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Sportoffice führt auf der Überholspur zum Erfolg

Machen Sie mit dem Sportoffice Sport zu Ihrer liebsten Gewohnheit, gerade dann, wenn Sie von zu Hause Ihre Arbeit verrichten. Wenn wir nicht einmal einen Schritt vor die Türe setzen, um zur Arbeitsstätte zu gelangen, dann ist Bewegungsmangel vorprogrammiert. Nicht jeder hat bereits sein Home zum Sportoffice umfunktioniert. Bedenken Sie jedoch: Wer rastet, der rostet. Was können wir tun?

Bewegungsdrang abtrainiert

Kinder haben einen natürlichen Bewegungsdrang. Das stille Sitzen in der Schule ist nicht die beste Variante, um Wissen aufzunehmen und zu verarbeiten. Weder für den Körper, noch für das Gehirn. Mittlerweile ist zum Glück auch in der Forschung bekannt, dass beide Teile unmittelbar verbunden sind. Beide können nicht unabhängig voneinander funktionieren. Leider hat sich das noch nicht weit genug rumgesprochen. Beziehungsweise agiert unser Schulsystem noch nicht entsprechend.

Warum mahlen die Mühlen so langsam?

Schade, denn beim richtigen Engagement des einzelnen Lehrers haben schon viele Sportlerkarrieren begonnen. Es wäre so einfach…

Vielen, vor allem leider den Mädchen, wird der Bewegungsdrang aberzogen. Noch im zarten Vorschulalter erkrankte ich heftig. Im langen Warteraum konnte ich dennoch nicht stillsitzen. Ich genoss den langen Flur, lief auf und ab und freute mich des Lebens. „Kein Arzt wird dir glauben, dass du krank bist“, wurde ich ermahnt und in meinem Drang unterbrochen. Nun wissen auch die Ärzte, dass Bewegung oftmals die beste Medizin ist. Und Bewegung ist in jedem Alter gut – nicht nur im Kindesalter.

Parks sind Mangelware – Sportoffice muss her

Naherholungsgebiete bieten eine wunderbare Möglichkeit, sportlich zu entspannen. Auch der Wald leistet beste Dienste. Das Haus zu verlassen, ist auch deshalb so wichtig, da sich unser Blick im wahrsten Sinne weitet. Die Hin- und Herbewegung der Augen lässt nicht nur die Augen, sondern das ganze Nervensystem regenerieren.

Bewegungsanregungen aus dem Netz sind ebenfalls hilfreich. Diese müssen jedoch regelmäßig ausgeführt werden. Auch hier gilt: Wer die Wahl hat, hat die Qual. 30 Minuten nach dem richtigen Workout zu suchen und dann fünf Minuten mitmachen, ist allerdings eine schlechte Kombination.

Dennoch lohnt es sich die Tätigkeit mal stehend, mal in der Plank-Stellung auszuüben. Die Arbeitsroutine auch mit Sit-ups oder mit Crunches zu unterbrechen. Zur Not helfen auch Fenster putzen, saugen und wischen. Diese Tätigkeiten als Work-out zu interpretieren, motiviert ungemein.

Und natürlich die eigentliche Arbeit nicht vergessen. Die Produktivitätssteigerung durch regelmäßige Bewegung ist nach wenigen Tagen spürbar. Es muss nicht gleich die Goldmedaille sein. Gesunde Bewegung ist in allen Facetten angesagt.

Führungskraft als Fitnesskraft

Immanuel Kant, Max Planck und Albert Einstein haben von ihren regelmäßigen langen Spaziergängen geschwärmt. So falsch können sie nicht gelegen haben. Wichtige Impulse kommen, wenn man richtig entspannt. Spannung und Entspannung im Wechsel, geistig sowie körperlich, lautet daher die erfolgsversprechende Devise für die Forschende Organisation.

Gehen Sie mit einem gesunden Beispiel voran. Die psychische und physische Leistungsfähigkeit bedingen einander. Wer da noch zweifelt, sollte es einfach selbst ausprobieren. Vom Bett über die Küche zum Bürostuhl, dann zum Sofa und anschließend zum Ausgangsort zurück, ist eindeutig viel zu wenig. Da brauchen wir weder einen Schrittzähler noch einen ärztlichen Rat.

