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Intrinsische Motivation und die Quadratur des Kreises

Eine Sache ihrer selbst Willen zu tun und dieses Tun zu genießen, das bezeichnen wir als intrinsische Motivation. Sie genießen was Sie tun, unabhängig davon, was Sie damit erreichen. Wenn Sie schreiben, um des Schreibens willen: genießen Sie zu formulieren, möchten etwas ausdrücken, was aus Ihnen sprudelt. Sie haben Freude dabei. Wenn Sie laufen und das Laufen an sich genießen. Sie lieben es, die Bewegung ihres Körpers zu spüren, die Waldluft zu atmen und dabei dem Vogelgezwitscher zuzuhören.

Intrinsische Motivation ist von der Zielerreichung losgekoppelt. Dennoch ist es die intrinsische Motivation, die die Kusche Ihres Lebens und die Ihrer Karriere richtig voranzieht. Sie wird daher gemeinhin als die beste Motivation betrachtet. Denn die intrinsische Motivation achtet die eingenen Interessen, Wünsche und Bedürnisse.

„Den Marathon in einer ganz bestimmten Zeit schaffen zu wollen oder der Aufstieg mit einer Mannschaft… Das sind extrinsische Ziele, also solche, die außerhalb der eigentlichen Handlung liegen, die also als Konsequenz der Handlung erreicht werden. Die Konsequenz des Fitnesstrainings ist, dass ich abnehme. Auch das ist ein extrinsisches Ziel“, stellt Jens Kleinert heraus.

Oder mit Jan Frodenos Worten: „Jeder muss für sich selbst entdecken: Was ist mir wichtig? Wie ticke ich?“ Und weiter fährt er fort: „Damals war für mich Verzicht als Grundsatz – egal auf was bezogen – das, was ich mit Hochleistung verbunden habe. Ich dachte, ein Sportler muss auf alles verzichten, was Spaß bringt, besonders als Ausdauersportler. Ich wäre daran kaputtgegangen. “ Anders ausgedrückt: uns bringen strenge Vorschriften und Vorgaben nur mittelfristig sehr weit. Langfristig können wir diese nicht durchhalten und gehen daran kaputt. Langrfristig benötigen wir intrinsische Faktoren.

Intrinsischer Motivation als Erfolgsfaktor

Die ultimative Frage lautet daher, ob intrinsische Motivation in Unternehmen überhaupt möglich ist. Wenn die Mitarbeiter Zeit gegen Geld tauschen, dann wird von ihnen zurecht Arbeitsleistung erwartet.

  • Sind die Mitarbeiter daher nicht zwangsläufig, wenn überhaupt, extrinsisch motiviert?
  • Stellt die intrinsische Motivation im Umternehmen nicht die Quadratur des Kreises dar?
  • Kann ich die intrinsische Motivation meiner Mitarbeiter und Führungskräfte nachhaltig beeinflussen?

Die Antwort lautet: Ja und Nein. Es ist ambiguativ.

Das Wichtigste ist, die Präferenzen der Führungskräfte und Mitarbeiter zu identifizieren:

  • Welche Tätigkeiten bereiten den Führungskräften und den Mitarbeitern wirklich Freude?
  • Wie würde der optimale Arbeitstag, Arbeitswoche aussehen?
  • Wechseln die Tätigkeiten in Jahresverlauf stark?

Ermitteln Sie diese Punkte in stressfreien Situationen. Diese ist nicht unbedingt in Beurteilungsgesprächen gegeben. Eine Vertrauensbasis ist hierbei unabdingbar. Eine neutrale Persönlichkeit kann helfen. Jedoch gilt dabei: die besten Unternehmensberater und Coaches sind diejenigen, die sich selbst und ihre Arbeit überflüssig machen.

In dem Moment, in dem die Führungskräfte und Mitarbeiter ihre Wünsche und Vorstellungen in Worte fassen, müssen sie sich selbst reflektieren – und das ist die Basis für den nachhaltigen Erfolg.

Wichtig ist, die weiteren Schritte konsequent zu gehen und diese Inputs konstruktiv zu nutzen:

Ermöglichen Sie dann Ihren Führungskräften und Mitarbeitern, dass zu tun, wofür diese bestimmt sind und Sie werden ungeahnte Erfolge feiern, nicht zuletzt deshalb, weil der Erfolg nicht der bestimmende Faktor des Handelns war.

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