durften, in welchen Bereichen auch immer, haben erhebliche Mühe von der Erfolgsleiter wieder runterzukommen. Aus Erfahrung wissen wir, dass das Hinunterkommen mindestens so schwierig ist, wie das Hinaufklettern, zumindest wenn es sich um respektable Höhen handelt. Selbstliebe leistet hier enorme Hilfestellungen.

Geburtstage als Erinnerungen an die Selbstliebe

An Geburtstagen kommen wir nicht umhin, an uns selbst zu denken. Es ist eine Ehre, Charlie Chaplins Rede zitieren zu dürfen, die er selbst anlässlich seines eigenen 70. Geburtstages hielt. Er gibt uns die Chace, uns selbst ein paar Tage eher damit zu beschäftigen:

„Als ich mich selbst zu lieben begann

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,
zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin
und dass alles, was geschieht, richtig ist –
von da an konnte ich ruhig sein.
Heute weiß ich: Das nennt man VERTRAUEN.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid
nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
Heute weiß ich: Das nennt man AUTHENTISCH SEIN.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen
und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war.
Heute weiß ich, das nennt man REIFE.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben,
und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen.
Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude macht,
was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt,
auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.
Heute weiß ich, das nennt man EHRLICHKEIT.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war,
von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen
und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst.
Anfangs nannte ich das „Gesunden Egoismus“,
aber heute weiß ich, das ist SELBSTLIEBE.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen,
so habe ich mich weniger geirrt.
Heute habe ich erkannt: das nennt man DEMUT.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben
und mich um meine Zukunft zu sorgen.
Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet,
so lebe ich heute jeden Tag und nenne es BEWUSSTHEIT.

Als ich mich zu lieben begann,
da erkannte ich, dass mich mein Denken
armselig und krank machen kann.
Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte,
bekam der Verstand einen wichtigen Partner.
Diese Verbindung nenne ich heute HERZENSWEISHEIT.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen,
Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten,
denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander
und es entstehen neue Welten.
Heute weiß ich: DAS IST DAS LEBEN !“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.