Der Neurowissenschaftler Huberman bringt es auf den Punkt, wenn er herausstellt, dass die Fähigkeit, sich lange konzentriert anzuspannen verbunden mit der Fähigkeit, danach zu entspannen, die Schlüsselkompetenzen des kommenden Jahrzehnst sein werden.

Sportoffice und Leadership

Als Führungskraft kommunizieren Sie, dass kurze Bewegungspausen nicht nur erlaubt, sondern auch willkommen sind. Die Nine-to-five-Arbeistmentalität hat schon lange ausgedient. Sportpausen bringen die Abwechslung, die zum Erfolg auf der Überholspur führt. Dabei sollte das Work-out zur täglichen Routine werden und Spaß bereiten. Oder mit Hubermans Worten: „Have Fun“.

Eine Betriebs-Sport-Challenge, die in heutigen Tagen zur Homeoffice-Sport-Challenge wird, richtig durchgeführt, stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl. Diese wichtige soziale Komponente darf nicht unter den Homeoffice-Tisch fallen.

Prestigeobjekt Sportoffice

Das eigene Sportoffice wird zum neuen Prestigeobjekt.
Soviel Antizipationsfähigkeit darf schon sein. Denn:

Spotlich gesunde und fitte Mitarbeiter bringen Sie und Ihr Unternehmen am besten voran, wer sonst?

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Allgemein Führung Organisationsentwicklung

Altruismus und Eigeninteresse – beide richtig wichtig

Selbstlos anderen zu helfen, bezeichnen wir als Altruismus. Das Eigeninteresse selbst hinten anzustellen, um anderen zu helfen, hört sich heroisch an. Sind Altruisumus und Eigeninteresse nur scheinbar gegensätzliche Interessen? Und warum sollten wir Altruismus kultivieren?

Eigeninteresse als Hirnfunktion

Das menschliche Gehirn ist darauf ausgerichtet, die Chancen für das eigene Überleben zu maximieren. Dieses bedeutet vor allem: essen, sich fortpflanzen, Macht ausüben, Energie sparen, Informationen gewinnen.

Diese Mechanismen sind einfach und robust. Sie haben sich über Millionen Jahre bewährt. Diese kurzfristige Lustmaximierung treibt das Eigeninteresse und damit den Konsum an. Im Striatum des Großhirns liegen Neurone, die bei jedem dieser überlebensdienlichen Verhaltensmuster Dopamin ausschütten. Und somit generieren sie Lust und Wohlbefinden.

Das Striatum kann sich selbst nicht begrenzen. Deshalb fällt es den Menschen schwer, sich selbst zu zügeln: Sex, Güter, Nachrichten, Essen und Trinken sind in unserer Gesellschaft im Überfluss vorhanden und können mit wenig Energieaufwand konsumiert werden.

Dass wir diesem Überfluss so hilflos als Konsumenten gegenüberstehen, liegt daran, dass wir evolutionär nie dieser Situation ausgesetzt waren. Wir sind daher auch nicht darauf vorbereitet.

Neurowissenschaftliche Zukunftsblindheit

Überlebensvorteil lag Jahrtausende lang daher auch im schnellen Konsum. So wurden die „Fressgene“ und die anderen kurzfristigen Lustbeschaffer zu unseren größten Feinden. Fettleibigkeit, übermäßiger Medien- und Sexkonsum sorgen jedoch derzeit für mehr Frust als Lust. Auch hier wird deutlich: eine positive Eigenschaft / Verhaltensweise verkehrt sich ins Gegenteil, wenn sie überperfektioniert wurde.

Die Dopaminausschüttung ist umso stärker, je schneller die Belohnung folgt, so die neurowissenschaftlichen Erkenntnisse der Cambrige Universität. Deshalb fällt es uns so schwer eine langfristige Perspektive einzunehmen. Daher sind wir blind für die längerfristige Zukunft. Dieses gilt auf dem Aktienparkett genau so wie für die globale Entwicklung. Dem Striatum sei dank.

„Die riesige Großhirnrinde des Homo sapiens, die ihm immer mehr Möglichkeiten verschaffte, hat sich in den Dienst eines Zwerges gestellt, der sich nur zu gern an Macht, Sex, Essen, Faulheit und seinem Ego berauscht“, stellt Sébastien Bohler heraus.

