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Organisationsentwicklung Scheitern

Scheitern lernen!

Scheitern, das ist die erfolglose Verfolgung eines Zieles. Warum ist aber Scheitern dennoch grundlegend wichtig und wie geht das richtige Scheitern? Können wir das Scheitern lernen?

Eine verbrannte Pizza, Misserfolg am Markt oder fehlerhafte Produkte – das Scheitern ist allseits bekannt und leider auch verkannt! Sich zu eigenen Fehlern oder Misserfolgen zu bekennen, das fällt schwer, auch sich selbst gegenüber.

Innovation, Mut neues zu wagen, birgt Risiko des Scheiterns in sich. Wer nicht wagt, der nicht gewinnt – oder verliert, eben.

Wenn ich immer die gleiche Pizza backe, werde ich nichts Neues erfinden – nur wenn ich neues ausprobiere, werde ich weiterkommen oder auch scheitern: Versuch und Irrtum heißt das Prinzip des forschenden Handelns.

Ausprobieren, mutig sein, Neues wagen, Innovationen, Entdeckungen, Erfindungen, geniale Ideen – manchmal aber leider knapp daneben.

Was nun? Was ist zu tun? Das wichtigste ist:

Scheitern lernen heißt zuerst Scheitern erkennen

Das Scheitern muss zuerst erkannt werden wollen. Das verfehlen eines Ziels muss innerlich zugegeben werden. Manchmal helfen äußerliche Reize (eine verbrannte Pizza ist leicht zu erkennen). Wichtig ist, nicht Misserfolge in Erfolge umzudeuten. Vorsicht vor der Betriebsblindheit. Ansonsten laufen wir im berühmten Hamsterrad.

Andrerseits gibt es am Beginn des organisatorischen Heilungsprozesses auch die Erstverschlimmerung. Vorsicht hier ist eine Deutungsfalle.

Analyse des Scheiterns

Zum Scheitern lernen gehört auch die Analyse des Scheiterns. Das Scheitern kann in der Ziel- Mittel und / oder Umsetzungsebene begründet sein.

Die grundlegende Zielebene wird meist nicht thematisiert: Welche Vision habe ich? Oder habe ich keine bzw. ist mir diese nicht bewusst? Wurde das richtige Ziel gewählt? Diese Fragestellungen müssen in das Zentrum des Bewusstseins hineingelangen.

Wenn das richtige Ziel, nennen wir es visionskompatibel, gefunden wurde, dann schauen wir uns die Mittel an, die gewählt wurden um dieses Ziel zu erreichen. Handwerkszeug der Organisationsentwicklung eben.

Dann gelangen wir zu der Umsetzung / Durchführung des Prozesses. Wurden hierbei Fehler gemacht?

Ist das Produkt / die Dienstleistung fehlerhaft? Ist die Intensität richtig gewählt? Stimmt der Preis? Richtiger Ort? Richtiger Zeitpunkt / Zeitraum? Denn nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist – aber ist es wirklich so weit? Oder sind wir der Zeit voraus? Nein, nicht hinterher, das nun wirklich nicht.

Folgen des Scheiterns

Wie geht man mit dem Scheitern um?

  • Aufhören und Raum für Neues schaffen
  • Ändern und genaue Beobachtung der Auswirkungen
  • Weitermachen und nicht aufgeben

Wird weitergemacht, dann kann es passieren, das Loose-Loose-Situationen entstehen. Dann sind die Kosten höher als der Nutzen. In Konfliktsituationen geht es um das vermeintliche Gewinnen, der Preis wird zur Nebensache.

Scheitern lernen

Fehler erkennen, analysieren und die richtigen Schlüsse daraus ziehen – man muss das Scheitern beherrschen, um daran zu wachsen.

Anderes wachsen zu lassen und daran auch selbst zu wachsen – aber nicht am Gras ziehen, denn es wächst dadurch nicht schneller.

Das ist die Kunst der Forschenden Organisation: ein Management par excellence.

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