Altruismus und andere Strategien

Istinktiv wissen wir, dass wir diesem Mechanismus entkommen können. Denn nicht alle Menschen sind süchtig. Und wenn Menschen süchtig sind, dann zumeist nicht nach allen gennanten Faktoren.

Rosinen picken

Die ultimantive Frage lautet nun, wie können wir uns im Erwachsenenalter eine neue langfristigere Sicht aneignen?

Hierfür sind ein paar Rosinen gut geeignet.

Bei dieser Rosinenübung greifen Sie nach einer einzigen Beere. Betrachten Sie diese genau: Größe, Konturen, Falten, Farbnuancen… Riechen Sie den Duft, den eine einzelne Rosine versprüht? Nun stecken Sie sie in den Mund – jedoch ohne zunächst zu kauen, nur an der Rosine lecken. Dann weicht diese durch Ihren Speichel auf. Ihr süßer Geschmack überwältigt Sie – eine einzige Rosine. Dafür benötigen Sie etwa 10 Minuten Zeit.

„Zeit, die wir uns nehmen – gibt uns etwas zurück“, wusste schon Goethe.

Diese Rosinenübung geht auch mit dunkler Schokolade, Aprikosen und ist nicht nur auf das Essen beschränkt.

Mit Bewusstheit erweitern wir unseren Resonanzraum und können uns von unseren Süchten befreien. Weniger ist mehr. In der Zukunft noch viel mehr als heute.

In der Bewusstheit lassen wir uns nicht mehr so leicht von kurzfristigen Impulsen steuern. Ferner widerstehen wir eher dem Lockruf der schnellen Belohnung. Wir lernen uns auch frei und bewusst zu entscheiden. Des Weiteren handeln wir aus einer langfristig altruistischen Perspektive.

Gender-reated-facts aus der Neurowissenschaft

Altrustisches Verhalten ist bei Frauen häufiger ausgeprägt als bei Männern, so eine bedeutsame Erkenntnis des funktionellen Magnetresonanztomografie (fMRT) Verfahrens der veranschaulichen Hirnforschung.

In diesem Versuch ging es um Geld. Bei weiblichen Versuchspersonen wurde das Striatum auch beim Teilen des Geldes aktiv. Keinesfalls war das so bei den männlichen Probanten. Männer behielten das Geld für sich. Sie aktivierten auf diesem Wege ihr Striatum. Hier finden wir eine Begründung für den Gender-Pay-Gap: Frauen können teilen, Männer nicht.

Altruismus und die aktuelle gesellschaftliche Perspektive

Eine Gesellschaft ist auf altruistisches Verhalten angewiesen. Helfen ohne einen adäquaten Gegenwert ist gesellschaftlich überlebensnotwendig. Wir sind auch dazu gesetzlich verpflichtet – etwa bei Lebensgefahr.

„Eigeninteresse und Altruismus sind dann ein und dieselbe Sache“, stellt Bill Gates konkludierend in Bezug auf die Impfdosen aus der gesellschaftlichen Perspektive heraus.

Und wie sieht es aus der organisatorischen Perspektive aus?

Altruismus aus der oganisatorischen Perspektive

„Altruismus ist das wahre Wunder, aus dem alle Wunder entstehen“, erkannte schon Ernesto Walter Emerson.

Mehr möchten wir dem nicht hinzufügen.

Vielmehr Sie auffordern selbst Wunder zu vollbringen und Bedingungen zu schaffen, Wunder entstehen zu lassen.

Hoffentlich haben Sie nun eine paar neue Impulse. Sowie neue Ideen wie Sie das umsetzen können.

Viel Erfolg!

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Allgemein Führung

Glaswände überwinden und neue Wege gehen

Leistungsstarke Menschen erreichen oft einen Punkt ihrer Karriere an dem sie nicht weiter kommen. Sie können nicht die Glaswände überwinden. Wie es sein könnte, sehen sie zwar, sie kommen einfach nicht hinein. Sie sitzen fest. An dieser Karrierekante kann man schnell abrutschen. Ebenso kann diese als Sprungbrett genutzt werden…

Als Führungskraft tragen Sie Verantwortung für Ihr Team. Am einfachsten und am schnellsten ist es mit der eigenen Führungskraft gemeinsam Step by Step nach oben zu steigen. Vertrauen und Verantwortung wachsen mit der Zeit. Gemeinsam ist nicht einsam. Fordern und gefordert werden. Es geht jedoch nicht immer ganz glatt. Eigentlich nie.

Unzufriedenheit konkretisieren

Wenn Sie merken, dass es für Sie persönlich schon länger nicht so vorangeht, wie Sie es wünschen, ist es wichtig diese Faktoren konkret zu benennen: Karrierestufen, Fortbildungsmöglichkeiten, Geld… Vielleicht ist es das Tätigkeitsfeld selbst, welches Sie langweilt. Machen Sie es dingfest.

Eventuell sind Sie mit Ihrem Team unzufrieden. Überlegen Sie zuerst, was verbessert werden kann. Dann in Einzelgesprächen mit Schlüsselpersonen gemeinsam eruieren, was zu tun ist. Auch wie Sie Ihren Mitarbeitern und damit dem Unternehmen dienen könnten.

Sich unbewussten Ängsten stellen

Viele Führungskräfte haben die unterbewusste Angst, dass ständig an ihrem Stuhl gesägt wird. Sie sind bis zu 80% der Zeit damit beschäftigt, ihre Position und ihren Status zu verteidigen. Dann kann daraus nichts werden, denken Sie jetzt richtigerweise. Genau.

Menschen entwickeln zu können, ist die wichtigse Führungsfähigkeit überhaupt. Wenn Sie das verwirklichen – wenn Sie im positiven Sinne aus Mücken Elefanten züchten können – werden Sie selbst unersetzbar und unbezahlbar.

Sie wissen schon: „Ich habe (immer) die falschen Leute“, spricht gegen die Führungskraft selbst. Die gute Nachricht ist: daran können Führungskräfte arbeiten und sich selbst zum Entwickler herauskristallisieren. Sie müssen die innere Bereitschaft mitbringen und daran arbeiten.

Glaswände überwinden mit Investitionen in das eigene Ich

Investieren Sie in sich selbst. Sowohl körperlich als auch geistig. Beides hängt zusammen.

Lernen Sie beispielsweise Klettern, Trampolin oder Fallschirm-Springen. So trainieren Sie Ängste zu überwinden, körperliche Beweglichkeit und Ausdauer.

Investieren Sie auch intellektuell: Arbeiten Sie an Ihren Schwächen und stärken Sie Ihre Stärken. Denken Sie über das Denken nach. Kommen Sie dann ins Handeln.

Das Kapital, welches man in sich selbst investiert, amortisiert sich am besten.
Dann führt kein Weg an Ihnen vorbei.

Sie finden die Tür in der Glaswand.

Und wenn nicht, dann gibt es noch die Ausgangstür. Jeder weitere Tag in einem Unternehmen, indem Sie auf der Stelle treten, ist reine Verschwendung dessen, was am wertvollsten ist: Ihrer Zeit.

Und Sie werden feststellen, dass die Ausgangstür neue Wege für Sie parat hält.
Diese erweitern Ihren persönlichen Horizont erheblich.

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Allgemein Führung

Gender-related Facts – für Ihre Performence

Die Korrelation zwischen dem Geschlecht und Umgang mit der Coronakrise lässt sich nicht negieren. Wenn wir bereit sind, uns mit den Gender-Fakten auseinanderzusetzen, steigern wir die Performence.

Chefin und Mitarbeiter wie Mitarbeiterinnen müssen ihre Rollen finden

Jeder kennt die Geschichten mit und um die Chefin. Die Chefin, die kaum auszuhalten sei, die keinerlei Kompetenz besitze… Manchmal steckt da wohl auch die unerfüllte Liebe dahinter. Dieses Eingeständnis, habe ich nach einer Dekade von Schimpfeskapaden und einer weiteren Dekade der Beruhigung kürzlich erfahren. Vieles kommt doch ans Licht.
Einzelfall? Ich weiß es nicht.

Ich weiß nur, dass ich mit meiner ehemaligen langjährigen Chefin Andrea freudnschaftlich verbunden bin. Unser Verhältnis ist geprägt vom tiefen gegenseitigen Respekt. Das Vertrauen ist langsam, aber stetig gewachsen bis es wechselseitig unerschütterlich wurde.

Gender-Brennglas Corona

Frauen an der Regierungsspitze haben die Entwicklung der Pandemie, einschließlich der Mortalität ihres Landes am besten im Griff, ist zu lesen.

Weltweit führt das weibliche Geschlecht in 15 von 193 Ländern eine Regierung an. Angela Merkel, Mette Frederiksen in Dänemark, Katrin Jakobsdottir in Island, Sanna Marin in Finnland, Jacinda Ardern aus Neuseeland, Erna Solberg in Norwegen sowieTsai Ing-Wen in Taiwan haben im internationalen Vergleich die niedrigsten Infektionsraten und weitaus weniger Todesfälle, als ihre männlichen Pedanten. Genderrelated vergleichen wir Merkel und Co mit Trump – Desinfektionsmittel trinken ?- oder Macron, der sich im Krieg wähnte.

„Stehen Männer an der Spitze der Regierung, so ist der Staat in Gefahr, denn sie handeln nicht nach den Anforderungen der Allgemeinheit, sondern nach zufälliger Neigung und Meinung“, wird schon geunkt. An dieser Stelle habe ich Mitleid, denn ich weiß, dass diese Gender-Gegenüberstellung ganz vielen Herren Unrecht tut.

Herren machen einen verdammt guten Job. Das muss hier ganz deutlich gesagt werden. Damen jedoch auch.

Vielfalt macht resilient

Resilient sind die Länder, die die Chancengleichheit auch sonst weitgehend verwirklichen. Diese Länder sind des weiteren wirtschaftlich erfolgreicher und glücklicher.

Diversity führt auch unternehmerisch zum nachhaltigen Erfolg. Ein Mix aus Geschlecht, Alter und Herkunft führt zum nachhaltigen Erfolg. Der Diversity verpflichtete Unternehmen sind an der börse profitabler, produktiver und wertvoller.

Gender-Ausblick

Backlash oder drei Schritte nach vorne? Wir haben die Wahl. Schauen wir zurück, bevor wir den Blick nach vorn richten. Waren es nicht auch die Trümmerfrauen die fast alles aufgebaut haben? Und wer hat Ihnen die Basics des Lebens beigebracht?

Ich möchte nicht sagen, dass an Frauen in der Elite kein Weg vorbeiführt. Nein.

Aber es gibt einen Weg, der ins Abseits führt. Und einen gendergerechten Weg, der Sie und Ihr Unternehmen nach den Sternen greifen lässt.

Die Frage lautet nur: Wohin wollen Sie?

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Allgemein Führung Organisationsentwicklung

Selbstbestimmt Agieren statt Warten auf Godot

Mein erster Theaterbesuch, Samuel Becketts Meisterstück „Warten auf Godot“, weckte meinen Hunger nach mehr. Das Theaterstück führt uns vor die Augen, wie sehr das Warten unser Leben bestimmt. Ferner zeigt es auf, dass sich an unserem Nicht-Verhalten im Zeitablauf nichts ändert. Immer bestimmt diese widerkehrende Warteschleife unser Nichthandeln. Krise hin – Krise her. Das Warten bestimmt unser Sein. Dabei wissen wir nicht einmal so richtig, worauf wir warten. Auf den Superhero? Die Erlöserfigur, die nie kommt? Oder die Erfüllung, die nie außerhalb von uns selbst stattfindet? Beckett führt uns unser alltägliches absurdes Theater vor die Augen. Der einzige Ausweg: diese absurde Warteschleife aufbrechen und selbstbestimmt handeln.

Selbstbestimmtes Agieren erfordet Kraft, Mut und Entschlossenheit.

Durch gezieltes Handeln setzen wir unsere Interessen durch. Bei der Interessendurchsetzung sind die Grenzen zur Manipulation fließend. Jedoch wenn wir unsere eigene Welt nicht selbst beherrschen, dann werden wir beherrscht.

Entweder Sie sprechen auch Unangenehmes aus und riskieren etwas zu zerstören oder Sie fressen alles in sich hinein und zerstören sich selbst. Aktive Konfliktlösung efordert Mut, auch unangenehme Wahrheiten auszusprechen. Lassen Sie sich von Ihren persönlichen Werten leiten. Erkennen Sie Ihren Selbstwert. Lassen Sie diesen durch niemanden zerstören. Achtung erfordert zuerst Selbstachung.

Warten auf Godot bedeutet sich selbst unter den Schäffel stellen

When you undervalue yourself – the world will undervalue who you are!

Selbstbewusst sein bedeutet sich seiner selbst bewusst sein. Da ist nichts Falsches daran. Und nichts von außen Vorgegebenes. Unternehmen sind auf selbstbewusste Führungskräfte und auf selbstbewusste Mitarbeiter angewiesen. Denn nur diese bringen sich selbst und gleichzeitig auch das Unternehmen voran.

Selbstbestimmtes NEIN statt Warten auf Godot

Leadership, Innovation und Unternehmertum erfordern entschlossenes Agieren – auf jeder Hierarchiebene. Das schließt die Fähigkeit Nein zu sagen mit ein. Ein entschiedenes Nein ist weitaus ehrlicher als ein wages, unentschiedenes Ja. Es wird auch viel leichter akzeptiert, als gemeinhin befürchtet. Ein entschiedenes Nein kann vielleicht auch mal eine große Tür schließen, doch es eröffnet neue ungeahnte Türen.

Mut statt geistige Armut

Durchbruch erfordert Mut, das Unmögliche zu wagen und mit Sicherheit zu brechen. Vergessen Sie nicht, auch Mut ist ein Muskel, der trainiert werden muss.

Die Arena gehört den Mutigen,
denen, die die Freiheit lieben,
denen, die das Fliegen lernen
und selbstbestimmt durch die Lüfte segeln.

Flieg Vogel flieg!

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Allgemein Führung Wirtschaft

Merkels Krisenkompetenz

Am heutigen Tage steht Deutschland im Ländervergleich der Corona-Coping-Kompetenz ziemlich weit vorn. Entschiedenes Handeln auf der Basis von Unsicherheiten, weil es bislang keine validen Fakten gibt, lässt unsere Kanzlerin im weltweiten Vergleich gut dastehen. Daher eignet sich Frau Merkel, vor der es nicht einmal das Wort „Kanzlerin“ gab, als Anschauungsobjekt für gelungenes Krisenmanagement.

Neue Wege bestreiten

Kanzlerin Merkel, weiß wie das ist, neue Pfade zu hinterlassen, auf denen ihr viele folgen werden. Weibliche Vorbilder für ihren anvisierten Posten als „Frau Bundeskanzler“, denn der Duden kannte bis dato nicht die weibliche Form, hatte sie nicht. Bei der Frage, wie sie nach einer gewonnenen Wahl zukünftig angeredet werden möchte, verwies sie auf die Zeit nach der Wahl. Als amtierende Kanzlerin stellte sie klar, dass sie mit „Kanzlerin“ angeredet werden wolle und keiner hatte ein Problem damit. Auch der Duden wurde angepasst, nicht nur diesbezüglich.

Be ready rather than be sorry!

Die Mutter der Porzellankiste, die Vorsicht, lässt Merkel walten. Ihr umsichtiges Vorgehen, das sie selbst vielmals als „alternativlos“ bezeichnete, lässt sie fast unantastbar wirken. Innerparteilich gefühlt schon ewig. In der Krise auch überparteilich.

Mit ihrer innerparteilichen Kritik an den „Öffnungsdiskussionsorgien“ mahnt sie zur Ruhe und zur innerparteilichen Besinnung. Darf man die Demokratie auf diese Weise im Keim ersticken? Gibt ihr ihr Erfolg dieses Recht? Die Zahl der Toten spricht für sich. Und Merkel ist weise genug, diesen Erfolg an die Bevölkerung weiterzugeben. „Dass das gelungen ist, ist den Bürgerinnen und Bürgern zu verdanken. Die alle Einschränkungen mit so großer Disziplin und Geduld getragen haben. Heute möchte ich nochmal vom ganzen Herzen Danke sagen.“ (Merkel in der Pressekonferenz vom 20.04.2020).

Zuversicht verbreiten

„Wir schaffen das“, muss von Merkel nicht mehr ausgesprochen werden. Es schwingt immer mit. Sie verkörpert Lösungskompetenz. Nicht, dass sie vorgibt, alles zu können und zu wissen. Merkel agiert besonnen, reflektiert und stets überzeugt, den besten aller möglichen Wege zu gehen. Und wenn sie es nicht wissen kann, dann ist sie klug genug, die Wirkungen der auf Unsicherheit basierten Entscheidungen zu analysieren, die notwendigen Konsequenzen daraus zu ziehen und dies auch so zu kommunizieren.

Merkels Ausdauer

Merkel war noch nie eine Sprinterin. Aber mit den nötigen Ruhepausen und stets mit der richtigen Navigation, schafft sie, wenn nötig, den 100 km Marsch. So führt sie Deutschland aus der Krise. Wer sonst?

War das nun Wahlkampfwerbung für Frau Merkel? Nein, hat sie nicht nötig.

Oder es mit Sebastian Puffpaff´s Worten vom heutigen Tag zu sagen:

„Für den Verstand.“

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Führung Organisationsentwicklung Scheitern Triathlon

Schallmauern durchbrechen

Vom Triathlon lernen – heißt Siegen lernen! Und das richtig. Schallmauern durchbrechen heißt dabei die Grenzen der Leistungsfähigkeit neu definieren.
Der Ironman auf Hawaii unser Sunort schlechthin.

Jan Frodeno und Anne Haug haben auf Hawaii den Triathlon-Thron für sich erobert.

Wie schaffen sie das? Und was können wir für die Organisationsentwicklungstechnik (Ort) daraus lernen?

Schallmauern durchbrechen mit den Big Five

Die weltmeisterlichen „Big-Five“ können wir folgendermaßen benennen:

  1. Bedingungen akzeptieren
  2. Rückschläge zur Entfaltung nutzen
  3. Systematisch Grenzen durchbrechen
  4. Teamspirit
  5. Trainer

Bedingungen akzeptieren

Über die Hitze zu lamentieren, so wie wir es von anderen Sportarten kennen, verbietet sich für die Triathleten. Die Lavawüste auf Hawaii wird als extreme sportliche Herausforderung akzeptiert. Es gilt sich bestmöglich darauf vorzubereiten.
Der bittersüße Reiz der Schmerzen wird geliebt: „das ist der Tag, den ich mein Leben lang gesucht habe“, sagte der frischgebackene Weltmeister Frodeno auf Kona – mit einem von den Schmerzen und Strapazen zerfurchten Gesicht.

Rückschläge zur Entfaltung nutzen

Dass es nicht immer glatt läuft, hat Frodeno die letzten beiden Jahre demonstriert. Ein Bruch aufgrund des Übertrainings, hat ihn zum Reporter des letztjährigen Ereignisses auf Kona werden lassen. Patrick Langes Schallmauerdurchbruch, mit einem Finish auf Kona unter 8 Stunden, hat 2018 wohl Frodeno mehr geschmerzt, als eine gefinishte Langdistanz je anrichten kann. Diese Schmerzen konnte Frodeno in seinen dritten Weltmeistertitel umwandeln.

Systematisch Schallmauern durchbrechen

Nicht zufällig ist Jan Frodenos Zeit unter der letztjährigen von Patrick Lange geblieben. Ein neuer Rekord musste her. Die Schallmauern sind nur dafür da, um durchbrochen zu werden – für erfolgreiche Sieger zumindest.

Teamspirit

Frodeno, Lage, Kienle und Haug wissen, dass sie nur mit einem starken Team im Hintergrund Schallmauern verschieben können. Sie sind keine Einzelkämpfer, auch wenn es am Wettkampftag so auszusehen vermag.

Trainer

Kaum beachtet, aber von enormer Wichtigkeit: beide frischgebackene Weltmeister haben den gleichen Trainer: Dan Lorang. Der Einfluss des Coaches ist für ihren Erfolg grundlegend. Um Schallmauern durchbrechen zu können, werden Spitzentrainer gebraucht – und im Unternehmen Spitzenführungskräfte.
Dan Lorangs Erfolgsrezept schauen wir uns demnächst genauer an.

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Führung Organisationsentwicklung

Leading in permanent beta

Digital, transformativ, agil – die Arbeitswelt befindet sich in einem permanenten Beta-Status, der HR-Experten, Fach- und Führungskräfte vor Herausforderungen stellt.

Zukunft Personal Europe 2019 geht unter dem Motto ‚leading in permanent beta‘ KI und anderen Innovationen auf den Grund. Die lernende Organisation ist in aller Munde.

Angefangen beim Arbeitsminister Hubertus Heil, der die Frage aufwirft: „Haben Sie schon etwas vom Qualifikationschancengesetz gehört?“ und selbst beantwortet: „Sollten Sie aber!“

Über Personalvorstände, die beklagen, dass das lebenslange Lernen, für viele ein Schreckgespenst sei: lebenslang verbinden viele in einem ganz anderen Zusammenhang…
Es müssen positive Lernerfahrungen geschaffen werden. Das Lernen muss Spaß machen: Gamification, bite-sized Blogs, Storytelling, heißen die Stichwörter.

„Design Offices“ sind das neue „Home Office“, heißt es weiter: Eine „hippe Umgebung für zwischenmenschliche Kommunikation“ stellt Norbert Janzen, Geschäftsführer der IBM Deutschland die heutige Working Space vor.

Sebastian Kolberg, Changemanager bei Bayer, legt dar, wie ein traditionsreicher Konzern die digitale Transformation erfolgreich beschreitet. Auf Nachfrage muss er eingestehen, dass mit den vorgestellten Maßnahmen nur ein Teil der Belegschaft erreicht wird.

Der Kulturwandel „a lerearning culture is needed“ betrifft auch die oberste Ebene: war die Geschäftsführung früher eine Truppe, die alles wusste, geht sie heute hin zu einem Team, das alles lernt.

Bereits vor mehr als 100 Jahren sagte Albert Einstein: „Ich weiß, dass ich nichts weiß.“ Schön, dass es langsam im Bewusstsein ankommt!

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Führung Organisationsentwicklung

Führungspower lateral denken

„Selbst denkende Mitarbeiter, dass hätte ich wirklich gerne“, kommentierte der CEO eines größeren mittelständischen Unternehmens einen kürzlich erschienenen Artikel des Handelsblatts. – Was wäre wenn…

  • Ideen nur so aus den Mitarbeitern sprudeln
  • Veränderungen schnell initiiert und
  • Change Management als die große Chance

gelebt werden würden?

Kreativität nicht mit „Darfs du das überhaupt?“ sofort erstickt werden würde.

Einfache Lösungen sind ungewollt. Die komplizierten Prozeduren – „das haben wir doch immer schon so gemacht“ (sind leider jedoch über ein Jahr im Verzug) sichern die ungeliebte Arbeit.  Ja,  diese Lösungen sind zu einfach. Vor allem von den falschen Personen,  denn sonst wäre man schon längst selbst draufgekommen.

Laterale Führung, das Zaubermittel aus der HR-Kiste, hat sich vielerorts nicht rumgesprochen, geschweige denn durchgesetzt…

Aus Unwissen? Aus Angst? Aus dem „Das haben wir schon immer so gemacht“-Denken? Bestimmt aus einem Konglomerat dieser viel zu bekannten Sachverhalte.

Zurück bleibt der CEO, der immerhin mit seinen Mitarbeitern redet und noch viel wichtiger – ihnen zuhört.

Wir wünschen ihm, dass sich die Führungsmentalität ändert. Denn in der Kindeserziehung wissen wir schon längst, dass das Anschreien, das Ängsteschüren, die Bestrafungen, welcher Art auch immer, die schlechtesten Erziehungsmittel sind.

Empowerment ernst nehmen, ist der erste Schritt. „Machen Sie!“, „Ihre Idee finde ich gut“ , „Ich traue Ihnen das zu“, diese Führungsmethoden können wir doch nicht ausschließlich Google & Co überlassen. Setzen Sie es selbst um,  dann bekommen Sie nicht nur die selbst-denkenden Mitarbeiter – vielleicht sind auch ein paar selbst-lernende dabei.  Das wäre doch was, oder?

PS: Lateral bedeutet, dass auch auf gleicher Ebene  gepusht werden kann. Sie brauchen nicht, oftmals leider vergebens, auf Ihren Vorgesetzten zu warten. Noch besser:  Sie führen von unten. Aber das wäre dann nicht mehr lateral – das wäre ein neuer Blog, der erst geschrieben werden muss…